Die liebe Birgit vom Blog „Smukke Tingerzählt uns über ein weihnachtliches Ritual…

Das Weihnachtsglöckchen


Weihnachten hat für mich einen ganz besonderen Zauber. Seit
meiner Kindheit liebe ich dieses Fest mit seinen leckeren Düften, dem
Lichterglanz und dieser unbeschreiblichen Gemütlichkeit. Auch als junge
Erwachsene habe ich mir immer einen Adventskranz und einen Weihnachtsbaum
hingestellt und meine Wohnung weihnachtlich geschmückt, obwohl viele meiner
Freunde das total albern fanden. Meine Advents- und Türkränze habe ich
jahrelang selbst gesteckt. Heute, wo ich selber Mutter bin, finde ich
Weihnachten natürlich noch schöner. Mitzuerleben, wie die Augen meines Sohnes
beim Anblick des Weihnachtsbaumes leuchten, das ist für mich Geschenk genug und
ich bin dann jedes Jahr wieder sehr
nah am Wasser gebaut.
Als wir Kinder waren, kam mir die Adventszeit immer
unendlich lang vor und wir fieberten ungeduldig dem Heiligabend entgegen. Wenn
es endlich soweit war, drückten wir uns die ganze Zeit im Flur herum, die
verschlossene Wohnzimmertür fest im Blick. Im Wohnzimmer waren meine Eltern
schwer beschäftigt, mit Tannenbaum schmücken, Essen zubereiten und so einigem
mehr. Erst wenn meine Mutter mit unserem kleinen Tischglöckchen klingelte,
durften wir ins Wohnzimmer kommen. Das war jedes Mal ein ganz magischer Moment.
Das Glöckchen klingelte, wir öffneten die Tür, da leuchtete der Weihnachtsbaum
und meine Eltern standen festlich gekleidet daneben und machten Fotos von uns.
Dann durften wir unsere Geschenke auspacken und danach wurde gegessen. Das
Tischglöckchen kam nur 1 x im Jahr am Heiligabend zum Einsatz. Ich habe dieses
Ritual sehr geliebt. Übernommen habe ich es jedoch nicht, weil es nach dem Tod
meines Bruders abrupt endete und das Glöckchen nie wieder benutzt wurde. Wir
haben in unserer Familie unser eigenes Ritual gefunden, um den ungeduldigen kleinen
Mann ins geschmückte Wohnzimmer zu holen und das ist auch schön.
Liebe Lotta,
es hat mich so gefreut, dass Du mich wegen eines
weihnachtlichen Gastpost für Deinen schönen Blog angesprochen hast. Danke,
dass ich dabei sein darf!
Liebe Grüße
Birgit

Liebe Birgit, ganz wunderbar hast Du uns über Euer weihnachtliches Ritual aus der Kindheit berichtet, auch wenn es einen traurigen Aspekt dabei gibt. Es ist schön, dass Du nun für Dich und Deine Familie auch ein Ritual gefunden hast und ich wünsche Dir, dass dieses Ritual vielleicht auch bei Deinem Sohn später Fortsetzung findet.
Birgit hat einen Sohn und lebt mit ihrer Familie in Hamburg, wofür ich sie manchmal beneide…grins. Ihr Blog ist sehr beliebt und wirklich sehenswert!