4. Türchen




Die liebe Sabine vom Blog “Acht Stunden sind kein Tag” mag die Weihnachtszeit lieber “light”…




“Weihnachten Light”

Weihnachten könnte so schön sein, wäre es nicht mit unzähligen Verpflichtungen, wie mit kleinen Dornen, gespickt. 
Die piecksen schon gleich nach den Sommerferien und verlangen, dass ich mir Gedanken über die Geschenke mache, das eine oder andere schon besorge. Ich bin nicht bibelfest, aber ich weiß, dass nur der kleine Jesus Geschenke bekommen hat, nicht Maria, nicht der Ochs und auch keiner der Hirten. 
Es wurde auch nichts von weihnachtlichen Gelagen überliefert, nichts davon, dass Stall und Krippe in ein dekoratives Lichtermeer verwandelt wurden – Ochs und Esel hätte das nicht gefallen. Und nirgends steht, dass Maria für die ganze Meute Mazenbrot gebacken hat.

(Altarbild aus der Herz-Jesu-Kirche in Augsburg/Pfersee
– fotografiert von Sabine I.)
Deshalb, und weil wir den weihnachtlichen Rummel nicht mitmachen möchten, haben wir 
beschlossen, dass es für uns auch anders geht – ohne Verpflichtungen.

Weihnachtlich dekoriert wird nur das Wohnzimmer und das auch nur sehr reduziert. Plätzchen gibt’s, weil wir gerne backen, aber nur so viel wie wir auch tatsächlich selber essen. Die letzten sind dann spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag aufgegessen. 
Geschenke bekommen nur die Kinder. Die anderen, wenn überhaupt, ein selbstgemachtes Mitbringsel aus der Küche – Eierlikör oder selbst aromatisierten Essig, oder ein Chutney. 
An Heiligabend gibt’s ein leichtes Essen – meist ein Rezept aus meinem vegetarischen Lieblingskochbuch. 
So ganz ohne den Gedanken, was ich noch alles zu erledigen habe, kann ich die vorweihnachtliche Zeit genießen…
beim Besuch auf dem Weihnachtsmarkt…

                                 
bei winterlichen Spaziergängen…

                                      
oder einfach gemütlich auf meinem Sofa.

       

So wird die Vorweihnachtszeit tatsächlich zur “staaden Zeit” (stillen Zeit), so sagt man nämlich hier in Bayern dazu. 
Überhaupt keine Verpflichtung sondern eine große Freude ist es für mich, 
bei Lottas Adventskalender dabei zu sein. 
Vielen Dank liebe Lotta!

Liebe Sabine, ich danke Dir ganz herzlich für diesen wunderbaren und zum Nachdenken anregenden Post! Ja, ich finde auch…die “stille Zeit” kommt oft zu kurz…im Weihnachtstrubel..wie schade! Doch das kann man ändern…
Sabine lebt mit ihrer Familie in Augsburg, liebt das Leben, entdeckt gern Neues und experimentiert gern und oft mit der Mode…schaut einfach auf ihrem Blog vorbei!

Wie ist es bei Euch, türmen sich in der Weihnachtszeit eher die Verpflichtungen oder plant Ihr auch Zeit zur Besinnung mit ein?
19 Responses to “4. Türchen”
  1. Liebe Lotta,
    das Schenken lasse ich mir zwar nicht verbieten, denn mir bereitet das keinen Stress. Ich liebe es mir Gedanken zu machen, wie ich wem eine Freude bereiten kann. Allerdings lasse ich mich da auch nicht auf einen finanziellen Wert festlegen. Ich möchte mir die Freiheit nehmen das zu schenken, was mir für die betreffende Person gefällt.
    Und ich plane meinen Urlaub immer so , dass ich im Dezember 2 Wochen vor Heiligabend frei habe, damit ich dann die zeit genießen kann und das "Pflichtprogramm" ist bis dahin abgearbeitet. Das mache ich schon seit Jahren so und so bleibt diese Zeit etwas besonderes.

    Sei ganz lieb gegrüßt
    deine Karin

  2. Guten Morgen Ihr Beiden!

    Eine sehr gute Idee, so still und gemütlich, da kann man die Zeit gleich viel besser genießen. Jedoch ist das nicht immer leicht, gerade wenn man (mehrere) Kinder hat. Wir versuchen auch viel gemeinsam zu unternehmen und die vielen kleinen Besonderheiten in der Adventszeit auszukosten.

    Liebe Grüße,
    Sabine

  3. Liebe Lotta,
    ich versuche die Weihnachtszeit (alle anderen Tage natürlich auch) bewusst zu genießen. Ich freue mich auf die Familientreffen, bei denen man auf Familienmitglieder trifft, die man sonst nicht oft sieht. Vor einigen Jahren hatte mein Mann sogar noch die Idee an Heilig Abend so um die Mittagszeit zum Glühweinumtrunk unsere Freunde einzuladen. Im Hof wurde ein Feuer gemacht über dem der Glühwein dampfte. Wie bestellt hat es dann geschneit und das sogar richtig üppig. Es war traumhaft. Seit dem machen wir das regelmäßig und es kommt immer wieder gut an.
    Sehr schön geschrieben liebe Sabine ich danke euch beiden.
    Herzliche Grüße Alex

  4. …seit meine Kinder dem Schulalter entwachsen sind, liebe Lotta und Sabine,
    und selbständig ihren Vereins- und Hobbytätigkeiten nachgehen, ist es viel einfacher geworden, die Advents- und Weihnachtszeit nach den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen zu gestalten…und seitdem ist sie auch viel ruhiger und entspannter…

    wünsche euch einen schönen Tag,
    lieber Gruß von Birgitt

  5. Liebe Sabine, liebe Lotta,
    schön, dass Ihr so konsequent Euren Weihnachtsweg geht. Mir gefällt Deine Sichtweise sehr gut. Den ganzen Stress macht man sich häufig selbst, auch weil man meint, es MÜSSTE so sein. Wir machen in der Weihnachtszeit auch nur das, was WIR möchten und tanzen nicht auf jeder Hochzeit. Das geht einfach nicht und wir wollen das auch nicht mehr. Was die Deko angeht, da bin ich ganz ehrlich, da versuche ich zwar, weniger zu machen, aber irgendwie gelingt mir das nicht wirklich 🙂 Aber das ist eben auch eine eigene Entscheidung. Danke für diesen schönen Beitrag!

    Liebe Grüße
    Birgit

  6. Ein interessanter und sehr persönlicher Beitrag, den ich gerne gelesen habe.
    Wir sind große Liebhaber der Weihnachtszeit. Stress verursacht mir das nicht, weil ich versuche, mich nur mit Dingen zu beschäftigen, die mir guttun.
    Unter uns Erwachsenen gibt es meist Gutscheingeschenke für ein schönes Ereignis/Erlebnis. Die Wunschzettel der Kinder sind eigentlich recht moderat und umfassen auch Sachen, die wir sowieso brauchen z.B. neue Schlittschuhe o.ä. Dekorieren macht mir großen Spaß und auch wenn ich es in diesem Jahr reduzierter und natürlicher angehen lasse, ist es mir sehr wichtig. Wir erleben die Advents- und Weihnachtszeit irgendwie bewusster und intensiver, mit mehr Zeit füreinander und mit allen Sinnen. Lg

  7. Schöne Gedanken :-). Da ich mitten im kommerziellen Weihnachtstrubel arbeite, finde ich deine Gedanken noch viel besser

    Liebste Grüße zu dir 🙂

  8. Die Gedanken sind mir sehr nah, liebe Karin und liebe Lotta! Die Instrumentalisierung der "stillen Zeit" am tieferen Sinn des Weihnachtsfestes völlig vorbei, mit Lärm, Massenkonsum und grellblinkender Überfrachtung mit "Zeug" ist auch für mich nur schwer auszuhalten, aber ich kann ihm entgehen, ohne lieb gewordene Traditionen rund um das Fest und die Lieben um mich her zu vernachlässigen. Und ja: nur das Jesuskind bekam Geschenke. Lieben Gruß Ghislana

  9. naja, teils teils. wir versuchen die balance. und geschenke zaubern betrachte ichg jetzt weniger als verpflichtung, auch nicht backen oder schmücken – ich mache keinen schönheitswettbewerb daraus, sondern all das planen wir in die gemütlichkeit mit ein – weil wir freude machen wollen, zeigen wollen, dass wir einander liebhaben – darum geht's doch eigentlich. und dann sind so kleine aufmerksamkeiten keine verpflichtung, sondern eine herzensangelegenheit, die selber große freude macht…
    als verpflichtungen sehe ich dann eher die diversen veranstaltungen an – und selbst daraus versuchen wir das beste zu machen, denn aufs geigenkonzert freut sich der wirbelwind schon seit wochen – er sieht das so gar nicht als verpflichtung, sondern eben auch als herzensangelegenheit, dann ist's auch wieder gut. alles andere, wie "seh ich euch vor weihnachten noch?", "darf ich heute kommen, eure schönen sachen anschauen…" – das sind verpflichtungen, die ich seit dem wirbelwind gestrichen habe, ohne schlechtes gewissen – denn sie würden mir mehr stress machen, als dass ich sie genießen würde…
    lieben gruß euch beiden! auf eine entspannte vorweihnachtszeit!
    dania

  10. Die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest empfinde ich nicht als Stress, weil sie mir Freude machen. Es macht mir Freude etwas zu suchen, was einem geliebten Menschen Freude machen könnte, es macht mir Freude es schön zu verpacken und auch, mir etwas zu überlegen, was wir am Fest essen könnten. Zweige im Wald zu besorgen, einen Kranz zu binden, weihnachtlich zu dekorieren, Plätzchenbacken macht mir Freude und auch die Freude anderer zu sehen, wenn ich ihnen Plätzchen schenke.
    Gerade weil mein Alltag oft sehr stressig ist, empfinde ich alle Vorbereitung rund um Weihnachten als Geschenk. Die Gaben für meine Lieben besorge ich oft schon das Jahr über, so dass meistens keine Hektik vor dem Fest aufkommt. Sogar die Geschenke sind dieses Jahr schon alle verpackt. Und so können wir heute Abend auch entspannt über den Weihnachtsmarkt bummeln. 🙂
    Ich denke also auch, dass man sich den Stress selbst macht und dass der gar nicht notwendig wäre.

    Herzlich, Katja
    P.S.: Muss eigentlich nur ich der Kommentarfunktion immer mühsam nachjagen und sie einfangen, weil sie immer wegzippt?

  11. Bei uns bekommen auch nur die Kids Geschenke und die Erwachsenen einen Kleinigkeit. Das ist dann eh in der Regel ein Fotokalender… 😉

    Ich habe die Verpflichtungen total runtergeschraubt. Früher war das heftiger. Da ist man noch auf jede Vereinsfeier gegangen, aber da waren die Kids auch noch klein. Heute gehen sie alleine hin. Man muss maximal Mamataxi spielen. Aber dafür kann man sich auch mal kurz aus der Couch schälen.

    Allerdings an Heiligabend fahre ich essenstechnisch richtig was auf. Dafür gibt es an den Feiertagen nichts besonderes. Eben Reste oder eine Kleinigkeit. Ich muss aber sagen, dass mir das Kochen an Heiligabend auch Spaß macht.

    LG und eine besinnliches Adventszeit wünsche ich Euch

  12. Hallo Lotta und hallo Sabine 🙂
    ein schöner Text, finde ich schön, wenn man versucht der Weihnachtszeit etwas von ihrem ursprünglichen zurückzubringen 🙂
    Ich bin in der Vorweihnachtszeit auch immer etwas gestresst – wobei mich mehr die Menschen rund umher dazu bringen – der Verkehr auf dem Weg ins Büro ist deutlich mehr, die Geschäfte sind knallvoll – da bleibt man oft leider nicht unberührt 🙂
    Lieben Gruß und einen netten Abend Euch beiden 😉
    Björn 🙂

  13. liebe sabine, liebe lotta,
    ein schöner post!
    wir genießen die ruhige und gemütliche die advents- und weihnachtszeit auch sehr. die wohnung ist weihnachtlich geschmückt (in diesem jahr wurde nicht einmal das bad verschont *grins*) und irgendwie habe ich um diese zeit immer das gefühl, das es noch viel gemütlicher ist als den erst des jahres….
    lg und weiterhin eine muggelige Adventszeit
    mickey
    p.s. übrigens braucht man momentan wirklich viel fingerspitzengefühl um den kommentarbutton anzuklicken… der flutscht immer weg 🙂

    • Ich habe keinen blassen Schimmer, warum das so ist. Ich habe es ausprobiert…mal flackert es, mal nicht…Ich habe jetzt ein kleines Detail am Design geändert und hoffe, es bringt vielleicht ein wenig "Ruhe" rein…;o) LG Lotta.

  14. Liebe Sabine + liebe Lotta,
    ja das ist ein Post der mir aus der Seele spricht !
    Allerdings gelingt es mir leider nicht immer….dieser Stille genügend Platz zu schaffen !
    Ich arbeite daran *lach*
    Liebe Grüsse Mia

  15. Hallo Sabine und Lotta,
    stressfrei zur Weihnachtszeit – das ist schön und ihr habt für euch eine gute Lösung gefunden.
    Bei uns gibt es keine Geschenke mehr zu Weihnachten – war ein längerer Weg – und nun ist alles gut 🙂

    Liebe Grüße – Monika mit Bente – die vielleicht doch einen Knochen bekommen könnte …

  16. Schon wieder so ein schöner Post!
    Liebe Grüße,
    Markus

  17. nein, stress mach ich mir auch nicht mehr mit geschenken. ich liebe selbstgemachte kleinigkeiten, die ich gerne an die familie und freunde weitergebe. manchmal ist es nur ein stern, eine tüte mit plätzchen oder ein selbstgewundener kranz. das macht mir freude. weniger allerdings in der hektik der stadt vor weihnachten durch geschäfte zu jagen. wenn ich dann noch etwas brauche, bestelle ich es online, oft bei bloggerfreundinnen, die einen shop haben. das entspannt und macht auch den künstlern und kunsthandwerkerinnen freude.
    danke für deinen beitrag, liebe sabine!

  18. Liebe Sabine, liebe Lotta,
    Mich nervt eher der letzte Trubel auf der Arbeit, dieses muss noch fertig werden, das muss noch fertig werden.
    Geschenke mach ich auch gern selber – meine Verwandten bekommen alle selbstgemachte Seife 🙂
    Man darf sich wohl einfach nicht so unter Druck setzten lassen 🙂
    Ganz viele liebe Grüße
    sendet euch Urte 🙂

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