Die Sache mit den Tulpen…

…oder auch…Entwickelt der Garten manchmal ein Eigenleben?

Nach unserem Hausbau hatte ich eine Menge Pläne für unseren Garten, habe Bücher gewälzt, mich in Staudengärtnereien umgesehen, beim Nachbarn neugierig über den Gartenzaun geguckt. Der Traum vom Garten stand in meinen Vorstellungen fest…akkurate Beete mit Buchseinfassung, gerade gesäumte Wege, Staudenstaffelung nach Höhe und Farbe etc.
Nun sind einige Jahre vergangen und ich schaue etwas nachdenklich auf mein Gartenreich…Irgendwie hat mein Garten ein Eigenleben entwickelt…Nicht, das ich diesen Umstand besonders schlimm finde, aber es überrascht mich etwas. Die Gründe sind vielfältig…mangelnde Zeit, fehlendes “Kleingeld” für bestimmte Projekte,ganz eigene Pläne der Kinder, falsch eingeschätzte Wachstumsbedingungen sowie Bodenverhältnisse, Pflanzen, die sich nicht heimisch fühlen wollen, Pflanzen mit der Tendenz, alles zu okkupieren…u.v.m. Aber gibt es vielleicht noch einen anderen Grund?
Meine Tulpen von diesem Jahr zeigen sehr eindrucksvoll, was meinen Garten derzeit auszeichnet…ein buntes Sammelsurium, etwas planlos wachsend, zum Teil an ungewöhnlichen Orten, zum Teil sehr ausschweifend (…manche Wege muss man sich mit der Heckenschere bahnen…)…Es tauchen Tulpen auf, die habe ich nie gepflanzt…ich schwöre…

Als Kind habe ich verwilderte Gärten geliebt, bin dort auf Bäume geklettert, habe Insekten beobachtet, Wiesenblumen gepflückt…Ist das vielleicht ein Grund, warum sich mein Garten doch ganz anders entwickelt als eigentlich geplant? Passt vielleicht so ein akkurater Garten gar nicht zu meinem Naturell?

 

Meine Mutter hat so einen akkuraten Garten, der Rasen sieht aus wie gekämmt (…man darf ihn nicht betreten…). Meine Mutter liebt die Ordnung, ist immer sehr fleißig, sehr diszipliniert.


Ich bin es nicht.

Und genau deshalb wird mein Garten wohl ein Eigenleben führen,… er ist wie er ist…und so ist es gut.

 

Was mögt Ihr für Gärten?

27 comments
  1. Akkurate Gärten sind nicht mein Ding – die, wo man mit dem Lineal langgehen kann.
    Ich hab lieber Gänseblümchen im Rasen und die Blumen schön bunt verteilt.
    Ich liebe Bauerngärten, schön voll und schön bunt 🙂
    Etwas mehr Genauigkeit vielleicht im Gemüsebeet, sonst weiß man ja nicht, was
    dort wächst :))

    Liebe Grüße
    Sigi

  2. Liebe Lotta,
    Dein Garten hat ein Eigenleben sagst Du, dann passt er doch hervorragend zu Dir. Ich finde, was ich sehe, wunderschön. Genau so ein Garten ist es, der mir gefällt, mit versteckten Plätze und Überraschungen.
    Lieben Gruss von Sabine

  3. Du hast einen schönen Garten – einen zum Wohlfühlen.
    Gib deinen Wandertulpen meine Adresse 🙂
    Die Bilder gefallen mir sehr – besonders die Tulpen-Collage.
    Bin ganz begeistert wie viele Tulpen du hast – toll.

    Liebe Grüße – Monika

  4. Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Lotta!
    Ich mag Gärten, die geordnet sind, ganz streng, aber ich mag auch Gärten, die verwildert scheinen. Beides hat seine Reize! Ich versuche in meinen Garten ein wenig Ordnung hineinzubringen, aber wenn da oder dort eine selbstgesähte Pflanze das Licht erblickt, dann darf sie bleiben – wie gesagt, ich mag beides.
    Ich wünsche Dir einen wundervollen, sonnigen Start in die Woche!
    Liebe Grüße,
    Claudia

  5. Dein Garten sieht wunderbar aus und vor allen so urgemütlich. So ein Eigenleben im Garten finde ich gar nicht schlecht. Zumal es mir geht wie Dir. Eine Freundin aus Kindertagen hatte einen so zugewucherten Garten, in dem wir stundenlang spielen konnten. Alles war so zugewachsen, wie bei Dörnröschen und es war toll durchs Dickicht zu schleichen und im hohen Gras verstecken zu spielen…
    Liebe Montagsgrüße
    Sabine

  6. Hihi…auch mein Garten wildert so vor sich hin und auch bei mir wachsen Tulpen, die habe ich nie im Leben gepflanzt. Gerne hätte ich es etwas ordentlicher, aber so wie Dir machen es auch mir diverse Komponenten einen Strich durch die Rechnung.
    Aber Deine Fotos zeigen mir einen sehr schönen Garten.

    LG Verena

  7. Also dein Garten gefällt mir ausgenommen gut :-). Ich mag es sehr, wenn es nicht super akurat ist. Es ist Natur und irgendwie mag ich es sehr, wenn man das sehen kann. Deine Tulpen sind der Hammer 🙂

    Liebste Grüße zu dir 🙂

  8. Es geht mir ziemlich genau wie dir. Allerdings wollte ich keinen ganz akkuraten Garten, aber so einen, wie aus dem Gartenheft (nach Farben und Größen sortiert). Und es ist etwas chaotisch geworden, weil ich Pflanzen habe, die mir gefallen, aber wenig Ahnung habe von den Wachsbedingungen. Es ist also ein "try and error". Und ich mag's! Tulpen haben wir nur wenige, da sie so schnell die Köpfe hängen lassen. Die große Vielfalt in deinem Garten finde ich sehr schön!
    Liebe Grüße! Sonja

  9. So viele verschiedene Tulpen – wow ! Mir gefällt, was ich von deinem Garten sehe. Ich wollte nie einen "ordentlichen" Garten. Wir haben ihn komplett kahl übernommen und ich wollte schnell viel grün und bunt. Nach fast 4 Jahren habe ich das auch geschafft. Immer wieder gehen Pflanzen ein, überleben den Winter nicht, aber dann habe ich wenigstens dauerhaft etwas zu tun 🙂 lg

  10. Mir geht es genauso wie dir. Bei uns sieht der Garten in den Augen der Nachbarn gewiss "verwildert" aus. Manchmal erscheint es, als könnte der Zaun gerade eben noch das pralle überbordende Pflanzenleben halten, bevor es ausbricht 😉
    Deine Tulpenvielfalt ist doch wunderschön!! Der Garten muss schon zu einem passen.
    Liebe Grüße
    Andrea

  11. Ich mag genau das, verwilderte Gärten, Natur, die wachsen darf und Leben anzieht. Wo es erstaunlich Neues zu entdecken gibt, immer wieder. Dein Tulpensammelsurium gefällt mir 😉
    Alles Liebe
    Dania

  12. Ich mag Gärten wie deinen! Vielfalt, Pflanzengemeinschaften, die selbst zusammenfinden, Blumen, die aufgehen, obwohl man sie nie gepflanzt hat, verschiedene Insekten, Gänseblümchen und Wiesenschaumkraut im Rasen… Das ist für mich ein Wohlfühlgarten. Bei uns sind es oft Wühlmäuse und Maulwürfe, die Knollen und Wurzeln verschleppen. Deshalb gehen sie manchmal an Orten auf, wo WIR sie nicht gepflanzt hatten.
    Liebe Grüße
    Calendula

  13. Was nützt mir der schönste Rasen, wenn Kinder nicht drauf spielen dürfen? Garten ist Lebendigkeit für Pflanzen, Tiere und Menschen. Manche Pflanzen oder Tiere bleiben (nicht immer erwünscht), andere verweilen nur kurz. Laß Deinen Garten wie er ist, es ist DEIN Garten, er scheint zu Dir zu passen. Das ist durchaus als Kompliment gemeint.

    Mach weiter so

    Heckse

  14. Liebe Lotta, dein Garten ist ein Traum! Ich bin im Haus sehr, sehr ordnungsliebend, aber einen akuraten Garten kann ich mir nicht vorstellen. Pflanzen leben, sie sind doch keine Soldaten, die in Reih' und Glied stehen müssen. Lass deinem Garten sein Eigenleben und freue dich über seine wundervolle natürliche Ausstrahlung. Ohne deiner Mutter zu nahe treten zu wollen: Aber welchen Sinn hat ein Rasen, der nicht genutzt werden darf? 😉 LG

  15. ich mag verwilderte gärten total gerne. bei mir darf auch vieles wachsen und sich ausbreiten. bei brennesseln und giersch pass ich auf, dass es nicht zu schlimm wird und der vorgarten ist etwas gemäßigter.
    deinen garten finde ich wunderschön und er passt doch so gut zu dir! und alle insekten, vögel, igel und sonstiges getier freut sich auch!
    liebe grüße von mano

  16. Wenn Mütter so ordentlich sind, lehnen sich die Töchter auf, sie werden anders. Natürliche Gärten find ich auch viel schöner, aber mein Gras muss gemäht werden, ich behaupte auch nicht, es wäre Rasen.

    Sigrun

  17. Liebe Lotta,

    ich mag Gärten in denen ich etwas entdecken kann. Diese geraden glatt geharkten Flächen mag ich nicht gern.
    ich bin da aber recht offen, wir haben viele Bekannte, die riesige Gärten haben und diese gar nicht nutzen.
    Mein Garten ist aber mit dem meiner Eltern auch nicht zu vergleichen ;)!

    Liebe Grüße sendet Dir,

    Danny

  18. Hätte ich einen Garten, dann wäre es ein richtig schöner verwilderter. Mit Rasen den man betreten und bespielen darf. Dein Garten gefällt
    Mir sehr und ich glaube er paßt zu dir.
    Viele liebe Grüße
    Mickey

  19. Liebe Lotta,
    ich mag zugewachsene Gärten, unserer braucht noch eine Weile. Einen Golfrasen werden wir nie bekommen, da unser Grundstück von drei Seiten an Felder und Wiesen grenzt und somit sämtliche Samen zu uns fliegen können, das stört uns aber nicht. Gespannt bin ich auf Deine DSR, was ist es denn geworden?
    herzlich Judika

  20. Liebe Lotta
    Wunderschön deine Gartenfotos. Ich mag keine geschniegelten und spiessigen Gärten. Natürlichkeit ist mir da viel lieber. Toll, dass bei dir die Tulpen überall wachsen, bei mir passiert eher das Gegenteil; die verschwinden manchmal wieder mit der Zeit.
    Liebe Grüsse
    Sarah

  21. Liebe Lotta,
    da geht es dir wie mir 🙂
    Meinen Garten habe ich zwar akurat angelegt.
    Aber irgendwie wächst alles anders und viel wilder
    als geplant und es ist ok so 🙂
    Meine Tulpen machen auch was sie wollen.
    Gerade habe ich im weißen Garteneckchen gelbe Tulpen
    entdeckt!! Wer hat die da bloß eingepflanzt 🙂
    Auf jeden Fall gefällt mir dein Garten!
    Ganz viele liebe Grüße
    sendet dir Urte

  22. Ein charmant verwildernder Garten, der jährlich voller neuer Überraschungen und voller Pflanzen- und Tierleben steckt ist für mich ganz klar der schönste, den es für mich geben kann ;-). Angefangen habe ich auch mit dem Drang zu einem "ordentlichen" Garten, war ja "Trend" damals, aber genau wie bei dir: keine Zeit, kein nötiges Kleingeld – und dann kamen die Überraschungen, von denen ich die wenigsten selbst gepflanzt habe. Wind und Vögel und Ameisen tragen alles herbei, was bei uns im Sand und im Wald wachsen kann 😉 Ganz liebe Gartengrüße Ghislana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.