Ein Opernbesuch in Leipzig…

Nein. Ich bin kein Wagner-Liebhaber. Nicht wirklich. 
Aber mein Mann.
Und als liebende Ehefrau muss man sich damit arrangieren, wobei es sich ganz gut trifft, dass der Sohnemann ganz offensichtlich die Liebe zur Wagnermusik geerbt hat. Nun sitzt er sich in der Regel mit meinem Mann fünf Stunden den Popo platt.
Doch ich bin durchaus offen für Neues.
„Die Feen“ von Richard Wagner 
stand auf dem Leipziger Opernplan. 
Drei Stunden Spielzeit klang erträglich, also warum nicht mal hingehen… 

„Die Feen“ ist eine Oper, die Richard Wagner im Alter von 20 Jahren komponiert hat, hier stand er noch ganz unter dem Einfluss seines großen Vorbildes Carl Maria von Weber. Leider wurde diese Oper letztendlich erst 5 Jahre nach dem Tode Wagners erstmalig in München aufgeführt.

Das Opernhaus Leipzig wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Von 1956-1960 errichtete man ein für damalige Verhältnisse modernes Opernhaus im spätklassizistischen Stil. Der Architekt war Kunz Nierade. Im Vergleich zur Semperoper wirkt das Leipziger Opernhaus schlicht ( als ich das erste Mal in der Semperoper war, fühlte ich mich von diesem Prunk fast erschlagen…). Wenn mich jemand fragen würde, ob mir das Leipziger Opernhaus gefällt, dann bin ich unschlüssig. Es begleitet mich seit meiner Kindheit und ist mir damit sehr vertraut. Für die damalige Zeit ist es sicherlich recht aufwendig und kostenintensiv ausgestattet worden, ein Prestigeobjekt zu Ulbricht´s Zeiten…

Für mich war es ein sehr vergnüglicher Abend. Mir hat die Inszenierung sehr gut gefallen.
Meine beiden Experten meinten allerdings, die Musik wäre nicht ganz Wagner-typisch gewesen…
und…ganz Wagner-untypisch…es gibt ein Happyend…

Wer gern mal das Opernhaus Leipzig kennen lernen und einen Blick auf den Spielplan
 werfen möchte, klickt bitte HIER.

Welche Oper oder welches Opernhaus könnt Ihr empfehlen?

Liebe Grüße, Lotta.