Eine Liebeserklärung…

Ich wollte schon immer einen Hund. Der beste Ehemann von allen wollte keinen.

Zunächst sprachen die Umstände auch gegen die Anschaffung eines Hundes. In der Mietswohnung war die Haltung von Hunden verboten, die Arbeitszeiten waren zu lang, in der Verwandtschaft gab es gleich zwei, die offensichtlich eine Hundephobie hatten, von Allergie war auch die Rede…

Doch Umstände können sich ändern. Ich wechselte in die Selbständigkeit, die Mietwohnung wurde nach dem dritten Kind zu klein, die Idee eines Hausbaues reifte…Nun sah ich meine Chance…Ich wälzte Berge von Hundebüchern und plante ( heimlich ) das Haus um den Hund. Und der beste Ehemann von allen hat schon häufig die Erfahrung machen müssen, dass ich hartnäckig sein kann…

So zog schließlich doch ein Hund ein, ein SCHAPENDOES…ein niederländischer Hütehund.

Da gerade die Serie „Heidi“ im KIKA lief, wurde unser Hund von den Kindern auf den Namen JOSEF getauft. Josef eroberte in Kürze alle Herzen im Sturm. Mein Mann erklärt sich sogar freiwilligig bereit, bei Bedarf die sonntägliche Nachmittsrunde zu übernehmen. Und die Verwandtschaft bemühte sich, ihre Hundephobie zumindest während des Besuches bei uns abzulegen…

EIN LEBEN OHNE HUND KÖNNEN WIR UNS NICHT MEHR VORSTELLEN.
Er fungiert als Seelentröster bei den Kindern, hilft bei der Gartenplanung, indem er Löcher gräbt und damit die Bepflanzung vorgibt, er verhindert, dass die Zwiebelblumen wuchern und sorgt dafür, dass wir regelmäßig den Miniteich mit frischem Wasser auffüllen. Er freut sich über JEDEN Besucher, besonders über die Postfrau ( dann bekommt er Leckerli ). Seit seiner Kastration neigt er zum leichten Übergewicht und steht trotzdem schwanzwedelnd vor dem Kühlschrank, wenn der aufgeht. Er möchte eigentlich immer dabei sein und und kann dann SEHR traurig schauen, wenn es einmal nicht geht. Er ist geduldig und beobachtet trotzdem gespannt am Sonntagmorgen jede Regung im Schlafzimmer, die anzeigt, das die Herrschaften endlich aufstehen. Er ist verträglich mit allem und jedem. Er ist kein mutiger Hund, aber das kann er geschickt verbergen. Er liebt es, wenn die ganze Familie zusammen ist und hasst es, wenn jeder in eine andere Richtung geht. Er liebt lange Spaziergänge, zum Tierarzt aber muss man ihn tragen. Es ist ihm egal, ob wir fettige Haare haben oder Löcher in den Hosen, er mag uns trotzdem. Er geht gern im See baden und ärgert die Enten. Manchmal guckt er trottlig. Er hat Angst vor Fliegenklatschen. Er kann vor Freude tanzen und singen. Er liebt Kartoffeln und Quark. Er hasst Gewitter und Feuerwerk.

Als einmal eine Narkose notwendig wurde und ich beim Einschlafen des Hundes dabei sein durfte, bekam ich eine Ahnung davon, wie es sein würde, wenn er einmal nicht mehr die Augen aufmacht…Ich hoffe, er wird uns noch lange begleiten…

ER IST UNSER BESTER FREUND.

Liebe Grüße, Lotta.

22 comments On Eine Liebeserklärung…

  • Das letzte Foto ist genial, ein Josef zum Verlieben….diese verwirbelten Haare auf der Nase sind bezaubernd! Und deine Liebeserklärung an Josef ebenso!
    Ich halt's da mit C. Zuckmeyer…"Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum."
    LG
    Sisah und Sammy http://sammyimgarten.blogspot.de/

  • Hej Lotta,
    das letzte Bild ist ja sowas von, soifz, knuddeln!
    Deine Liebeserklärung zu schön!
    Mehr muß ich nicht sagen!!!!!
    ♥lichst
    Manuela

  • Hallo Lotta,
    schön hast Du das geschrieben…. Wenn er das lesen könnt, würd er Dich bestimmt dafür busseln.

    LG aus der Holledau, Steffi

  • Süß!! Das hast du wirklich nett geschrieben.
    Und: wir haben genau heute auch gerade einen Hund bekommen… er ist auch insbesondere für meinen Sohn, der derzeit eine schwere Phase durchmacht…!
    Viele liebe Grüße von Ann

  • Haustiere sidn immer etwas ganz besonderes und auch wenn man anfangs nicht so dafür war, wachsen sie einem ans Herz.
    Ich hab am Wochenende in Schwaben auch ganz schrecklich kitschigen Sonnenuntergangshimmel fotografiert – aber das ist die einzige Art Kitsch, die ich mag. Da machen wir am Samstag eben ein Kitsch-In heaven… 🙂

    Herzlich, Katja

  • Liebe Lotta! Wunderbar, wenn ein Hund so wie euer Josef ein "Familienmitglied" ist. Und wenn Kinder mit Tieren aufwachsen können ist das nie von Nachteil. Wir sind seit 15 Jahren "auf den Hund gekommen" und ein Ende ist nicht abzusehen ;o)
    Liebe Grüße schickt dir Nicole

  • hallo,
    ein sehr schöner und auch angenehmer blog. gefällt mir sehr.
    viele liebe grüße eva

  • Der ist aber auch zu süß. Und wie er sich mit der Katze versteht ist auch klasse.
    Ich bin leider auch zu viel zum Arbeiten weg, so dass wir keinen Hund halten können. Aber Katzen sind ja auch nett. 😉
    VG
    Elke

  • Ein zuckersüßer Post!
    Liebe Grüße,
    markus

  • Liebe Lotta,
    wundervoll hast Du Deine Hundeliebe in Worte gefasst!!! Josef ist aber auch sehr süß!!!

    Ganz liebe Grüße, Birgit

  • Klingt nach einem Traumhund. Ich wollte auch immer einen, dann hab ich Katzen bekommen. Die wollte ich eigentlich nie… Jetzt liebe ich sie! Irgendwann darf bei uns aber auch wieder ein Hund einziehen, vielleicht so ein Josef 😉

    lg, die Kärntnerin

  • Sehr schöner Beitrag! Und seit einem Jahr haben wir auch einen Hund und du sprichst mir aus der Seele! Ich habe sonst immer Katzen gehabt, aber nun kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne Hund war!? Unser heißt Cooper und macht uns sehr viel Freude!
    Liebe Grüße von Helga

  • Oh wie schön..ihr habt auch einen JOSEF. Unser Zottel zog 2010 bei uns ein..auch ein Josef…einfach die besten 🙂

    Liebe Grüße,
    Katharina und Josef

  • Dankeschön 🙂 Ja da sagst du was, passt wie die Faust aufs Auge!

    Wünsche euch auch einen guten Rutsch und ein gutes Jahr 2013!

    LG.

  • Liebe Lotta,

    Josef bei Heidi war aber ein bisschen größer ;)!
    Euer Josef sieht aus wie Kessi, unser Hund aus Kindertagen, wir liebten Kessi über alles, leider wurde sie eines Tages überfahren, das war furchtbar.

    Genial finde ich Deine Formulierung: Ich plante das Haus um den Hund.

    Herzliche Grüße
    Judika

  • ha ha, so eine süße Schnute!

  • Ich habe mir eben erst deinen Hundepost durchgelesen. Wieviele Parallelen ich da sehe. Mann, der lieber Katzen mag. Hundephobiker in der Familie und im Freundeskreis und dann ich, die sich so lange wieder einen Hund gewünscht hat, weil ich damit aufgewachsen bin. Nun ist es soweit und ich bin total happy (und gestresst, stöhn). Und Mann ist ganz verliebt in den Hund, weil der sich immer freut, wenn er heimkommt oder aus dem Badezimmer oder aus dem Schlafzimmer, lach.
    GLG Donna

  • Hallo Lotta,
    wenn ich einen Post über unseren Jack Russel machen müßte,
    könnte ich deinen fast 1:1 übernehmen.
    Außer dass sie eine totale Wasserratte ist, aber bei Regen nicht raus möchte.
    Komisch, nicht wahr?
    aber das Wasser das man sich aussucht,
    ist immer schöner als das, das ungewollt auf einem herunterprasselt.
    Am Anfang, als wir sie hatten, sah man im Garten genau ihre Route,
    denn da wuchs nichts mehr, noch nicht einmal mehr Unkraut.
    Inzwischen wird sie 13 Jahre,
    hatte schon mehrmals Giftköder gefressen und war auch
    schon 2x fast daran gestorben.
    Davor habe ich am meisten Angst, wenn ich sie einmal gehen lassen muß.
    Ich hoffe, dass das noch gaaaanz lange dauert.
    Wäre schon, wenn du auch mal bei mir vorbeischauen würdest.

    Euch eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr
    und dass euch der Josef noch ganz viel Liebe gibt.
    Nähoma

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