Zwiespalt

Ich fühle mich müde…manchmal unendlich müde…irgendwie ausgebrannt…
Die Dreifachbelastung ( viele sprechen ja von Doppelbelastung…ich nenne es Dreifachbelastung…) von Job, Kinder und Haushalt macht mir ehrlich zu schaffen. 
Ich wollte immer drei Kinder und kann mir nichts Schöneres vorstellen, als sie aufwachsen zu sehen. Aber ich habe auch einen Job und auch den möchte ich nicht missen. Das ist ein Zwiespalt.

Mein Mann übt im Prinzip den selben Job aus…von Gleichberechtigung aber eigentlich keine Spur…Geht das überhaupt? Dann müsste mein Mann nachts das vom Alptraum gequälte oder erkrankte Kind hören ( tut er nicht ), den Kuchen für den Kuchenbasar backen ( kann er nicht ), sehen, dass die Fenster geputzt werden müssten und dem Kind die Hosen zu kurz werden ( sieht er nicht )…
Ich glaube nicht, dass ich einen besonders renitenten Mann habe, er ist kompletter Durchschnitt…Liegt es nur an der Erziehung der zukünftigen Männer? Ich glaube, die Evolution hat nicht vorgesehen, dass es die Gleichberechtigung im Sinne der Frau überhaupt gibt. Es ist genetisch ( und hormonell ) vorbestimmt, welche Aufgaben auf die Geschlechter fallen…
Ich habe es versucht, habe meinem Mann mehr Aufgaben übertragen…es klappt nur bedingt. Werde ich darauf angesprochen, dass für mein Kind ( mal wieder ) kein Essen bestellt ist und ich darauf hinweise, dass dafür mein Mann zuständig ist, bekomme ich von der Hortnerin einen vorwurfsvollen und ungläubigen Blick. Ist das Geld für die Klassenfahrt noch nicht überwiesen, muss ich Rede und Antwort stehen…
Was ist Eure Erfahrung? Gibt es eine Hoffnung auf DIE Gleichberechtigung?
Liebe Grüße, Lotta.

25 comments
  1. Ach, Lotta,
    mir gehts oft auch so. Hoffnugn auf Gleichberechtigung brauchst Du Dir nicht zu machen, denke ich.
    Die Kinder werden größer und dann verlagert sich das Ganze.
    Ich glaube frau muß einsehen, dass ein Mann nur zu 60% wie eine Frau sein kann.
    D.h. er räumt beim Geschirrspüler nur den oberen Korb aus oder schüttelt nur die Bettdecken auf und läßt die Kopfkissen liegen.
    Oder wacht eben nicht auf, wenn ein Kind sich die Seele aus dem Leib hustet.
    Er kann die Kinder ja auch nicht in die Welt setzen, nur einen Miniteil dazu geben.

    (Erschreckend! Die Klassenfahrt-Bezahl-Arie habe ich grade wieder hinter mir;) )
    Aber es wird entspannter, das kann ich Dir versichern.

    Lieben "Kopf-hoch"-Gruß, vany

  2. Liebe Lotta,

    auch ich kann dir da keine Hoffnung machen….bei uns ist es genauso.

    Manchmal, wenn ich mal wieder überkoche klappt es dann ein Weilchen besser und dann……………
    Schlimm finde ich oft, daß mein Mann diese Unterschiede gar nicht soooo sieht…..ist doch alles halb so wild *grrrrrrr*

    Schicksal der Frauen ?????
    Inzwischen glaub ich fast jaaaaaaaaaaa !
    Aber zufrieden macht mich das nicht ;-(

    Vielleicht hilft es dir ja zu hören, daß es den meisten anderen Frauen / Müttern genauso geht ???

    Liebe Grüsse ( ich drück dich malk ganz fest ), Mia

  3. Nun ein Mann ist ein Mann und keine Frau. Es gibt Männer, die im Haushalt helfen, machen das aber nie wie eine Frau. Vielleicht auch, weil Frauen nie zufrieden sind?!
    Ich weiss es nicht. Als ich ein Kind hatte, ging beim Mann arbeiten und ich war zuhause, erzog das Kind und machte den Haushalt. Ich war sechs Jahre zuhause und diese Zeit hat mein Sohn auch gebraucht. Kindergarten, Schule usw. meiner Ansicht sollte eine Mutter einfach zuhause zu sein und dem Kind die Geborgenheit bieten. Im Hort, ich weiss nicht. Aber das ist Auffassungssache. Für uns war klar, wenn Kind dann bleibt einer zuhause und das war ich, weil ich auch weniger verdient habe, als mein Mann.
    Nach sechs Jahren ging ich auch wieder arbeiten, erst halbtags das ging auch ganz gut, das war mein Sohn dann so ca. 7 Jahre. Hat gut geklappt. Nach der Scheidung, da war mein Sohn 14 Jahre ging ich wieder ganztags arbeiten, auch das hat gut geklappt.
    Dann Abi und Studium und dann zog mein Sohn in seine eigene Wohnung.
    Heute habe ich meine eigene Wohnung, einen Freund mit eigener Wohnung und bin 63 Jahre alt. Ich bin froh, mein eigenes Leben leben zu können, finanziell abgesichert zu sein und demnächst in Rente zu gehen und dann ohne irgendwelche Sorgen usw. meinen Hobby nachgehen.
    Ich finde es klasse eine Frau zu sein und freue mich auf meinen neuen Lebensabschnitt.
    Alles Gute und liebe Grüßle Eva

    1. 6 Jahre zu Hause bleiben geht bei meinem Job nicht…Ich weiß auch nicht, ob ich das gewollte hätte…bin halt ein "Ostkind" ….kenne es gar nicht anders…Kindergarten…Hort…Für Deinen neuen Lebensabschnitt wünsche ich Dir alles erdenklich Gute!!!! LG Lotta.

  4. Liebe Lotta, Gedanken die wahrscheinlich keiner Frau fremd sind. Mein WInzer ist ja ein braver, aber eben ein Mann. Glücklicherweise muss ich auch wieder sagen, so ein Weichei (t'schuldigung) wär nichts für mich. BEi uns hat es sich auch so ergeben, dass ich den Haushalt beinahe alleine mache. Im Prinzip stört es mich nciht, er erledigt dafür die 'schweren' Arbeiten, die ich ja auch gar nicht machen möchte.
    Aber… ich hab mich immer als Karrierefrau gesehen, als modern und unabhängig. Bei mir ist es also nicht die Belastung, die mich manchmal ärgert (ich hab aber auch keine 3 Kinder, dann würd das wahrscheinlich anders aussehn), sondern mein Ego steht mir im Weg. Dann trägt er wieder einmal den Müll raus (nachdem ich 3mal gebeten hab), räumt den Geschirrspüler aus und räumt seine Klamotten zusammen (nachdem ich ihm überall Post-its hinterlassen hab mit 'räum mich weg' 'ich gehör in die Wäsche') und ich pumpe, presse und wasche dafür einen Tag im Weinkeller und mein Ego fühlt sich wieder wohl.
    Ähm okay, ich fürchte ich schweife ab…
    Also was ich eigentlich schreiben wollte. Die Evolution hat diese Gleichberechtigung nicht vorgesehen, da hast du recht. Allerdings hat sie für beide Vorteile und nicht nur Nachteile geschaffen.
    Einer davon ist, dass wir die Männer recht gut manipulieren (so ein böses Wort, aber ich mein es im guten Sinne) können. Nur wenn wir uns über etwas ärgern, dann versuchen wir sie mit der Brechstange zu ändern/zun überzeugen/dazu zu bringen, das zu machen was wir möchten. Ist aber meist gar nicht notwendig, ein Lächeln, eine Schmeichelei und schon schmelzen sie dahin.
    Der zweite ist, dass wir gar nichts beweisen müssen. Wenn du Arbeit, Kinder, Haushalt, Blog auf eine Reihe bekommst ist das SUPER, wenn nicht, dann macht das auch nichts, hol dir Hilfe oder reduziere etwas (wenn das zB bei Arbeit geht)! Andere schaffen nicht einmal die Hälfte und keiner sagt: ach schau dir die an…

    so, genug jetzt, ich wünsch dir alles Gute für deine Überlegungen und eine baldige Lösung dafür!

    herzlichst, die Kärntnerin

    1. Du bringst mich zum Schmunzeln….ja, mit der Manipulation ist was dran…ganz klar…die Frauen sind eben doch die Cleveren von beiden, oder? Ich möchte auch ganz bestimmt nicht tauschen mit dem Mann…ich bin gern eine Frau…LG Lotta.

  5. Liebe Lotta,
    auch wenn ich Dir da keine Hoffnung machen kann, ist geteiltes Leid halbes Leid!
    Bei mir läuft es auch so und bringt mich manchmal zur Verzweiflung! Ändern lässt sich diese unterschiedliche Arbeitsteilung bzw. Auffassung wohl nicht …wir dürfen als Mütter mit Job nur nicht ganz uns selbst vergessen! Ein tägliche Herausforderung wird es bleiben!
    Ganz herzliche Grüße von Swantje

  6. Das mit dem ganzen "Gender-Mainstream-Gequatsche" geht doch an der Biologie total vorbei. Ich glaube auch nicht, dass eine komplette Gleichstellung der Geschlechter jemals erreicht wird und ehrlich gesagt, finde ich das auch gut so. Wenn alle Menschlein gleich sind – wie langweilig ist das denn. Uns zieht ja gerade das Männliche irgendwie an…..
    Allerdings kann ich deine Beschreibung sehr gut verstehen. Bei uns ist das extrem. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob's der Mann echt nicht kann, oder ob er nur so tut, damit ich ihn demnächst verschone. Wenn die Töpfe regelmäßig an einem anderen Platz im Schrank stehen, dann räum ich die Spülmaschine eben lieber selber aus. Und wenn sich in der Wäschetrommel ein schwarz-hellrosa-Gemisch dreht – genau – dann wasch ich lieber selber. Vielleicht kann man die Männer gut einbeziehen, wenn man seinen eigenen Perfektionismus überwindet, aber wenn's dann im Chaos endet hat ja niemand was davon. Aber aufgeben gilt nicht, schließlich sind ja auch Männer lernfähig 😉 lg

    1. lernfähige Männer *prust*

      nein, ich finde, Du triffst es genau.

      Mein Exemplar geht tatsächlich mal einkaufen – und bringt das Falsche mit – kriegt (trotzdem) Lob und fragt mittlerweile, ob noch was mitzubringen ist. Ich bin arbeite seit zwanzig Jahren daran 😉

      Wie gesagt: Es entspannt sich – irgendwann….

  7. Wenn ich so etwas sage wie,Du kannst auch mal das oder das machen, putzen etc.. Dann heisst es nur, darauf habe ich keine Lust, schliessliche bin ich der Hauptverdiener, dann besorge eine Putzfrau.
    Na toll, ne Putzfrau..ich heb setz mich dann aufs Sofa und schau der zu, wie sie die Socken von meinem Mann aufhebt und seine Kekskrümmel vom Vorabend von Sofa saugt?
    Es gibt Wochen da stört es mich nicht so, danna aber puhhh es gibt Tage…naja.
    Ich hoffe es ändert sich noch im Laufe der Jahre. Wir kennen uns erst seid fünf Jahren (sind 4 verheiratet) da besteht noch Hoffnung, oder?

    LG Stefffi

    1. Ich glaube,Du bringst es auf den Punkt…es gibt Tage, da bekommt man als Frau alles gehändelt und es gibt Tage, da wächst einem alles über den Kopf…und dann fühlt man sich müde und ausgebrannt. Heute scheint hier wundervoll die Sonne, ich habe einen schönen Spaziergang mit Hund gemacht und fühle mich schon wieder viel besser…LG Lotta.

  8. Mein Mann und ich waren der Meinung, dass es einfach besser für ein Kind ist, die ersten Jahre zu Hause zu bleiben. Es ging bei meinem Job und ich konnte auch nach 6 Jahren problemlos wieder einsteigen.
    "Ostkind" nun ja, die Idee der DDR war aber eher so, dass die Regierung die Kinder von
    klein auf "unter Kontrolle" hatte. Es war wohl tatsächlich nicht gerne gesehen, wenn die Frauen zuhause blieben.

    Wenn ich sooo einen tollen Job hätte, wie Rechtsanwältin o.ö. dann würde ich ihn auch nicht aufgeben, ob ich allerdings dann Kinder, Haus, Garten usw. wollte, eher nicht.
    Das würde mir auch über den Kopf wachsen. Wenn aber, dann hätte ich z.B. wie unsere Amtsleiterin eine Frau tagsüber zuhause, die den Haushalt wirft usw. und ich würde nach Hause kommen und hätte eine saubere Bude. Aber so, nein! Es kommt eben immer drauf an, was man möchte.
    LG Eva

    1. Also ich weiß nicht, ob das in der DDR so weit ging, dass die Regierung die Kinder im Auge behalten wollte…Es war schlicht so, dass man mit einem Gehalt mit 3 Kindern nicht überleben konnte…Ich glaube, ich und meine Kinder haben keinen Schaden genommen, indem sie in Kindereinrichtungen gehen mussten. Und ich fand es manchmal ganz entspannend, wenn sich bei meiner Mutter nicht alles nur um Kinder drehte…Es war allerdings früher schon einfacher, Job und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Die Elternabende und Schulfeste wurde noch komplett von den Lehrern organisiert…Unterrichtsmaterialien sowieso…in die Schule kam der Arzt zum Impfen…als Kind habe ich mich komplett selbst um Musikschule und Sport gekümmert…Heute ist das aufgrund von weiten Wegen und Gefahren und Verkehr nicht mehr immer so möglich.
      Ich denke schon, dass das eigentliche Problem daran liegt, dass es nach wie vor nicht wirklich möglich ist, mit den Männern Aufgaben um Kinder und Haushalt zu teilen, wenn beide berufstätig sind…Und wenn Schulfeste und Theaterauftritte von Kindern 13.30 Uhr beginnen, gerät die berufstätige Mutter auch in Konflikte und Stress…LG Lotta.

    2. Ich als ehemaliges DDR Kind muss sagen, das ich froh bin, das diese Zeiten wirklich vorbei sind. Das was Du beschreibst, was so praktisch war, ist genau das was der Staat wollte, um die Kinder, respektive Eltern im Auge behalten zu können. Es gab schon oft diese Diskussion im Bloggerland, was habe ich mir da schon für Dresche eingehandelt. Es ist eben so: ein Mann kann keine Frau sein und eine Frau kein Mann. Wenn man es einmal akzeptiert hat, kommt vieles von allein. Wenn man das eine will, muss man das andere (in dem Fall ein vielleicht nicht soooo super aufgeräumter Haushalt und Kinder, deren Essengeld eben nicht bezahlt wird. Ob die Kinder insgesamt zu kurz kommen, muss jeder mit sich selbst abmachen. Und das für Kinder und von Kindern Feste schon so zeitig anfangen, liegt sicher zum einen an Lehrern / Erziehern, aber auch, weil es für die Kinder besser ist, wenn nicht alles immer so spät am Tag stattfindet. Die finanziellen Argumente sind sehr stark, zeitig wieder arbeiten zu gehen. Aber man kann es schaffen, wenn man will. Ich arbeite von zu Hause aus mit den Kindern bei mir. Schwer, aber machbar. Habe ich mir das so vorgestellt früher? Nein, aber man muss sich der Situation anpassen als Mutter. Meine Mutter blieb zu DDR Zeiten 6 (!) Jahre mit uns Kindern daheim und mein Vater hatte ein kleines Handwerkergehalt. Da war natürlich nicht der jährliche FDGB-Urlaub drin und auch kein Trabi. Wir fuhren Bus und Zug. Meine Mutter ist im Übrigen Juristin. Danach kam sie wieder problemlos in einen Job und keinen schlechten. Man kann. Man muss nur wollen und kämpfen.

    3. Also ich weiß nicht, das geht mir dann doch etwas zu weit…was sollte denn der DDR Staat für ein Vorteil gehabt haben, Kindergartenkinder im Auge zu behalten? Ich habe trotz staatlichem Kindergarten später die Christenlehre besucht und den Konfirmandenunterricht. Meine Mutter war Ärztin und konnte definitiv nicht 6 Jahre zu Hause bleiben…und ein FDGB Urlaub stand der "Intelligenzklasse" ohne Parteizugehörigkeit sowieso nicht zu…Wir haben als Kinder bei einem Nebenverdienst helfen müssen, damit wir uns ein Auto leisten konnten, welches meine Mutter für ihre Dienste brauchte. Ich möchte ganz sicher NIE wieder DDR Zeiten, aber die Kindergarten – und Hortbetreuungen waren sicherlich nicht die schlechtesten…Was heutzutage als Hortbetreuung bezeichnet wird, ist dagegen eine Katastrophe, insofern freue ich mich für Dich, dass Du von Zuhause arbeiten kannst und auf den Hort nicht angewiesen bist. LG Lotta.

    4. Es kommt sicher immer darauf an, welche Erfahrungen man damit gemacht, welchen Lebenslauf man erfahren durfte. Ich bin so ein Opferkind, meine Schwester auch. Erklärtes offizielles Ziel aller Erzieher und Pädagogen war es, das Kind im sozialistischen Sinne zu erziehen. Ein evtl. Mangel an sozialistischer Gesinnung musste ausgeglichen werden, notfalls das Kind der Familie entzogen. Auch wenn Du es nicht glaubst, es sind keine Einzelfälle. Es gibt im Übrigen auch sehr viel Literatur zu diesen Themen, im letzten Jahr gab es ebenfalls sehr viele Fernsehberichte zu diesem Thema im MDR. Sehr interessant alles, wenn man sich die Berührung mit dem Thema zutraut.
      Das einige Menschen davon nichts mitbekommen haben, kann Glück sein, kann auch andere Gründe haben. Es ist immer schön zu hören, bzw. zu lesen, das nicht alle solche schlechten Erfahrungen machen mussten, denn sie wirken tatsächlich ein Leben lang nach. Sicher kannst Du Dir vorstellen, was für ein Gefühl ist es, als Neunjährige von einem netten Stasionkel verhört zu werden. Literaturtipp: "Beschädigte Seelen – DDR-Jugend und Staatssicherheit".
      Viele Grüße
      Karoline

    5. Liebe Karoline, was Du erlebt hast, tut mir sehr leid und natürlich habe ich in den Medien verfolgt, wie es zum Beispiel Heimkindern oder Kindern in Erziehungslagern ging. Nur wäre es jetzt ungerecht, alle Kindereinrichtungen der ehemaligen DDR über einen Kamm zu scheren. Viele Kindereinrichtungen sind Ende der 50iger Jahre entstanden, weil man schlicht die Arbeitskarft der Frauen dringlich brauchte.
      Ja, so einen Stasionkel habe ich auch kennengelernt…Ich kann nur allen geschädigten Kindern der ehemaligen DDR wünschen, dass das Unrecht aufgearbeitet wird und das man letztendlich Frieden findet. Kaputte Seelen lassen sich allerdings nicht immer flicken…leider. LG Lotta.

  9. Ganz ehrlich? NEIN! Gibt es nicht. Bei uns immer wieder und ganz oft Thema … leider. Gleichberechtigung ist nur ein nettes Wort, welches sagt: Männer gehen nicht mehr alleine das Geld verdienen, während Frau sich um den ganzen Rest kümmert, sondern Frauen gehen mit das Geld verdienen und kümmern sich trotzdem noch um den ganzen Rest.
    WIR sind eben das starke Geschlecht, WIR können eben viel Dinge gleichzeitig, WIR … bekommen von allen möglichen Seite eingeredet, dass das auch genau so sein muss …
    Ich glaube, Frauen werden Mütter, während Männer immer Söhne bleiben …

    Liebste Grüße,
    Sonja

  10. Tut mir leid, diesen Satz kann ich nicht nachvollziehen und kann nur von einer Frau kommen.
    Es gibt es Männer und es gibt Männlein, genauso wie es Frauen gibt oder
    Fräulein.

    Mag sein, dass manche Männer Weicheier sind, ich bin froh, ausser einem Geschäftskollegen noch nie einen kennengelernt zu haben.

  11. Ich kenne Familien, in denen es Gleichberechtigung gibt. Aber dafür braucht es auch einen ganz bestimmten Typ Mann, der sicherlich nicht so häufig ist, denn er muss eine Mutter gehabt haben, die ihm auch beigebracht hat, dass es so und nicht anders sein soll und die waren vor 30, 40 Jahren noch dünn gesäät.
    Da ich mein Kind alleine aufziehe und unseren Lebensunterhalt verdiene, bin ich sowieso für alles alleine verantwortlich. Das ist mehr Arbeit, aber es erspart mir auch leidige Diskussionen und offensichtlich viel Frust über nicht vorhandene Gleichverteilung. Hier kann nichts verteilt werden. 😉

    Ob gesunde Ernährung möglich ist oder nicht finde ich inzwischen nicht mehr so extrem eine Frage dessen, ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt. Frisches Brot, Gemüse und Obst in Bioqualität und/oder aus der Region haben (in Süddeutschland zumindest) auch die Discounter und vieles was man auf dem Land direkt vom Bauern kaufen kann ist auch nicht gespritzt, obwohl nicht Bio draufsteht. Oft ist es nur leider teurer als im Supermarkt, das ist ein Argument, wie zum Beispiel beim Fleisch.

    Lieber Gruß,
    Katja

  12. Ohhh, was fuer eine Diskussion! Klasse! Ich bin auch der Meinung, dass leider genetisch bedingt Männer einen fehlenden Sinn fuer die zu erledigenden Alltäglichkeiten haben…Wir sind beide (ich jetzt in zwei Wochen wieder) voll berufstätig, haben den selben Beruf und sollten von daher relativ gleichberechtigt sein, was Haushalt, Kinder, etc. angeht. Hier in Finnland ist es auch ueblich, dass eine Frau nach 9-12 Monaten zu Hause mit dem Baby wieder arbeiten geht und das Kind in die KiTa kommt (was hier zumindestens nichts mit Beeinflussung seitens des Staats zu tun hat). Aber wer macht die Wäsche? Wer saugt ab und putzt? Dreimal darf man raten – ich natürlich! Mein Mann ist wirklich ein Lieber, der sich nachts oft um unseren Kleinen kuemmert und auch oft fuer uns kocht – aber so manche Sachen sieht er eben (wie die meisten Männer) nicht…Obwohl ich manchmal schon der Meinung bin, dass z.B. das Wäscheaufhängen in "Klumpen" auf´s Gestell eine Masche von ihm ist, damit ich dann sagen: lass mal, ich mach das! 😉 Hach, hierueber könnte man ewig schreiben…
    LG, Appelgretchen

  13. Liebe Lotta,

    ich lese wieder quer, ich lache – nicht über diesen Post -, sondern über Dialekte.
    Hiermit oute ich mich, ich bin Konsonantenschänderin, also gebürtige Fränkin. Damit erübrigt sich die Frage ob ich sächisch errrroddisch finde.

    Gleichberechtigung:

    Ich bin Mutter von 4 Söhnen, das besondere daran, sie haben alle den gleichen Vater und sie sind immer 5 bzw. 6 Jahre auseinander, also betreiben wir / ich seit vielen, vielen Jahren das Kinderaufzuchtprogramm.
    Wir hatten alle Varianten, ich sorgte sowohl für den Familienunterhalt und für das /die Kinder, während mein Ehemann auswärtig studierte / arbeitete und nur am Wochenende zu Hause war, und ich war ettliche Jahre Vollzeithausfrau. Derzeit bin teilzeit beschäftigt und arbeite viel von zu Hause, mittlerweile leben nur noch Sohn 3 und 4 dauerhaft bei uns, die beiden älteren Söhne studieren bzw. arbeiten auswärts und sind nur noch sporadisch zu Hause.

    Aktuell bin ich auf Grund einer Schulter-OP, Spätfolge eines Fahrradsturz außer Gefecht. Meine Männer haben heute geputzt, ich verziehe mich dann lieber, sonst lasse ich mich zu Kommentaren hinreißen und Streit ist vorprogrammiert. Männer sehen viele Dinge einfach ganz anders wie wir Frauen. Manchmal möchte ich einfach nur schreien und davon laufen, das tue ich dieses Jahr wieder. Nochmals Elbsandsteingebirge, diesmal tschechischer Teil, Du verstehst wegen dem Dialekt!

    Grüße Judika

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