Zwiespalt

Ich fühle mich müde…manchmal unendlich müde…irgendwie ausgebrannt…
Die Dreifachbelastung ( viele sprechen ja von Doppelbelastung…ich nenne es Dreifachbelastung…) von Job, Kinder und Haushalt macht mir ehrlich zu schaffen. 
Ich wollte immer drei Kinder und kann mir nichts Schöneres vorstellen, als sie aufwachsen zu sehen. Aber ich habe auch einen Job und auch den möchte ich nicht missen. Das ist ein Zwiespalt.

Mein Mann übt im Prinzip den selben Job aus…von Gleichberechtigung aber eigentlich keine Spur…Geht das überhaupt? Dann müsste mein Mann nachts das vom Alptraum gequälte oder erkrankte Kind hören ( tut er nicht ), den Kuchen für den Kuchenbasar backen ( kann er nicht ), sehen, dass die Fenster geputzt werden müssten und dem Kind die Hosen zu kurz werden ( sieht er nicht )…
Ich glaube nicht, dass ich einen besonders renitenten Mann habe, er ist kompletter Durchschnitt…Liegt es nur an der Erziehung der zukünftigen Männer? Ich glaube, die Evolution hat nicht vorgesehen, dass es die Gleichberechtigung im Sinne der Frau überhaupt gibt. Es ist genetisch ( und hormonell ) vorbestimmt, welche Aufgaben auf die Geschlechter fallen…
Ich habe es versucht, habe meinem Mann mehr Aufgaben übertragen…es klappt nur bedingt. Werde ich darauf angesprochen, dass für mein Kind ( mal wieder ) kein Essen bestellt ist und ich darauf hinweise, dass dafür mein Mann zuständig ist, bekomme ich von der Hortnerin einen vorwurfsvollen und ungläubigen Blick. Ist das Geld für die Klassenfahrt noch nicht überwiesen, muss ich Rede und Antwort stehen…
Was ist Eure Erfahrung? Gibt es eine Hoffnung auf DIE Gleichberechtigung?
Liebe Grüße, Lotta.