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Neues Jagdschloss Hummelshain

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Wie ich schon im letzten Beitrag erwähnt hatte, gibt es eine Menge Schlösser und Burgen in Mitteldeutschland. Das Neue Jagdschloss Hummelshain gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die mein Mann und ich dank lieber Freunde bei einer Entdeckungstour durch Thüringen kennenlernen durften.

Hummelshain liegt im Süden des Saale-Holzland-Kreises und ist zusammen mit Schmölln vermutlich mit der Rodung der Waldgebiete um das Jahr 1000 entstanden. Das Neue Jagdschloss Hummelshain wurde als eines der letzten Schlösser 1880 geplant und im Neorenaissancestil errichtet. Der Turm des Schlosses hat eine Höhe von 48 Metern und ist weithin sichtbar.

Die wald- und wildreiche Umgebung von Hummelshain war seit dem ausgehenden Mittelalter ein Zentrum der landesherrlichen Jagd, zunächst der wettinischen Kurfürsten und Herzöge, dann der Herzöge von Sachsen-Gotha und Altenburg sowie von Sachsen-Altenburg.

Nachdem 1872 ein Flügel des Alten Schlosses abgebrannt war, begannen unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg die Planungen für einen Schlossneubau. 

Bis zum Ende der Monarchie war das Hummelshainer Schloss bevorzugter Sommeraufenthalt der Altenburger Herzöge und deren Familien und Mittelpunkt der alljährlichen Hofjagden, 1891 und 1894 u. a. mit Kaiser Wilhelm II.

1920 erwarb der Pößnecker Fachzeitschriftenverlag Carl Gustav Vogel das Neue Schloss. 1944 wurde es beschlagnahmt und bis 1945 als Lazarett der REIMAHG genutzt. Ab 1947 bis 1992 war im Schloss ein Jugendheim untergebracht, später ein Jugendwerkhof, der 1992 geschlossen wurde.

Im Jahr 1998 verkaufte der Freistaat Thüringen das Schloss an ein Leipziger Unternehmen, das hier eine Forschungseinrichtung etablieren wollte. Die Pläne scheiterten jedoch; da das Unternehmen seinen Sanierungsverpflichtungen nicht nachkam, setzte der Verfall des Schlosses ein.

Um das Fortschreiten der Schäden zu verhindern, beantragte Förderverein Schloss Hummelshain e. V. auf Grundlage eines 2015 mit der Eigentümergesellschaft abgeschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrages Denkmalpflegemittel und veranlasste erste Sicherungsmaßnahmen. 2017 wurde das Schloss als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft und die Sanierungsarbeiten begannen.

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