Im Rahmen meiner Ausbildung verschlug es mich im Dezember erneut in das erzgebirgische Schwarzenberg. Ich nutzte diese Gelegenheit, um mich auf dem Schwarzenberger Weihnachtsmarkt umzusehen. Der Schwarzenberger Weihnachtsmarkt gehört zu den schönsten Adventsmärkten in Sachsen und findet jedes Jahr vom Freitag vor dem zweiten Advent bis zum dritten Adventssonntag statt. Er schlängelt sich entlang der Gassen der Altstadt und reicht vom Schloss bis zum „Oberen und Unteren Tor“.

Die festlich geschmückten Straßen und Gassen bieten verschiedene Stände mit Volks- und Handwerkskunst und kulinarischen Angeboten, während im Schlosshof ein mittelalterlicher Markt zum Eintauchen in vergangene Zeiten einlädt.
Höhepunkte sind der Schwarzenberger Märchenumzug am zweiten Adventssonntag und die Große Schwarzenberger Bergparade am dritten Adventssamstag.
In Schwarzenberg am „Unteren Tor“ befindet sich die älteste noch erhaltene Großpyramide der Welt von 1934. Die Idee zum Bau hatte der Großindustrielle und Förderer der erzgebirgischen Volkskunst Friedrich Emil Krauß, sie wird deshalb auch als Krauß-Pyramide bezeichnet.
Das Pyramidengestell ist eine metallene Stangen-/Stabkonstruktion mit fünf Etagen und diversen Verzierungen. Fast alle Originalfiguren fertigte 1933/1934 der Sachsenfelder Werkzeugmacher und Hobbyschnitzer Paul Lang, Schaf und Steinbock stammen aus der Werkstatt von Paul Winkler aus Bermsgrün. Die heutigen Figuren sind Kopien, die Originale werden im Museum „Perla Castrum“ auf Schloss Schwarzenberg aufbewahrt.

Im Erzgebirge ist es aus meiner Sicht zur Weihnachtszeit am schönsten. Überall in den Fenstern leuchten Schwibbögen und Sterne, jeder Ort besitzt mindestens eine Pyramide. Es riecht nach Glühwein und Räucherkerzen.














































„Oh Arzgebirg wie bist du schie!“
Anton Günther


