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Ein Bummel durch Bad Langensalza

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2–4 Minuten

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Das Bundesland Thüringen ist immer wieder eine Reise wert. An einem sonnigen Aprilwochenende haben sich mein Mann und ich aufgemacht, um uns Bad Langensalza anzuschauen, eine Stadt, die wirklich sehr lohnenswert ist.

Bad Langensalza ist ein staatlich anerkannter Kurort mit der Artbezeichnung Schwefel-Sole-Heilbad. Seit dem 28. Juni 1956 trägt die Stadt den Namenszusatz Bad. Seit dem 22. Juni 2002 nennt sich Bad Langensalza „Rosenstadt“. In der Stadt finden sich zehn Themengärten und Parks sowie eine sehr schöne Kuranlage.

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde erstmals ein Ort namens Salza in Verbindung mit einem Kloster urkundlich erwähnt. Um 1300 wurde die Stadtmauer mit vier Eingangstoren fertiggestellt, von der heutzutage noch vier Stadtmauertürme erhalten geblieben sind. Ein verheerender Stadtbrand legte 1711 Teile der Altstadt in Schutt und Asche. Die anschließend im prachtvollen Barockstil entstandenen Bürgerhäuser prägen noch heute das Bild der Stadt.

Dominierendes Bauwerk in der Altstadt ist die Marktkirche. Sie wurde im gotischen Stil aus Langensalzaer Travertin errichtet und gehört zu den größten Stadtkirchen Thüringens. Zudem ist ihr 81 Meter hoher Turm eine weithin sichtbare Landmarke. Die zweite große Pfarrkirche der Altstadt ist die Bergkirche, eine spätgotische, dreischiffige Basilika, die der historischen Jacobsvorstadt als Pfarrkirche dient. Leider waren beide Kirchen noch geschlossen.

Rathaus mit Glockenspiel

Nachdem ein verheerender Brand 1711 das Rathaus zerstört hatte,  erfolgte 1742 die Grundsteinlegung für ein neues Rathaus, welches 1752 fertiggestellt wurde und sich seit diesen Tagen unverändert mit seinen Mauern aus altem Tuffstein präsentiert.

Das Glockenspiel am Rathaus besteht aus 32 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 1.250 kg und wurde von der Glocken- und Kunstgießerei in Sinn gefertigt. Die größte Glocke hat einen Durchmesser von 66,10 cm und ein Gewicht von 181,0 kg. Die kleinste Glocke hat einen Durchmesser von 18,5 cm und wiegt 10,0 kg. 14 verschiedene Melodien stehen zur Auswahl, welche nach Jahreszeit oder Anlass jeweils um 12 Uhr und 18 Uhr erklingen.

Friederikenschlösschen

Das Friederikenschlösschen ist ein spätbarockes Lustschloss, welches 1749/50 für Friederike von Sachsen-Gotha-Altenburg als Sommerresidenz errichtet wurde. Dazu gehört der Schlösschenpark mit der Orangerie, dem Pavillon mit einem Brunnen für schwefelhaltiges Wasser und der alten Remise, die eine Historische Druckerei beherbergt.

Arboretum

Der Baumpark „Arboretum“ befindet sich auf dem Areal der ehemaligen Gottesackerkirche und zeigt sich in ständig wechselnden Blütenkleidern, die einen Besuch von Frühjahr bis Herbst lohnenswert machen.

Im Arboretum wachsen derzeit rund 220 verschiedene Arten von Gehölzen, die 23 Pflanzenfamilien zugeordnet werden können. Ein besonderes Highlight sind die Skulpturen aus Holz und Muschelkalk von neun Künstlern aus vier Ländern. 

Die Gottesackerkirche aus dem Jahr 1734 wird heutzutage als Konzertkirche „St. Trinitatis“ genutzt. Das Hannoveraner Denkmal erinnert an die Schlacht von 1866 bei Langensalza.

BUND-Natur!Garten und Umweltzentrum

Einen ganz zauberhaften Ort habe ich nahe dem Burgturm entdeckt, den Bund-Natur!Garten mit Café, naturnaher Bepflanzung, reizvollen Beeten und Spielecke. Hier kann man auf eine Entdeckungsreise gehen und den Duft der Blumen, das Summen der Bienen und die Farben und Formen der Blumen, Sträucher und Gräser genießen. 

Der Burgturm mit seinen ca. 16 m hohe Turm stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert ist damit der älteste Turm der Stadt. Man kann ihn zu den Öffnungszeiten besichtigen.

Das NATUR!GARTEN-Café wird von der Bäckerei Esche betrieben und versorgt die Gäste saisonal mit Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien. Leider waren wir (wie immer ;-)) zu früh am Tag unterwegs.

Öffnungszeiten:

Mittwoch – Freitag: 13 – 17 Uhr
Samstag/ Sonntag/ Feiertag: 13 – 18 Uhr

Bad Langensalza hat uns sehr gut gefallen und wir werden auf jeden Fall im Sommer wiederkommen und sämtliche Gärten näher ansehen.

☞ Tipp: Ein wirklich liebevoller und umfangreicher Reisebericht über Bad Langensalza findet sich auf dem Blog „Ninas Fachwerkliebe“.

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