Tee

Eine Tasse Tee gefällig…?

Der Weg zum Himmel führt an der Teekanne vorbei.

Der Sommer macht bei uns gerade Pause. Wenn es das Thermometer kaum noch über 15 Grad schafft und die feuchte Kälte einem über die nackten Füße bis zu den Beinen hochkriecht, dann kommt eine Tasse Tee gerade recht. Ich persönlich trinke allerdings bei jedem Wetter Tee…auch bei über 30 Grad…zur Verwunderung meiner Familie. Tee ist für mich wahrscheinlich das, was der Kaffee für andere ist…;-).

Teekanne

“Man trinkt den Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen.”

 T’ien Yiheng

Bereits um 2700 vor Christus soll ein Chinesischer Kaiser das Getränk als Aufputschmittel entdeckt haben. Der Legende nach kochte er sein Wasser aus Gründen der Hygiene ab. Dabei flog das getrocknete Blatt eines Strauches der Camellia Sinensis in die Tasse des Kaisers. Der sah die Verfärbung, roch den Duft, probierte das Getränk und erfreute sich an dem guten Geschmack. Die aufmunternde Wirkung bemerkend, war er so begeistert, dass er den Strauch fortan kultivierte.

Sicher fest steht, dass ca. 450 nach Christus Buddhistischen Mönche Tee als Heil- und Genussmittel weit verbreitet haben. Nach Europa kam der Tee Anfang des 17. Jahrhunderts. In Deutschland fand der Tee zunächst in Ostfriesland Verbreitung. In Hannover, das damals zur britischen Krone gehörte, wurde 1743 das erste Teegeschäft Deutschlands eröffnet.

Der Tee gehört zu der Gattung der Kamelien.

Der immergrüne Strauch hat dunkle, gezahnte, lederartige Blätter. Die Blüte ist weiß bis rosa, die Frucht klein mit harter Schale (ähnlich einer Haselnuss). Die Vermehrung geschieht heute kaum noch mittels Samen, sondern vegetativ, d. h. von ertragreichen Mutterbüschen werden Stecklinge gezogen.

Das Wort Tee wurde im 17. Jahrhundert aus dem niederländischen thee ins Deutsche übernommen. Die ursprüngliche Verwendung von frischen Teeblättern wurde abgelöst durch gezielte Fermentation und Trocknung, damit der Tee länger haltbar blieb. Heute werden beim Tee (im engeren Sinne) vier traditionelle Formen unterschieden, die sich vor allem im Grad der Oxidation unterscheiden:

  • Grüner Tee
  • Weißer Tee
  • Oolong-Tee
  • Schwarzer Tee

sowie zwei weitere, weniger verbreitete Spezialitäten:

  • Pu-Erh-Tee
  • Gelber Tee

Im weiteren Sinne gehören zum Tee als heißes Aufgussgetränk natürlich auch Kräutertees und Früchtetees dazu. Verwendete Pflanzenteile sind je nach Sorte der Pflanzen Blätter, Knospen, Blüten, Früchte, Stängel, Rinde oder auch Wurzeln.

Nach Wasser ist Tee das am häufigsten konsumierte Getränk der Welt.

Tee

Die größten Teeverbraucher in der Welt sind (Stand 2012, Quelle Wikipedia):

  1. Kuwait 295 Liter pro Kopf und Jahr
  2. Irland 242 Liter pro Kopf und Jahr
  3. Afghanistan 229 Liter pro Kopf und Jahr
  4. Türkei 221 Liter pro Kopf und Jahr
  5. Großbritannien 213 Liter pro Kopf und Jahr

Falls der Sommer zurückkehrt, hätte ich für Euch ein Tee-Rezept, welches ich im Internet entdeckt habe:

Hugo-Eistee.

Für vier Personen:

  • 5 Beutel Pfefferminztee
  • 1000 ml Wasser
  • 2 Limetten (bio)
  • 4 Stängel Minze
  • etwas Holundersirup

Den Tee wie gewohnt zubereiten und auskühlen lassen. Die Limetten mit warmem Wasser waschen, gut trocken reiben und achteln. Die Eiswürfel abwechselnd mit den Limettenstücken und je drei Minzeblättern auf die Gläser verteilen. Den Holundersirup nach Geschmack mit dem kalten Tee gut vermischen und das Ganze auf die Gläser aufteilen. Den Hugo-Eistee mit Minze garnieren. Mit einem Schuss Rum wird der Hugo-Eistee zum Feierabend-Getränk.

“Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, solange ich ein Bett und ein Glas Tee habe.”

Theodor Fontane

Mögt Ihr Tee? Welche Sorte trinkt Ihr am liebsten?

P. S. Ich hoffe mal, die Kommentarfunktion zickt nicht wieder herum…;-).

19 comments
  1. Guten Morgen, liebe Lotta,
    eine gute Tasse Tee, da sage ich nicht Nein *lächel*
    Danke für den ausfürhlichen Post über den Tee!
    Ich trinke am liebsten Pfefferminztee aus Mama’s Garten, sie trockne t ihn jedes Jahr und im Winter ist es immer wieder ein Hochgenuß, ihn aufzubrühen!
    Ansonsten trinke ich gern grünen Tee oder auch schwarzen Tee mit Milch ;O)
    Aber, zwischendruch auch immer wieder gern Kräutertees oder Früchtetees…dann aber kalt, statt Wasser …
    Hab einen wundervollen und genussreichen Tag und Zeit für die ein oder andere Tasse Tee !
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

  2. Ich bin immer wieder von deinen Bildern fasziniert, bei mir klappen die Innenaufnahmen nicht wirklich.
    Auch ich trinke tagsüber Kräutertee, am Morgen einen Grün-Tee.
    Meine Nachbarin verkauft in ihrem Hofladen, sie betreibt Obst- und Beerenanbau,
    Hugo-Sirup einfach köstlich. Danke für diesen spannenden Beitrag.
    Liebe Grüsse
    Christa

    1. Innenaufnahmen…ein wirklich schwieriges Thema…Blitzlicht hasse ich…und Tageslichtlampen auch nur eine Notlösung…es geht eben nichts über natürliches Licht. Liebe Grüße.

  3. Morgen Lotta,
    Tee, nun ja, ab und an mal. Aber man kann ja auch eine Zermonie draus machen, siehe Japan.
    Manchmal trinke ich Tee, aber da muß schon viel passieren, mir ist Kaffee einfach lieber auch hier gibt es verschiedene Sorten.
    Aber Tee ja, man kann tatsächlich eine Weltanschauung draus machen.

    Mir schmeckt übrigens Earl Grey Tee hervorragend und wie der entstanden ist, ist ja auch recht net.t. Aber das wissen wir ja, gell?

    Na dann guten Tee und immer etwa im Haus.

    Gestern habe ICH und das will schon was heißen, gefroren.

    Lieben Gruß Eva

  4. Ach liebe Lotta, Teeeeeeee…., auch mein Lieblings-Heißgetränk… Leider “aus Gründen” kein Schwarztee (Earl Grey…, Ostfriesischer…) mehr, auch kaum noch Grüner, dafür Pfefferminz-/Zitronenmelisse aus eigener Ernte, Erzgebirgischer (!) Kräutertee, Ingwer/Zitrone und “zum Kaffee” Roiboos mit Vanille ;-), unterwegs oft Ayurveda-Kräutertee mit Honig und Milch… Liebe Grüße und bald mal wieder vielleicht, auf einen Tee 😉 Lieben Gruß Ghislana (heute hier erst mal Sonnenschein…!)

  5. Klar mag ich Tee, wir haben ein reiche Auswahl davon in unserer grooooßen Teeschublade. Morgens beginnt der Tag immer mit einem Grüntee. Mittlerweile wurde auch der Kaffee zum zweiten Frühstück von Matcha-Tee (Matcha Latte, heute mal mit Cashew”milch”) abgelöst. Ab dem Herbst steigt der Teeverbrauch (Früchte-, Chai-, Kräutertee etc.) hier im Haus eh wieder stark an.
    Du hast die Erinnerung an meinen Schüleraustausch nach England geweckt. Auf Nachfrage der Gasteltern bekam ich am ersten Morgen englischen Kaffee zum Frühstück. *Schüttel* In der Zeit drüben gewann ich englischen Tee mit Milch lieb und so blieb es bis heute. Schwarzer Tee mit Zitrone? Kann ich mir seitdem gar nicht mehr vorstellen. Schön war auch die Teezeremonie mit frischem Minztee in Marokko. Seitdem haben wir mindestens 4-5 verschiedene Minzsorten im Garten. Dein Hugo-Eistee wird dann hier im Hause natürlich mit frischer Minze getestet.
    Liebe Grüße
    Andrea
    PS. meine Devise nach C.S.Lewis “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.”

  6. Ich habe mich aufgrund deines Beitrages eben mal mit dem Gelben Tee beschäftigt.
    Ist schon sehr interessant…
    Bei mir gibt es mehr Kaffeebohnen als Teeblätter.Nur wenn es draußen so richtig
    ungemütlich ist und/oder eine kleine Erkältung sich ankündigt, gibt es einen Tee.
    Aber ich habe schon viele Teesorten probiert und halte mich auch sehr gern in
    guten Teeläden auf.Eine bevorzugte Sorte habe ich nicht,aber immer einen kleinen
    gemischten Vorrat.
    Liebe Grüße
    Uta

  7. Der Fontane wieder :-))) herrlich!
    Wir trinken ebenfalls Tee im Hochsommer – kalt eben.
    Ich beginne jeden Morgen mit dem Aufsetzen von Teewasser und koche zwei Kannen für die Kinder, die nehmen Tee zum Frühstück und auch mit in die Schule.
    Mit Grüntee kann ich mich gar nicht anfreunden, Schwarzer mal ab und zu, vielleicht jetzt öfter 🙂
    Aber ansonsten gibt’s hier alle erdenklichen Teesorten.
    So ganz nebenbei hab ich auch eine Schwäche für hübsche Teekannen….
    Liebe Grüße

  8. Jaja, du und deine zickige Kommentarfunktion 😉
    Ich mag das englische Nachmittags-Tee-Ritual, auch wenn ich annehme, dass außer den
    “5 Freunde(n)”, dass nicht wirklich viele Engländer abhalten. Das hat sowas von Ruhe und Einkehr (und der kleine Snack dazu ist auch nicht zu verachten 😉
    Am liebsten trinke Earl Grey, süß und mit Milch (generell trinke ich Tee nur gesüßt, während in meinen Kaffee keinesfalls Zucker reindarf).
    Mein Schwager hat mich mal vor x-Jahren zu meinem Geburtstag (wir waren gerade zusammen Skifahren, also mit Anhang) in ein ganz feines Hotel in einem schweizer Nobelort eingeladen. Ich muss sagen, dass hatte was. Tee im Silberkännchen und so, Live-Pianomusik im Hintergrund.
    Und meine englische “Hausherrin” bei einem Sprachkurs in London, trank nachmittags immer einen Tee und hörte dabei klassische Musik, während sie gemütlich in ihren kleinen Garten blickte. Lustigerweise denke ich an dieses “Bild” ziemlich oft.
    Liebe Grüße
    Jutta
    P.S. Im Sommer mag ich auch gerne frische Pfefferminze mit heißem Wasser überbrüht.

  9. morgens und nachittags liebend gerne frisch aufgebrühten darjeeling – den kauf ich schon ewig in großpackungen bei der teekampagne. ab und ans schon mal grünen, gern den mit jasmin. mittags und abends kräutertees in allen varianten, du weißt ja: auch kamillentee sehr gerne! aus dem garten frische minze, zitronenverbene und zitronenmelisse, gern auch gemixt, ein paar scheibchen ingwer dazu – sehr lecker, auch kalt. ich hab übrigens für fast jede teesorte meine eigene tasse oder den eigenen becher!!
    jetzt muss ich doch mal gucken, was gelber tee ist.
    liebe grüße, mano

  10. Und jetzt ‘nen Tee … Tee geht immer 🙂 Schwarz, grün, fruchtig … lecker – jeder auf seine Weise. Mit Wölkchen in Ostfriesland oder mit süßer Milch in Malaysia … immer wieder lecker 🙂

    Ich mag auch keinen Blitz – dann lieber Iso – gefallen mir die Bilder zum Tee!

  11. Liebe Lotta,

    dein Exkurs zum Thema Tee war sehr interessant.
    Ich mag Tee, besonders im Winter – da ich (auch) keinen Kaffee trinke.
    Am liebsten mag ich Earl Grey, aber auch Kräutertee. Nur kein Pfefferminztee.
    Morgen fahren wir nach Italien, ich hoffe die 14°C auf dem Thermometer heute
    früh, gehören dann der Vergangenheit an.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

  12. …im Winter trinke ich wesentlich mehr Tee, liebe Lotta,
    als im Sommer…morgens immer zuerst einen Earl grey, dann tagsüber Kräutertee…eine Mischung oder frische Minze aus dem Garten…interessant, was du so alles über den Tee weißt…mit deinem Hugo-Eistee könnte ich es aber auch im Sommer mal probieren, der klingt richtig gut,

    liebe Grüße
    Birgitt

  13. Im Sommer mag ich am liebste roten Früchtetee, ziemlich dick aufgesetzt und dann kalt mit Sprudelwasser gemischt. Wenn es kühl ist mag ich am liebsten Earl Grey. Pfefferminz mag ich aber auch. Deshalb danke für das Rezept!
    LG Jennifer

  14. Ich liebe den Geruch von Tee.. doch musste ich leider schon in Kindertagen feststellen, er schmeckt mir nicht (immer). Jetzt habe ich festgestellt, dass es der aromatisierte Schwarztee ist, der mir nicht mundet. Kräutertees mag ich total gerne.. frische Minze aus dem Garten.. mmmhh!! Danke für den Hugo ;)) und allerliebste Feriengrüße, Nicole

  15. Tee – gibt es bei uns täglich, seit ich denken kann. Schon in meiner Ursprungsfamilie wurde Abend für Abend Tee gekocht. In der Familie meines Mannes war es genauso. So habe ich es vor über dreißig Jahren übernommen. Meist Kräutertee – und wenn der selbst gesammelte alle ist, kaufe ich welchen, vorwiegend Brennnesselmischungen, Pfefferminze, Zitronenmelisse…. Solange diese Kräuter im Garten und auf den Wiesen zu finden sind, gibt es auch täglich frischen Kräutertee. Zusammen mit frischen Holunderblüten- ein Genuss!

    Für den Winter trockne ich viel.
    Da kommen auch noch andere Blätter, Blüten, Früchte dazu.
    Ein paar Flaschen Holunderblütensirup koche ich selbst ein, den verwende ich schluckweise im Winter, um den Geschmack zu verbessern.

    Liebe Grüße sendet elsie

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