Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, über den Leipziger Südfriedhof mit der Kamera zu streifen und auf Motivsuche zu gehen. Bei jedem Besuch entdeckt man irgendetwas Neues. Und jede Jahreszeit hat ihren Reiz.
Hier ruht in Hoffnung der Unvergänglichkeit, was sterblich war.
Grabinschrift aus dem 18. Jahrhundert
Neben dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf und dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin gehört der Südfriedhof in Leipzig zu den größten parkähnlichen Friedhöfen Deutschlands. Die Anlage wurde durch den Stadtbaurat und bedeutenden Architekt Hugo Licht (1841-1923) und Gartendirektor Otto Wittenberg (1834-1918) entworfen.
Die 1910 eröffnete Kapellenanlage mit ihrem 60 Meter hohen Glockenturm hatte die romanische Klosteranlage Maria Laach in der Eifel zum Vorbild und gilt als das größte Friedhofsbauwerk in Deutschland.
Auf dem Gelände des Friedhofes findet man etwa 10 000 Rhododendronbüsche und viele wunderschöne alte Bäume, darunter botanische Besonderheiten wie den Amberbaum, die Mahonie oder den Urweltmammutbaum. Es brüten etwa 60 Vogelarten in der Region.
Auf dem Friedhof sieht man, wie die Zeit vergeht.
Otto Baumgartner-Amstad
Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten Leipzigs wurden auf dem Südfriedhof beigesetzt, u. a. Lene Voigt, Werner Tübke, Kurt Masur, Wolfgang Mattheuer, Klaus Renft, Fred Delmare, Arthur Nikisch, Arno Rink, Fritz Baedecker, Ottmar Gerster oder Erhardt Mauersberger, Georg Christoph Biller uvm.




































Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus.
Joseph von Eichendorff
Wer übrigens immer noch der Meinung ist, die Unterstützung von Kriegen wäre eine gute Idee, der findet auf dem Südfriedhof genügend Gegenbeispiele.


