Pirna

Heute stelle ich Euch eine weitere charmante Stadt an der Elbe vor, die geprägt ist durch eine reizvolle historische Altstadt mit prachtvollen Bürgerhäusern, wunderschöne kleine Läden, Cafés und Restaurants. Sie liegt am oberen Beginn der Elbtalweitung, wo die Wesenitz von Norden und die Gottleuba von Süden in die Elbe münden. 

Die sächsische Große Kreisstadt Pirna wurde 1233 erstmals urkundlich erwähnt. In der Dresdner Gemäldegalerie sind mehrere historische Stadtansichten Pirnas zu bewundern. Angefertigt wurden sie vom berühmten italienischen Vedutenmaler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto.

Über die Stadt erhebt sich das Schloss Sonnenstein, eine teilweise erhaltene Burgfestung mit umfangreich angelegten Außenanlagen. Heutzutage wird die Schlossanlage zu großen Teilen als Landratsamt genutzt. Viele Jahre davor fungierte die Festung als Heilanstalt und nahm in dieser Funktion in der NS-Zeit auch am Euthanasie-Projekt teil.

Immer wieder in der Geschichte wurde Pirna vom Hochwasser heimgesucht. Über die ersten bekannten Hochwasser in den Jahren 1427 und 1432 berichtete der Pirnaer Dominikaner und Chronist Johannes Lindner. Vom 16. bis 18. August 1501 wurde das Elbtal, verursacht von einem neuntägigen Regen in Böhmen, von einem besonders schweren Hochwasser heimgesucht. In Pirna erreichte das Wasser die Kanzel und die Kante des Taufbeckens der Klosterkirche. Auch 1510 wurden bei einem Elbhochwasser weite Teile der Innenstadt überflutet, der Markt stand komplett unter Wasser.

Am 31. März 1845 gab es ein großes Elbe-Hochwasser, das weite Teile der Altstadt von Pirna überflutete. Der Pegel in Dresden erreichte 8,77 m und es flossen etwa 5700 Kubikmeter pro Sekunde in der Elbe ab. Am 23. Juli 1957 und am 6. Juli 1958 ereigneten sich durch überdurchschnittliche Regenfälle starke Hochwasser der Gottleuba, die große Teile der Altstadt überfluteten und Zerstörungen verursachten wie zuvor 1897 und 1927. Unter anderem zerbarst dabei die Eisenbahnbrücke der Elbtalstrecke an der Dampferanlegestelle in der jetzigen Dohnaischen Straße. 

2002 wurde Pirna wieder vom Elbhochwasser erfasst. Nach heftigen Starkregenfällen überfluteten am 12. August 2002 die Flüsse Seidewitz und Gottleuba nahezu ohne Vorwarnung weite Teile der Innenstadt. Nach dem Rückgang dieses Hochwassers überflutete dann ab dem 14. August die Elbe die Innenstadt sowie die elbnahen Siedlungsbereiche in Copitz, Nieder- und Obervogelgesang, Posta und Pratzschwitz. Dabei erreichte die Elbe am 17. August einen Pegelhöchststand von 10,58 Metern, etwa ein Meter mehr als beim Hochwasser von 1845. Die Gesamtschadenshöhe belief sich auf etwa 175 Millionen Euro. Betroffen waren etwa 360 Betriebe und 1000 Häuser,12.500 Personen mussten evakuiert werden.

Die Innenstadt und die elbnahen Bereiche von Pirna waren im Juni 2013 erneut von schweren Überschwemmungen durch die Elbe betroffen. Der Wasserstand der Elbe erreichte dabei eine Höhe von 9,66 m. Bis zum 5. Juni 2013 mussten etwa 7700 Menschen evakuiert werden. Etwa 1000 Gebäude standen im Wasser. Die Gesamtschadenshöhe belief sich etwa auf etwa 69 Millionen Euro (Quelle: Wikipedia).

Bitte zur Ansicht der Bilder auf die Galerie klicken.

Wie auf all meinen recht spontanen Wochenendausflügen waren auch in Pirna die Bedingungen für fotografisch ansprechende Bilder nicht ideal. Die Sonne stand zu hoch, die Schatten waren zu präsent. Ich zeige meine Fotos trotzdem, um einen kleinen Eindruck der Stadt zu vermitteln.

Sehr stimmungsvolle Bilder von Pirna fand ich auf der Seite von Norbert Kaiser. Er erklärt auch, warum es nicht ganz einfach ist, die Stadt Pirna fotografisch ins rechte Licht zu rücken.

One Response to “Pirna”
  1. Sehr schön. Bestimmt einen Besuch wert. Nur, als NG bleibt mir reisen verwehrt.

    Ja, die Zweiklassengesellschaft ist Realität geworden. Ich stelle mich auf schlimmere Einschränkungen ein, auch wenn wir noch nicht aufgegeben haben. Noch sammeln wir Unterschriften für ein 2. Referendum, das immerhin die drei übelsten und nachträglich hinzugefügten Artikel des Covid-Gesetztes erneut zur Abstimmung bringen kann, wenn bis zum 8. Juli genügend Unterschriften zusammenkommen.

    Es tut mir im Herzen weh, was läuft und was so viele nicht sehen (wollen, können). Es gibt tatsächlich Leute, die denken, im September ist alles vorbei …

    Regula

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