Wenn man von Leipzig nach Hamburg mit dem Auto unterwegs ist, bietet es sich an, einen Abstecher in die schöne Stadt Lüneburg zu unternehmen. Die Hansestadt liegt ungefähr 50 Kilometer südöstlich von Hamburg am Rande der Lüneburger Heide und ist bei jedem Wetter eine Reise wert.

Ich mag die norddeutsche Besonderheit, Gebäude aus sichtbaren Backstein zu errichten. Besonders reizvoll sieht dabei Backstein in Kombination mit Fachwerk aus.

Die Salz- und Hansestadt Lüneburg gehört zu den wenigen Städten Norddeutschlands, die ihren historischen Kern unzerstört durch den Zweiten Weltkrieg retten konnten. Allerdings haben die Vernachlässigungen der Bausubstanz bis in die 1960er Jahre hinein und die Schäden im Senkungsgebiet zu Lücken im historischen Stadtbild geführt.

Der Abbau von Salz bescherte der Hansestadt einst einen beachtlichen Reichtum. Ein Großteil der Stadt ist unterhöhlt von einem Salzstock, der vom Grundwasser abgelaugt wird. Heute sinkt der Boden im so genannten Senkungsgebiet der Stadt über dem Salzstock dramatisch ab und hat schon mehrere Gebäude zerstört.

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Mir ist bewusst, dass man sich in zwei Stunden (inklusive ausgiebigem Frühstück im Museumscafé) nur einen groben Überblick über diese zauberhafte Stadt verschaffen kann. Beim nächsten Besuch ist auf jeden Fall eine Übernachtung und ein Abstecher in die Lüneburger Heide geplant.