Ein Ort des Friedens…

Ich höre bei der Autofahrt sehr gern Radio, vorzugsweise „MDR Figaro„.
Eine Kategorie gefällt mir ganz besonders: „Figaros Fragen“.
Immer nach dem gleichen Schema werden bekannten Persönlichkeiten aus Politik und Kultur Fragen gestellt. Eine dieser Fragen lautet:
„Gibt es für Sie einen Ort des Friedens?“.
Diese Frage möchte ich heute einfach mal aufgreifen und dem Bloggerland stellen.
Ich habe ganz klar einen Ort des Friedens…
Eine Kirche ist für mich ein Ort des Friedens…und ganz speziell meine Lieblingskirche:
Es gibt für mich keine schönere Kirche…kein Kirche, in der ich mich so zu Hause fühle. Die Thomaskirche ist für mich der Inbegriff für Heimat. Viele, viele Erinnerungen hängen für mich an diesem Gotteshaus.

Die Geschichte der Thomaskirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Der berühmte Thomanerchor wurde bereits 1212 gegründet und ist somit einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands.
Zu Pfingsten 1539 predigte hier der Reformator Martin Luther.
Von 1723 bis 1750 wirkte Johann Sebastian Bach als Thomaskantor in der Thomaskirche. Nachdem Bach zunächst auf dem Spitalfriedhof der Joahnniskirche bestattet wurde, fanden 1950 seine Gebeine  ihre letzte Ruhe im Altarraum der Kirche.
Die Thomaskirche verfügt über zwei große Orgeln.
Auf der Chorempore des Thomanerchores steht die ältere der beiden großen Orgeln. Das romantische Instrument wurde in den Jahren 1885 bis 1889 von dem Orgelbauer Wilhelm Sauer erbaut.
Im Bachjahr 2000 errichtete der Orgelbauer Gerald Woehl (Marburg) an der Nordwand auf der Nordempore gegenüber dem Bach-Fenster eine weitere Orgel, die sog. Bach-Orgel. Dieses Instrument dient maßgeblich der Wiedergabe der Orgelwerke Johann Sebastian Bachs, die sich auf der Sauer-Orgel nur bedingt darbieten lassen.
( Quelle: wikipedia )
1889 wurden im Chorraum und an der Südseite farbige Fenster eingesetzt. Die fünf Chorfenster schuf Professor Alexander Linnemann aus Frankfurt am Main
Die Fenster auf der Südseite zeigen die folgenden Motive: Gedächtnis-Fenster für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges; König Gustav II. Adolf von Schweden; Johann Sebastian Bach; Martin Luther mit Kurfürst Friedrich dem Weisen von Sachsen und Philipp Melanchthon ; Felix Mendelssohn Bartholdy (seit 1997); Kaiser Wilhelm I. Im Oktober 2009 wurde diese Reihe ergänzt durch das Friedens-Fenster im Entwurf von David Schnell, das an 20 Jahre friedliche Revolution erinnert 
( Quelle: wikipedia ).
Die heutige äußere Gestalt der Kirche ist vor allem von Renovierungen und Umbauten des 19. Jahrhunderts geprägt.
Mit der Musik von Johann Sebastian Bach bin ich aufgewachsen. Hunderte Motteten habe ich während meiner Schulzeit besucht. Wenn ich einen letzten Musikwunsch in meinem Leben hätte, dann wäre es mit Sicherheit ein Stück von Bach.
Die Fotos habe ich mit einer kleinen Kompaktkamera gemacht, die Qualität ist nicht überragend.
Und nun seid Ihr dran…Was ist Euer Ort des Friedens?
Bis zum 31.03.2015 dürft Ihr Euren Beitrag hier verlinken.
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32 comments On Ein Ort des Friedens…

  • Ein sehr persönlicher Beitrag! Auch für mich sind Kirchen Orte des Friedens – aber nicht alle.

    Sigrun

  • Guten Morgen, liebe Lotta,
    das ist eine wunderschöne Kirche, und ein wunderbarer Beitrag! Danke für die beeindruckenden Bilder!
    Kirchen können ein Ort des Friedens sein, aber, es gibt auch viele andere Orte, die das sein können. Für mich ist zum Beispiel mein Gärtchen ein Ort des Friedens, oder ein schöner Wald, ein See, es kommt immer drauf an …..
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

  • nach Deinem Post von Samstag habe ich mir Sorgen um Dich / Euch gemacht, möge er oder sie Frieden gefunden haben.
    Deine heute vorgestellte Kirche ist wunderschön, dass Du klassische Musik liebst, hast Du ja schon öfters geschrieben.
    Orte des Friedens finde ich in der Natur, zufällig schreibe ich heute über eine Kapelle auf einem besonderen Berg in der Hessischen Rhön.
    herzlich Judika

  • Guten Morgen.
    Tolle Kirche. 🙂 Mein Ort des Friedens? Zuhause oder am Meer.

  • mein ort..der wald mit hohen tannen … wie eine gothische kirche… liebe grüsse

  • Ich muss wirklich mal in Leipzig vorbei kommen.
    Nicht nur zur Wollmesse.
    Was du gerade alles für Aktionen ins Leben rufst…
    Ich mache mir Gedanken was mein Ort des Friedens ist.
    Liebe Grüße
    Andrea

  • Und in dieser Kirche habe ich vor 9 Jahren gestanden am Grab von J.S.B und habe geweint, weil ich es bis dahin immer noch nicht fassen konnte, dass es mir aus dem Westen nun möglich war, an dieser Stelle zu stehen… ( So ist es mir allerdings immer gegangen, wenn wir nach Osten gefahren sind, beim Anblick der Wartburg, in Naumburg, in Halle, in der Nikolaikirche…) Aber J.S.B ist bietet auch Frieden, einen inneren…
    Hier in Köln nimmt diesen Platz natürlich der Dom ein.
    LG
    Astrid

  • Guten Morgen,
    Orte des Friedens… Für mich in jedem Fall meine Insel samt Strand und rauschendem Meer 😉
    Liebe Grüße,
    Sabine

  • Eine interessante Frage, die ich mir tatsächlich noch nie gestellt habe.
    Wenn ich darüber nachdenke, ist für mich höchstens das Grab meiner Omi ein Ort des Friedens. Allerdings auch ein trauriger Ort.
    Schöne Grüße
    Jutta

  • Ein wunderbarer Beitrag. Man spürt mit jedem Satz, dass es für dich DER Ort ist. Und Bach ist ganz sicher auch gut geeignet, um inneren Frieden zu finden, allerdings auch, sich in innere Aufruhr zu versetzen. Für mich habe ich keinen definierten Ort ausmachen können. Die Natur ist bei mir wohl am besten geeignet, Frieden zu finden.
    Liebe Grüße

  • Guten Morgen Lotta,
    tja, das ist eine gute Frage, da werde ich heute mal drüber nachdenken.
    Da ich mich zu Hause ausgesprochen wohl fühle, würde ich auch das als Ort des Friedens bezeichnen – im ersten Moment. Allerdings findet hier ja das komplette Leben statt, und das ist nun mal nicht n u r friedlich.
    Meine Heimatkirche hätte ich auch genannt, aber die wird aus Kostengründen umgebaut und das Dorf ist gespalten und zerstritten über diese Aktion, was sehr schade ist und sicher noch lange nachwirken wird. Aber wenigstens kann sie als Kirche erhalten werden, anderswo werden sie geschlossen und verkauft. Und eine Gaststätte darin könnte ich mir nun mal so gar nicht vorstellen.
    Auch wenn ich mit der katholischen Kirche als Institution gerade sehr zweifele, bin ich sehr gerne in Kirchen und oft kommen mir vor Ergriffenheit die Tränen, auch wenn ich das nicht gut in Worte fassen kann. Dann denke ich allerdings in dem Moment auch nicht daran, wie unchristlich ich manches von der Kirche ausgehende Verhalten finde sondern denke an Trost und Hoffnung, die diese vielen Menschen schenkt und geschenkt hat.
    P.S. ich habe heute zu Dir verlinkt, o.k.?!
    liebe Grüße von Petra

  • Oh, da muss ich mal in mich gehen. Bei mir ist es jedenfalls ein Platz in der Natur. Die empfinde ich als Friedens-schenkend.
    Bach-Musik ist wirklich ergreifend, aber ich hoffe, so bald wirst du dir noch kein letztes Stück wünschen müssen…. LG mila

  • Ein sehr schöne Beitrag, Lotta.
    Die Kirche ist wirklich sehr beeindruckend.

    Auf die Frage, was für mich, ein Ort des Friedens ist, ist mir sofort spontan mein Garten eingefallen. Ich liebe die Ruhe und Friedlichkeit dort, wo ich meist nur das Rauschen der Bäume und die Vögel höre. Aber auch wenn ich meinen Nachbarn und Freunden zuhöre, zaubert das mir ein Lächeln ins Gesicht. Ja, mein Garten mit dem Blick auf unser Haus und in den Himmel, in meinen Kirschbaum, wo mein Kind um mich herumspielt, wo wir wundervolle Stunden mit Freunden verbringen, das ist für mich mein Ort des Friedens.

    Ich versuche diese schöne Aktion mitzumachen. Ich hoffe ich schaffe es zeitlich.

    Liebe Grüße
    Sonja

  • Das ist eine sehr philosophische Frage, über die ich erst mal nachgrübeln muss. Denn sichere Orte des Friedens gibt es ja leider nicht.
    Liebe Grüße
    Andrea

  • Ganz tolle Fotos von einer wunderschönen Kirche!
    Für uns hat die Thomaskirche auch eine besondere Bedeutung, denn dort haben 1959 meine Schwiegereltern geheiratet – mit klopfendem Herzen aus mehr als einem Grund, denn sie waren wenige Jahre zuvor aus der DDR geflohen und reisten offiziell zur Herbstmesse nach Leipzig ein, allerdings mit einem Brautkleid im Koffer… Aber nur so konnten ihre Familien bei der kirchlichen Trauung dabei sein. 1999 haben wir zu ihrem 40. Hochzeitstag den Gottesdienst dort besucht und durften den Thomanern lauschen. Eigentlich werden wir täglich an diese Familiengeschichte erinnert, denn den Namen für ihren Erstgeborenen hatten sie dann schnell gefunden 😉

    Ob ich einen Ort des Friedens habe, kann ich so spontan gar nicht sagen. Aber wenn ich eine Bach-Arie singen darf, ist es eigentlich egal, an welchem Ort ich mich befinde – diese Musik erzeugt in mir immer sofort ein Gefühl von Frieden und Ruhe. Schon als Kind hatte ich den Wunsch, mal "Bereite dich Zion" singen zu können – Bachs Musik ist ein Hauptgrund, warum ich eine Gesangsausbildung machen wollte 🙂

    Liebe Grüße,
    Karen

  • Liebe Lotta,
    gleich ist mir unsere Kirche in den Sinn gekommen, denn genau wie du verbinde ich sehr viel mit ihr. Sie ist allerdings nicht ganz so berühmt :-). Auch die Natur ist für mich ein Ort des Friedens. Ein sehr schöner Post. Ich hoffe bei dir ist alles in Ordnung.
    Ich wünsche dir alles Liebe.
    Herzliche Grüße
    Alex

  • Frieden finde ich in der Natur. Meistens in meinem Garten, aber auch an anderen Stellen. Ich muss mir nur die Zeit nehmen, den Frieden auch zu sehen.

    Herzliche Grüße
    Margrit

  • Wie schön dein Beitrag und wie spannend die Kommentare hier… Am glücklichsten bin ich, wenn ich den Ort des Friedens in mir selbst finden, in Balance sein kann…. Aber natürlich gibt es auch Orte, die mir dabei helfen können, ganz viele draußen in der Natur und sicher auch Kirchen, obwohl ich dir jetzt nicht "die eine" Kirche nennen könnte, Musik (oja, und auch Bach!!!), Singen…, an der Hand des Gefährten still durch den Wald gehen, morgens allein im See schwimmen, ja, auch immer wieder mal selbst gewählte Einsamkeit. Wenn ich jetzt ein Foto dazu finden sollte, wäre es ein Blick nach oben in die Baumkronen ;-). Lieben Gruß Ghislana

  • Jetzt denk ich schon seit Minuten über meinen Ort des Freidens nach. Das ist schwer!!!!

  • Hallo Lotta,

    ein schöner Beitrag, hat mir sehr gut gefallen er war so stimmungsvoll und ich liebe Kirchen, sie sind für mich eigentlich immer ein Ort des Friedens, wenn es vielleicht in der Geschichte nicht immer so gewesen sein wird.

    Liebe Grüße
    Björn 🙂

  • Motette musste ich jetzt erstmal googlen… 😉
    Ja, leere Kirchen empfinde ich auch meistens als Ort des Friedens, weil es dort einfach still ist, der Lärm der Welt ausgesperrt. Niemand bewegt sich dort schnell, niemand redet laut, der Raum ist hoch und licht. Man kann sich dort denken hören. Frieden im Kopf.
    Der Gipfel eines Berges ist für mich ein ähnlich friedlicher Ort, nur noch erhebender, weil man dort über den Dingen steht, über der brodelnden Welt, alles scheint so weit weg und so unwichtig zu sein. Leider habe ich gerade keinen mehr in Petto, dafür müsste ich erst wieder die Chance haben einen zu besteigen, anstatt immer nur die Stolpersteine vor mir zu überklettern… 😉

    Herzlich, Katja

  • Die Thomaskirche ist auch ein Stück Heimat von mir und ich war öfters zum Konzert dort, wenn auch nicht annähernd so oft, wie du. Sie gehört zu den schönsten Bauwerken der Innenstadt. Den einen Ort des Friedens gibt es bei mir nicht. Manchmal taucht so ein Ort ganz spontan auf, meistens in der Natur. Ich mache mir mal Gedanken.
    Liebe Grüße, Sigrun

  • …Kirche hätte ich auch als erstes geantwortet, liebe Lotta,
    auf die Frage nach einem Ort des Friedens…und keine bestimmte gemeint sondern Kirchen überhaupt…aber auch in der Natur gibt es immer wieder Orte, die sich friedvoll anfühlen…an einem stillen See, auf einem hohen Berg, wo nur noch Wanderer unterwegs sind…ach, da fällt mir bestimmt was ein…

    lieber Gruß Birgitt

  • Vor vielen, vielen Jahren bin ich einmal nach Leipzig gefahren, um das Weihnachtsoratorium zu hören, und ich glaube, es war in der Thomaskirche.
    Und ja, auch für mich sind Kirchen ein Ort des Friedens.
    Lieben Gruß
    Katala

  • gelesen hatte ich deinen beitrag schon. ich musste aber erstmal nachdenken, was für mich orte des friedens sind und habe jetzt einige im kopf. und ein paar tränen in den augen, weil ich mich an einige orte sehr hinsehne. orte, an denen man gänzlich zur ruhe kommt, wo die welt für eine weile ausgeklammert wird, wo man kraft tankt. meinen lieblingsort zeige ich bald. du kennst ihn vielleicht sogar.
    herzlichen gruß, mano
    ein

  • Liebe Lotta,
    danke für diesen Anstoß, den ich sicher aufnehmen werde. Ich mag diese Frageserie bei Figaro auch sehr gern – meine Lieblingsfrage ist: was finden sie leichter – anfangen oder aufhören?
    herzliche Grüße von Lucia

  • Eine sehr schöne Idee und ich muss auch gar nicht lange überlegen: Für mich ist es ein Berggipfel. Wenn man so ins Tal guckt, tief ein und ausatmen und schon komme ich innerlich runter 😉

    LG

  • Was für ein toller Beitrag….ich liebe diese Kirche auch und vor allem den Herrn Bach.
    Wobei auch die Frauenkirche Dresden mein Herz berührt…
    LG Smilla

  • gestern habe ich dir mein friedensort gegeben. auch kirchen sind für auch mich wichtig und finde es gut dort musik und lieder zu hören und wenn es von Bach ist noch besser. wie in deiner Kirche ! ich habe hier in der gegend einige friedensorte gefunden wo gute energie fliest und es sind meistens orte wo wasser auf natürlicher weise fliest oder auf den bergen und ich denken auch an einem brunnen : die Pfisterquelle in Lothringen… leider ein bischen weit von hier.
    Liebe grüsse und vielen dank für die Anregungen die du uns gibst !
    Monique

  • Eine wundervolle Kirche. Ich mag immer diese rostroten Rippengewölbe ganz besonders. Und ich denke, Kirchen sind neben der Natur die wichtigsten Orte der Ruhe.
    LG, Ingrid

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