Immer wieder eine Reise wert ist die Saale-Unstrut-Region in Sachsen-Anhalt. Der Burgenlandkreis bietet, wie der Name schon sagt, zahlreiche Burgen, aber auch Schlösser, alte Gutshäuser, romanische und gotische Kirchen sowie Klöster. Wir haben das ehemalige Kloster in Memleben besucht.
Memleben ist ein Ortsteil der Gemeinde Kaiserpfalz im Burgenlandkreis. Memlebens Ursprünge weisen bis ins 8. Jahrhundert zurück, als der Ort als „Mimelebo“ erstmalig urkundliche Erwähnung fand.
Kaiser Otto II. gründete mit seiner Gemahlin Theophanu nach dem Tod seines Vaters am Sterbeort in Memleben ein Benediktinerkloster. Das Kloster erfuhr durch seine Stifter eine intensive Förderung, erstmalig belegt durch eine Urkunde aus dem Jahr 979. Noch im ausgehenden 10. Jahrhundert stieg das Kloster Memleben zu einer bedeutenden Reichsabtei auf, der Kaiser Otto III. im Jahr 994 Markt-, Münz- und Zollrecht verlieh.
Im Bauernkrieg wurde das Kloster 1525 von aufständischen Bauern geplündert und 1548 nach zunehmendem Niedergang infolge der Reformation endgültig aufgehoben. 1551 wurden die zugehörigen Güter vom sächsischen Kurfürsten eingezogen und der kurz zuvor gegründeten Landesschule Pforta geschenkt. 1722 zerstörte ein Blitz das Kirchendach der alten Klosterkirche. Jahre später wurde damit begonnen, die Kirche abzubrechen.
Die Monumentalkirche aus dem 10. Jahrhundert und die frühgotische Kirchenruine aus dem 13. Jahrhundert zeugen von einer reichhaltigen Vergangenheit. Die spätromanische Krypta ist der einzige im Originalzustand erhaltene Raum der Klosteranlage.










































Öffnungszeiten des Klosters:
In der Hauptsaison täglich von 10-18 Uhr.


