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Auf den Spuren wilder Orchideen

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Orchideen gehören zu den faszinierendsten einheimischen Blumen. Wildformen in der Natur zu finden, ist für Pflanzenfreunde ein besonderes Glück. Sie gelten als positiver Indikator, wenn es um einigermaßen intakte Natur geht. 

Wir haben uns an einem Samstag im Mai aufgemacht, um bei einer kleinen Wanderung nach Orchideen Ausschau zu halten und waren überwältigt von der Fülle an Orchideen, denen wir begegnet sind.

Der westliche Teil des Burgenlandkreises in der Saale-Unstrut-Region ist einer der orchideenreichsten Gebiete in den neuen Bundesländern. Ein Orchideen-Hotspot findet sich im Naturschutzgebiet „Tote Täler“ südlich von Freyburg. Das Naturschutzgebiet bietet auf einer Fläche von rund 830 ha wertvolle Trocken- und Halbtrockenrasen, abfallende Hänge, wilde Pferde und bunte Orchideen.

Einige Orchideenarten, die man in den Toten Tälern um Balgstädt und Umgebung findet, sind: Purpurknabenkraut, Helmknabenkraut, das große Zweiblatt, der rotbraune Sitter, Fliegenragwurz, Spinnenragwurz, Bienenragwurz und Frauenschuh.

Wie die „Toten Täler“ zu ihrem Namen kamen

Einer alten Sage nach wird zum Ursprung der Namensgebung erzählt, dass im Jahre 933 der fällige Tribut durch König Heinrich I. verwehrt wurde. Daraufhin fielen die Ungarn über das Grenzland des Ostfränkischen Reiches her. Das wild verwachsene Tal der Hassel war es, was vielen Bewohnern der umliegenden Dörfer zum Versteck wurde, hauptsächlich für Frauen und Kinder, da die Männer Nahrung beschafften.

Die Ungarn entdeckten das Lager, mordeten Frauen und Kinder und beraubten sie. Als die Männer von der Jagd zurückkamen und sahen, was passiert war, überwältigten sie in der Dunkelheit der Nacht die Wachen der Eindringlinge, und töteten die Mehrzahl der Ungarn. Gleichzeitig braute sich ein Gewitter zusammen und die wenigen, die fliehen wollten, wurden von den Wassermassen, die sich zu Tale wälzten fortgerissen und mussten ertrinken. Als der Tag heraufzog und die Sonne den Ort beleuchtete, war der Anblick der Gemordeten und Verstümmelten so furchtbar, dass man seitdem das Tal „Die Totentäler“ nannte. (Quelle Wikipedia)

Parkmöglichkeit für einen Rundgang: Parkplatz Naturschutzgebiet Tote Täler und Orchideenpfad.

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