Monatsrückblick im August

Und wieder wird es Zeit, mit der lieben Birgitt auf den vergangenen Monat zurück zu schauen.

Allen Veränderungen, selbst jenen, die wir ersehnt haben, haftet etwas Melancholisches an; denn wir lassen einen Teil von uns selbst zurück; wir müssen in einem Leben sterben, ehe wir ein anderes beginnen können.
Anatole France

Ich lasse wieder nur Bilder sprechen …

Monatscollage August

Ich habe lange nichts mehr darüber geschrieben, was mich politisch umtreibt. Das heißt jedoch nicht, dass ich mir nicht täglich darüber Gedanken mache, wie sich gerade unser Land verändert.

Es wird ja immer wieder behauptet, wie leben in einer Demokratie. Angesichts solcher Vorfälle fällt mir es schwer, das zu glauben. In der Vergangenheit hat Meinungsdiktatur immer zu erschreckenden gesellschaftlichen Entwicklungen geführt. Berufsverbote wegen eines falschen Parteibuches, Verweigerung eines Studienplatzes, „Kauft nicht bei Juden“ sind nur einige Beispiele dazu. Der politische Gegner wird mit Methoden bekämpft, die zu tiefst undemokratisch anmuten und an Zeiten erinnern, in denen man Davidsterne auf Türen gemalt hat. Ich bin überzeugt, damit erreicht man genau das Gegenteil.

Angesicht dieser ganzen unerfreulichen Entwicklung der Meinungsfreiheit fragt man sich, ist vielleicht auch Bloggen bald nur noch mit staatlicher Lizenz möglich …?!

Dem Frank-Walter Steinmeier, das von ausgesuchten Personenkreis gewählte Staatsoberhaupt Deutschlands, ist das egal, er sinniert bei Kaffee und Kuchen lieber über das Thema Integration und meint dabei, alle hätten die gleichen Rechte und Pflichten. Wie Theorie und Praxis doch auseinanderklaffen können

Wer der Meinung ist, dass sich in unserem Land etwas verändern muss, es gibt durchaus Alternativen zu Verschweigen unliebsamer Ereignisse und Anschlägen auf unliebsame Politiker und Internetzensur unliebsamer Zeitgenossen, z. B. Sarah Wagenknechts Bewegung #Aufstehen.

Es ist unerträglich, mit welcher Überheblichkeit in den sozialen Medien oder Presse über den „sächsischen Mob“ berichtet wird, in den meisten Fällen, ohne auch nur einen Fuß in diese Region gesetzt und sich ein ganz eigenes Bild der Lage gemacht zu haben. Aber es gibt zum Glück auch Ausnahmen, die sich um einen ausgewogeneren Blick bemühen.

Am 15. September 2008 wurde von den Vereinten Nationen der Tag der Demokratie eingeführt. Anlässlich dieses Datums startete Jörg Schimke am 19.08.2018 eine Blogparade. Es lohnt sich sehr, dort mal vorbeizuschauen. Ich denke, es ist dringend an der Zeit, sich über den Begriff Demokratie und seiner Bedeutung wieder mehr Gedanken zu machen.

Kristina Schröder formulierte in einem Artikel der Zeitung „Die Welt“ sehr treffend:

… Aus dem Kampf gegen Rechtsextremismus wurde der „Kampf gegen rechts“. Wer glaubt, hier sei bloß sprachliche Faulheit am Werk, ist naiv. Viele, die sich mit staatlicher Unterstützung auf diesem Feld tummeln, geht es tatsächlich darum, alles zu bekämpfen, was nicht links ist …

Und DAS hat mit Demokratie nun wirklich nichts mehr zu tun.

Kommt gut in den September!

3 comments
  1. Nur schnell mal ein Lebenszeichen. Die Bilder sind sehr entspannt gewählt und sehen heiter aus, man muss speichern, was gut tut und tat.
    Viele Links habe ich heute Morgen schon gelesen, aber nicht alle.
    Das mit dem neuen Rundfunkstaatsvertrag macht mich gerade ein wenig sprachlos…..
    Liebe Grüße

  2. …deine Collage strahlt Ruhe aus, liebe Lotta,
    aber deine Worte erzählen, wie bewegt dein Monat wieder war…wenn ich alle Collagen angeschaut habe, werde ich mal einigen Links folgen…

    wünsche dir ein erholsames Wochenende und einen guten Start in den September,
    liebe Grüße Birgitt

  3. Ein schweres Thema das Du da ansprichst… Klar, die Bilder sind verstörend und auch die Entwicklung macht einem Sorgen… Leider weiß man langsam nicht mehr wem man glauben kann, was man dagegen machen soll und wie sich das Ganze weiterentwickelt. Im Endeffekt sind wir doch alle irgendwie ein bisschen machtlos und können nur darauf hoffen, dass zeitnah ein umdenken stattfindet. Gefühlt sind wir davon allerdings noch ganz weit weg… Leider!

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