Frühlingshaftes Pillnitz

Ein frühlingshafter Spaziergang durch eine zauberhafte Parkanlage.

Dieses Mal klappte die Zusammenarbeit. Das Wetter des vergangenen Wochenendes gab wirklich alles, um meinem Thema FRÜHLING bei „Bunt ist die Welt“ zu genügen  ;-).

Die ehemalige Sommerresidenz des sächsischen Königshauses in Pillnitz ist die größte chinoise Schlossanlage Europas. Als Geschenk an die Mätresse August des Starken, Gräfin Cosel, wurde dieses traumhafte Schloss Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Der Schlosspark mit mehr als 2.000 Gehölzen und über 600 Kübelpflanzen lädt zu jeder Jahreszeit zu einem lohnenswerten Spaziergang ein. Eine botanische Besonderheit ist die über 230 Jahre alte Kamelie, die während der Blütezeit von Mitte Februar bis Mitte April in ihrem begehbaren Schutzhaus besichtigt werden kann.

Zur Pillnitzer Garten- und Parkanlage gehören ein Lustgarten, der sich im Westen anschließende Garten mit den Heckenquartieren, die westlich davon gelegene Kastanienallee, der nordwestlich vom Bergpalais gelegene Koniferenhain und dahinter der Englische Garten sowie nördlich des Bergpalais der Große Schlossgarten, der Holländische Garten und der Chinesische Garten.

Im Park

Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
Still und verklärt wie im Traum.
Das war des Nachts elf Uhr zwei.
Und dann kam ich um vier
Morgens wieder vorbei,
Und da träumte noch immer das Tier.
Nun schlich ich mich leise – ich atmete kaum –
Gegen den Wind an den Baum,
Und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.
Und da war es aus Gips.
Joachim Ringelnatz

Der Englische Pavillon entstand 1779 am Rande des Englischen Gartens nach Plänen von Christian Traugott Weinlig. Der kleine Rundbau im klassizistischen Stil besitzt im Inneren zwei Räume und wurde als Teepavillon genutzt.

Ab den 80er Jahren erfolgte eine umfassende Restaurierung der Gebäude der Schlossanlage mit dem Ziel, den Ursprungszustand wiederherzustellen. Einen Rückschlag erlitten die Baumaßnahmen durch das Elbehochwasser von 2002, welches auch Teile der Schlossanlage überflutete. Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden das Wasserpalais und der Fliederhof, während die Kunstschätze des Museums glücklicherweise alle gerettet werden konnten.

Das Wasserpalais entstand als erstes Gebäude der barocken Schlossanlage 1720/21. Nach Plänen von Pöppelmann wurden drei zweistöckige Pavillons erbaut, die durch Galerien miteinander verbunden waren. Zur Gartenseite besitzt das Gebäude einen Portikus, während die Elbseite eine Terrasse erhielt, von der eine Freitreppe zum Elbufer führt.

Und, habe ich Euch Lust auf einen zauberhaften Spaziergang gemacht? Dann ab nach Pillnitz … 😉

Für die frühlingshaften Bilder hatte ich meine X100F im Gepäck.

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