Der vorletzte Monat des Jahres neigt sich dem Ende entgegen und so ist es wieder Zeit für Birgitt und ihre Monatscollage.

Seit meine jüngste Tochter auf der Welt ist, hat der Monat November seinen Schrecken für mich verloren. Ich verstehe gar nicht mehr, wieso ich ihn immer für grau und trüb gehalten habe, das war er die letzten Jahre definitiv nicht :-). Besonders in den ersten Tagen im November habe ich wunderbare Spaziergänge bei herrlichem Herbstwetter unternommen.

Ein Sturz aus luftiger Höhe hat mich leider Mitte des Monats ausgebremst. Die nächsten Wochen muss ich einen Gang herunter schalten. Das mag so kurz vor der Adventszeit sehr ärgerlich sein, birgt aber auch eine Chance. Ob es mir nun passt oder nicht, ich werde die Adventszeit ruhiger angehen.

Monatscollage November

Zurück in die Zukunft …

Im November hat die Regierung beschlossen, zukünftig Tageszeitungen staatlich zu subventionieren. Das heißt im Grunde nichts anderes als das Ende der Unabhängigkeit von Printmedien. Wess Brot ich ess des Lied ich sing … heißt es so schön.

Warum Tageszeitungen neuerdings finanzielle Unterstützung benötigen, darüber lässt sich trefflich spekulieren. Fest steht, dass man mit solchen Subventionierungen vor allem regierungsnahe Standpunkte fördert, kritische Stimmen einschränkt und den Weg ebnet für Opportunisten und Bücklinge. Mir fällt in diesem Zusammenhang spontan der Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann ein.

Der Unternehmer Holger Friedrich hat die „Berliner Zeitung“ aufgekauft. Brisant daran ist, dass er in DDR Zeiten als „Inoffizieller Mitarbeiter“ (IM) für die Stasi gespitzelt hat. Herr Friedrich und seine Tageszeitung wären damit, neben Frau Kahane und ihrer Amadeu-Antonio-Stiftung, ein weiteres Beispiel dafür, wie heutzutage ganz offiziell ehemalige Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes der DDR mit Steuergeldern subventioniert werden. Das ist ein Schande und zeigt mal wieder, wie wenig man in den letzten 30 Jahren bereit war, die DDR Vergangenheit aufzuarbeiten. Von den Betreibern des Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen wurde kein einziger bestraft.

Im Laufe meines Lebens bin ich immer wieder auf beeindruckende Frauen gestoßen. Es sind Frauen, die einem durch ihr Auftreten in Erinnerung bleiben, weil sie unverwechselbar sind. Es sind Frauen, die selbstbewusst durch das Leben gehen, die Gegenwind und Diskussionen nicht scheuen, die fernab von Trends ihren ganz persönlichen Stil entwickeln, die mutig zu ihrer Meinung stehen und Haltung zeigen, auch wenn die zuweilen unbequem ist. Eine dieser Frauen ist Birgit Kelle.

FÜR DIE DIKTATUR IST KLUGHEIT, FÜR DIE DEMOKRATIE DUMMHEIT DIE GRÖSSTE GEFAHR

Thomas Berger

Ich wünsche Euch eine frohe und gesegnete Adventszeit!