Typisch für…

…den Frühling…

ist im April das Thema bei Kebo vom Blog Kebo homing.

Typisch für den Frühling bei uns im Leipziger Auwald ist eine riesige Zahl an Frühblühern, dazu zählen der Märzenbecher (Leucojum vernum), der Bärlauch (Allium ursinum), der Wald-Goldstern (Gagea lutea), der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava), der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum), das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria), die Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum) und verschiedene Windröschen-Arten (Anemone). Weitere Frühblüher tragen zur Farbenpracht bei, wie die weißen Teppiche der Echten Sternmiere (Stellaria holostea), außerdem das Echte oder Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), die geschützte Hohe Schlüsselblume (Primula elatior), die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum), der Kriechende Günsel (Ajuga reptans), der Gundermann (Glechoma hederacea), das Wald- und das März-Veilchen (Viola reichenbachiana und Viola odorata) und die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus). Weniger auffällige Geophyten sind das Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis), die Süße Wolfsmilch (Euphorbia dulcis) und das grazile Moschuskraut (Adoxa moschatellina), dessen Blüten schwach nach Moschus duften. Nur selten zu finden ist die giftige, im Rückgang befindliche Einbeere (Paris quadrifolia). Aber auch verschiedene Gartenflüchtlinge, wie das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) oder der Sibirische Blaustern (Scilla siberica) sind anzutreffen. ( Quelle: Leipziger Auwald ).
Hohler Lerchensporn
Buschwindröschen
Geflecktes Lungenkraut
Wald-Bingelkraut
Wald-Veilchen
Taubnessel
Bärlauch
Wald-Goldstern
Hohler Lerchensporn
Die Fotos habe ich während unseres Osterspazierganges aufgenommen.
HIER gibt es Bilder vom frühlingshaften Leipziger Auwald von 2013. 
Der Leipziger Auwald gehört zu den größten erhaltenen Auwaldbeständen Mitteleuropas.
Nun bin ich gespannt, was bei Euch typisch für den Frühling ist…

In heaven

Kirchturm

Huch…

Foto der Woche

26 comments On Typisch für…

  • Ganz schön viel los im Auwald:-) Hätte nicht gedacht, dass so viele Pflanzen zusammen kommen! Man merkt, du kennst dich aus. Und deine Bilder sind richtig schön geworden!
    VG Charlie

  • Bärlauch wohin das Auge sieht, klasse! Da wären die Mittagsmahlzeiten der nächsten Woche gerettet 🙂
    Buschwindröschen mag ich auch sehr. Aber bei Euch in der Region scheint der der Frühling die Erde immer etwas eher wachzuküssen. Mag wohl am blauen Himmel liegen ;-)))
    Liebe Morgengrüße,
    Sabine

  • Guten Morgen, liebe Lotta,
    herrlich ist diese Vielfalt auf dem Waldboden!
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  • Es ist toll, wenn man so viele verschiedene Frühlingsblüher im Wald entdecken kann. Bingelkraut hab ich hier zum Beispiel noch nie gesehen.
    Jetzt hab ich den großen Drang, den Schreibtisch zu verlassen und mich draußen mit dem Foto rumzutreiben. Hoffentlich ist bald Wochenende…
    Herzlich, Katja

    • Die Wirkung des Weißdorns rührt ja nicht von den Glykosiden her, sondern von den oligomeren Proanthocyanidinen.

      "In zahlreichen kontrollierten Studien konnte die Steigerung der Herzleistung, der Kontraktionskraft und des Schlagvolumens nachgewiesen werden. Neben einer Verbesserung von Rhythmusstörungen wurde auch ein positiver Effekt auf die Herzdurchblutung dokumentiert. Der Extrakt erweitert die Koronargefäße; dadurch verbessert sich die Myokarddurchblutung und die Sauerstoffversorgung der Herzmuskelzellen.
      Die Wirkung von Weißdorn ist in zahlreichen kontrollierten klinischen Studien an Tier und Mensch sehr gut belegt. Herzstärkende Weißdornprodukte werden bei Herzschwäche (NYHA-Stadium I und II) und verlangsamter Herztätigkeit eingesetzt. Eine große Studie mit 940 niedergelassenen Ärzten zeigte: Bei 3664 Patienten mit Herzinsuffizienz war unter der Einnahme von Weißdorn (durchschnittlich 900 mg Extrakt pro Tag) die Häufigkeit typischer Herzbeschwerden im Mittel um etwa 66% gesunken.
      Pharmakologisch schreibt man die Wirksamkeit den oligomeren Procyanidinen und den Flavonoiden zu.
      Auch die Widerstandskraft des Herzmuskels gegen eine Minderdurchblutung (Herzinfarkt) ist durch Weißdorn höher, denn er fängt die entstehenden freien Radikale ab, d.h. er wirkt insbesondere durch die phenolischen Inhaltsstoffe antioxidativ."
      (Quelle: http://www.phytodoc.de/heilpflanze/weissdorn/#wirkung)

      ACE-Hemmer blockieren ein Enzym, das macht Weißdorn nicht, er blockiert nichts, sondern wirkt entzündungshemmend und gefäßerweiternd – aber unabhängig von dem Hebel, an dem sie ansetzen, werden beide zum gleichen Zweck eingesetzt – Blutdruck senken + Herz stärken. Insofern finde ich schon, dass man sie vergleichen kann, auch wenn sie das Ziel auf unterschiedliche Weise erreichen. ACE-Hemmer können extreme Nebenwirkungen haben, von Weißdorn sind keine bekannt.
      Was jemand einnimmt… muss er selbst entscheiden. 😉

  • Schon bevor ich aufgestanden bin , wieder viel gelernt! Ein besonderes Buschwindröschen gibt es also ( das lieb ich so )!
    GLG
    Astrid

  • …ja ich erinnere mich, liebe Lotta,
    an den Knoblauchduft, der durch den Wald zog, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs war…dass so viel anderes auch noch gibt ist faszinierend,

    lieber Gruß Birgitt

  • Was für eine reiche Pflanzenwelt. Das hat die Dresdner Heide beileibe nicht zu bieten. Aber in den feuchten Wäldern auf Rügen sind mir auch sehr viele Blüher begegnet.
    Liebe Grüße

  • Entzückend, wie schön es in eurem Wald blüht. Das Waldveichen hab ich auch, es breitet sich überall aus im Garten, wenn es stört, ist es leicht zu entfernen.

    Sigrun

  • Himmlisch da auf dem Boden des Auwaldes… Mein hohler Lerchensporn – die Pflanze bekam ich von einer inzwischen verstorbenen Freundin – blüht auch, aber zum Ausdehnen reicht es nicht in meinem trockenen Wald…, da fehlt ein bisschen Auwaldfeuchtigkeit… Wunderbare Fotos! Goldstern und Scharbockskraut blühten auch vor Hiddensee an den Garten- und Wegrändern, und Scilla – davon war der Gerhart-Hauptmann-Garten voll, herrlicher Anblick… Lieben Gruß Ghislana

  • Oh wie schön. Also in dem Wald hinter unserem Haus, blüht nur das Wald Veilchen…dafür ist damit der halbe Boden voll.
    LG aus der Holledau, Steffi

  • Herrlich – da würde ich nur noch durch die Auen robben … 🙂

    Liebe Grüße – Monika

  • liebe lotta,

    so so schöne bilder! und einiges dabei, wonach ich beim lernen vergeblich im wald gesucht habe 😉
    herzliche grüße
    dania

  • Liebe Lotta,
    ich sag es doch, bloggen bildet! Ich bin ja schwach bei Pflanzen- und Blumennamen, habe aber gerade wieder was dazu gelernt und meinen geliebten Bärlauch auch noch entdeckt auf Deinen schönen Bildern 🙂
    Schön, dass Du mit dabei bist, freu mich.
    Sonnige Grüße,
    Kebo

  • Liebe Lotta,

    tolle Bilder!

    Liebe Grüße Andy

  • Ja, das ist gerade eine große Blühen im Wald, überall schießt was aus dem Boden! Ein paar Spezialitäten tummeln sich bei Euch im Auwald! Das ist wirklich eine typische Frühlingsfreude!

    Liebe Grüße
    Andrea

  • wunderschön und eine tolle Vielfalt gibt's bei dir im Auwald. Einiges ist mir bekannt aber so einige genannte Pflanzen kenne ich nicht.
    LG Siglinde

  • Ich habe auch einen Frühlingsspaziergang für Kebo gemacht 😉
    Aber ich habe nicht annähernd so viele Blumen auftreiben können wie du und schon gleich gar nicht wüßte ich von allen den Namen. Ich habe einfach ihre Schönheit genossen.
    Dafür kann ich bei dir wieder Wissen mit nach Hause nehmen …
    Liebe Grüße, Frauke

  • Liebe Lotta,
    Vielen Dank für deinenlieben Kommentar von gestern. Es ist für die Kinder doch schon besser als beispielsweise noch vor fünfzig Jahren, seine Schwierigkeiten werden zumindestens anerkannt und berücksichtigt. Bei Bewerbungen hilft das leider nichts, da zählt das nackte Zeugnis, bevor man überhaupt eingeladen wird! Aber nach dieser Hürde müsste es dann gehen! Ich hoffe, deine Tochter lässt sich nicht entmutigen und kratzt die Kurve doch noch. Aber weiß genau, welche Sorgen dich plagen!
    Der Auwald ist wunderschön, fast könnte man erwarten, dass klitzekleine Feen glitzernd aus den Blüten hervorgeflattert kommen! Das riecht bestimmt ganz ordentlich in dem Bärlauchfeld, oder?
    Gros bisou
    Sandra

  • Super schöne Bilder sind das , liebe Lotta . Da blüht ja schon einiges . 🙂
    Liebe Grüsse Heike

  • danke für den schönen spaziergang!
    liebe grüße, mano

  • Eine große und schöne Vielfalt habt ihr im Wald.
    Mit der Benennung all dieser Pflanzen wäre ich aber überfordert. 😉
    Liebe Grüße
    Anette

  • Schön der Waldspaziergang im Auenwald.
    Bei uns sieht es fast genau so aus, aber leider kann ich nicht so gut fotografieren

  • Da erblüht Euch so einiges im Frühling, wenn ich mir die Namen auch niemals merken könnte 😉

    Liebe Grüße
    Björn 🙂

  • Sehr schöne Bilder. Soweit waren die Frühblüher bei unserem letzten Gang durch den Auwald noch nicht. Gerade der Bärlauchteppich gehört zum Frühjahr einfach dazu und durfte darum zusammen mit Lungenkraut das Frühlings-N inspirieren. LG, Ulrike

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