Bücherschätze

Als ich die Frage meiner Bloggeraktion beantwortet habe, welches Buch ich niemals weggeben würde, ist mir die Idee gekommen, Euch diese alten Bücher, von denen ich berichtet habe, vorzustellen.

Wir haben viele, sehr viele Bücher…und so kann es passieren, dass das eine oder andere Buch ein wenig aus dem Blickwinkel verschwindet…so auch diese alten Bücher, die ich nun gern für Euch vorgeholt habe…
Wir haben so einige alte Bücher aus Haushaltsauflösungen oder als Erbstück aus der Familie. Ich beschränke mich mal auf vier alte Bücher.

Erstes Buch:


In die Hände gefallen ist mir eine alte englische Ausgabe des neuen Testamentes in französischer Sprache:
„LE NOUVEAU TESTAMENT DE NOTRE SEIGNEUR JESUS-CHRIST“.
 Man findet darin eine Widmung von 1894 von einer Mimi Weber an eine Gertrud. Ursprünglich musste dieses Buch aber einer Marie Weber gehört haben, denn es steht im hinteren Teil des Buches dieser Name und die Jahreszahl 1888. Erschienen ist das Buch in London.

Zweites Buch:


Ein weiteres sehr interessantes Buch stammt aus dem „F. A. Brockhaus-Verlag“, ist von 1815 und nennt sich
„Taschenbuch für Damen“.
Enthalten sind in diesem Buch Gedichte, prosaische Aufsätze und Kupferzeichnungen, die Szenen aus Goethe’s Faust, Egmont und Tasso zeigen.
Friedrich Arnold Brockhaus ( 1772 bis 1823 ) war ein deutscher Verleger und Herausgeber des noch zu seinen Lebzeiten in mehrfachen Auflagen und zahlreichen Neudrucken erschienenen Conversations-Lexicons, der späteren Brockhaus Enzyklopädie. Das „Taschenbuch für Damen“ ( es gab mehrere Taschenbücher für Damen ) wurde während der Altenburger Zeit verlegt und gehört zur Urania-Reihe.
Brockhaus starb mit 51 Jahren in Leipzig.
Auf dem Alten Johannisfriedhof in Leipzig finden sich einige Grabsteine der Familie Brockhaus.


Drittes Buch:

Das dritte Buch im Bunde stammt aus dem Jahre 1824, wurde in Dresden verlegt und trägt den Titel:
„Nützliches Buch für die Küche bei Zubereitung der Speisen.“,
 geschrieben von August Erdmann Lehmann, Lehrer der Kochkunst.
Das hier gezeigte Buch war in der dritten Auflage erschienen und kostete drei Taler.

Im Vorwort weist der Autor darauf hin, dass er dieses Buch vor allem für Anfänger geschrieben hat.

Zitat: „Man vermuthe nicht, wie schon der Titel besagt, ein gelehrtes, in ausgesuchten und künstlichen Worten abgefaßtes Buch in den Händen zu haben. Für gelernte und geübte Köche habe ich dieses Werk auch nicht geschrieben, denn die wissen das Alles schon, und können daher dies Buch entbehren. Es giebt aber auch Anfänger, denen nicht schaden könnte, sich dieser Anweisung zu bedienen. Auch darf man sich durchaus nicht mehr schämen in einem Kochbuch zu lesen, da Viele verleugnen, dass sie selbiges haben, und sogar verborgen darin lesen…“

Ist das nicht köstlich?


Aufgrund der verschiedenen (Fett-) Flecken scheint das Buch rege benutzt worden zu sein.

Man findet in dem Buch Rezepte wie „Altes Huhn mit Reis“, „Junge Hühner mit Estragon“,“Gebratne Tauben“, „Angeschlagene Tauben mit Reis und Käse“, 
„Gebackne grüne Petersilienblätter“, „Schweinskeule für Gutschmecker“, „Tauben mit Hafergrütze für Kranke“, „Fasan en Salami“ , aber auch „Zuckerringel“, „Marzipanherzen“ oder „Erdapfeltorte“.

Viertes Buch:

Links: Kommunion-Buch, rechts: Taschenbuch für Damen.

Das letzte Buch, was ich Euch heute vorstelle, ist ein

„Beicht- und Kommunion-Buch“
von 1779. Autor des Buches ist Johann Philip Fresenius, ein lutherischer Theologe, der von 1705 bis 1761 gelebt hat. Als Verleger steht der Name Heinrich Ludwig Brönner, die Brönner-Umschau-Gruppe war eine Druck- und Verlagsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main und ging 2003 in die Insolvenz. 
Was die Initialen J. L. S. bedeuten, habe ich nicht herausgefunden, ich vermute, sie weisen auf den Besitzer dieses Buches hin.

Da ich ein neugieriger Mensch bin, interessiert mich nun, was Ihr für alte Bücherschätze in Eurem Besitz habt. Wenn Ihr also Lust habt, dann schreibt einen Post dazu und verlinkt ihn hier.
Die Verlinkung bleibt bis 30.04.2015 geöffnet. Über den Button in der Sidebar findet Ihr wieder den Weg hierher.

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21 comments
  1. das sind ja wirklich echte Schätze, die du da aufbewahrst! ich liebe Bücher, aber Sammlerstücke besitze ich nicht, aus Platzmangel und weil wir doch öfter mal umziehe, da sind Bücher immer ein Problem.

    Umso toller finde ich, dass ich bei anderen manchmal deren Büchersammlung ansehen darf.

    LG zu dir!

  2. Was für wunderbare Schätze, liebe Lotta! Eine Bibel von Mimi (so süß!) – 1888.. wow!! Ich werde heute mal mein Regal durchforsten.. ein paar alte Schätzchen sind auch dort zu finden. Lieben Gruß, Nicole

  3. Guten Morgen, liebe Lotta,
    oh, das sind wirklich wunderbare Buch-Schätze, die Du da hast, und da würde es mir genau so ergehen, das sind Bücher, die ich auhch niemals hergeben würde!
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  4. Die sind ja wunderschön! Und so gut fotografiert ( ich war gestern etwas, dank Zahnschmerzen, uninspiriert )! Aber jetzt könnte ich glatt weiter machen mit die Büchers…
    GLG
    Astrid

  5. Moin, schöne Schätze habt ihr da. Weißt du, ich hab in meine Leben so viele Bücher gelesen, dass ich sie nicht alle behalten konnte! Bestimmte natürlich gibt man nicht her. Danke dass du deine vier Bücher vorgestellt hast – es ist immer interessant, in Bücher einen Einblick zu erhalten.

    Sigrun

  6. Oh liebe Lotta,
    soooooo schöööön und soooo klasse in Szene gesetzt.
    Das sind ja in der Tat herrliche Schätze *DANKE* für`s zeigen.
    Muss doch mal schauen, ob ich nicht auch irgendwas passendes finde, obwohl mir fällt dazu grad das passende ein. Link kommt irgendwann nächste Woche *freu*
    ich wünsche dir einen wundervollen Tag und hüpfe noch ein bisschen zurück,
    :O) ….

  7. Was für tolle Bücherschätze du beherbergst! Ich finde es so schade, dass es bei uns seit dem Aufschwung des Internets sämtliche Antiquariate aus der Stadt verschwunden sind… Es läuft wohl das meiste über das Netz. Wo doch dann der Geruch der alten Bücher fehlt…
    Liebe Grüße
    Andrea

  8. Bei meinen vielen Umzügen bin ich schon manches Buch losgeworden.
    Auch lese ich manchmal so Paperbacks die nicht unbedingt aufgehoben werden müssen.
    Ein paar kleine alte Schätzchen vom Flohmarkt habe ich auch noch und paar Bücher von meinen Eltern aus dem Schrank, das ist dann eher DDR der 50iger und auch bald alt 🙂
    Deine Fotos sind wunderbar. Das Kochbuch finde ich spannend – hast du vielleicht schon mal was nachgekocht ?
    Liebe Grüße

  9. …das ist ja der Wahnsinn, liebe Lotta,
    wie alt diese Bücher sind…und interessant, in ihnen zu lesen…so man denn die Schrift lesen kann…bei den angeschlagenen Tauben habe ich da erst gezweifelt, aber du schreibst es ja auch so ;-)…nee so alt ist es in meinem Bücherschrank nicht, aber ich werde mal schauen…

    lieber Gruß Birgitt

  10. Wahnsinn…, ich glaub, soooooo alte finde ich hier nicht zu Haus, sehr schön, und ich finde, nun könntest du doch auch mal aus dem alten Kochbuch kochen… Die Erdapfeltorte würde ich mich ja als Kartoffelfan, der Kartoffeln in allen Variationen mag, nur nicht so gern als normale "Salzkartoffeln"…, sehr interessieren. (Satz zu Ende bekommen, puh…) Ansonsten war ich jetzt mit dir spazieren, in Leipzig…, in deinen Blüten- und Wochenrückblicken und weißen Ostern, schön… Die Kugelvase bei deinen Mustern hab ich natürlich sofort erkannt, auch ohne Nachtrag. Eine feine Frühlingszeit! Auf Hiddensee war es Freitag/Samstag wärmer als hier jetzt… Herzlich Ghislana

  11. Hallo Lotta,

    schöne Bücherschätze hast Du mitgebracht 🙂 ich bin ja nicht sooo der Büchersammler, aber vielleicht suche ich tatsächlich eines heraus für die neue Aktion – mal schauen, ich bin immer etwas in Zeitnot 😉

    Liebe Grüße
    Björn 🙂

  12. Wahnsinn, Lotta.
    Was Du da für Schätze hast! Da könntest Du schon fast eine kleine Ausstellung mit machen.
    Solch alte Bücher habe ich noch nie zu Gesicht bekommen. Und dann auch noch mit Widmungen und Jahreszahlen. Etwas ganz besonderes.

    Liebe Grüße
    Sonja

  13. Na, das sind ja wahrlich alte "Schätzchen", deine tollen Bücher. Da würde ich mich gar nicht recht trauen zu blättern aus Angst, die würden auseinanderfallen… Bei Dir scheinen Sie in jedem Fall bestens aufgehoben zu sein!
    Ich hoffe Ihr hattet eine erholsame Auszeit und konntet diese in aller Ruhe und bei blauem Himmel auch genießen 🙂
    Liebe Grüße,
    Sabine

  14. Das sidn ja wirklich so richtig alte Schätze. Das Handbuch für Damen ist ja Klasse. Ich habe da auch so ein paar – nicht ganz so alte Flohmarktfunde, die ich aus Skurrilitätsgründen irgendwann mitgenommen habe. Wo sind die abgeblieben? Ich gehe mal auf die Suche…

    Herzlich, Katja

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