Jeden Freitag sammelt Helga vom Blog Holunderbluetchen
schöne Blümchen für die Vase…
Tee erleuchtet den Verstand, schärft die Sinne, verleiht Leichtigkeit und Energie, und vertreibt Langeweile und Verdruß.
Aus China
Wie immer lade ich Euch gern ein…zum Tee…
Geh aus mein Herz und suche Freud
Geh aus mein Herz und suche Freud
In dieser lieben Sommerszeit
An deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärtenzier
Und siehe, wie sie mir und dir
Sich ausgeschmücket haben.
Die Bäume stehen voller Laub,
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem grünem Kleide;
Narzissen und die Tulipan,
Die ziehen sich viel schöner an
Als Salomonis Seide.
Die Lärche schwingt sich in die Luft, 
Das Täublein fleugt aus seiner Kluft 
Und macht sich in die Wälder; 
Die hochbegabte Nachtigall 
Ergötzt und füllt mit ihrem Schall 
Berg, Hügel, Tal und Felder. 
Die Glucke führt ihr Völklein aus, 
Der Storch baut und bewohnt sein Haus, 
Das Schwälblein speist die Jungen; 
Der schnelle Hirsch, das leichte Reh 
Ist froh und kommt aus seiner Höh 
ins tiefe Gras gesprungen. 
Die Bächlein rauschen in dem Sand 
Und malen sich an ihren Rand 
Mit schattenreichen Myrten; 
Die Wiesen liegen hart dabei 
Und klingen ganz vom Lustgeschrei 
Der Schaf und ihrer Hirten. 
Die unverdroßne Bienenschar 
Fliegt hin und her, sucht hier und da 
Ihr edle Honigspeise 
Des süßen Weinstocks starker Saft 
Bringt täglich neue Stärk‘ und Kraft 
In seinem schwachen Reise 
Der Weizen wächset mit Gewalt 
Darüber jauchzet jung und alt 
Und rühmt die große Güte 
Des, der so überflüssig labt 
Und mit so manchem Gut begabt 
Das menschliche Gemüte 
Ich selber kann und mag nicht ruhn 
Des großen Gottes großes Tun 
Erweckt mir alle Sinnen 
Ich singe mit, wenn alles singt 
Und lasse was dem Höchsten klingt 
Aus meinem Herzen rinnen 
Ach denk ich bist Du hier so schön 
Und läßt Du’s uns so lieblich gehn 
Auf dieser armen Erde 
Was will doch wohl nach dieser Welt 
Dort in dem reichen Himmelszelt 
Und güldnen Schlosse werden? 
Welch hohe Lust, welch heller Schein 
Wird wohl in Christi Garten sein! 
Wie wird es da wohl klingen? 
Da so viel tausend Seraphim 
Mit unverdroßnem Mund und Stimm 
Ihr Halleluja singen.
Oh wär ich da, o stünd ich schon 
Ach süßer Gott vor Deinem Thron 
Und trüge meine Palmen! 
So wollt ich nach der Engel Weis‘
Erhöhen Deines Namens Preis,
Mit tausend schönen Psalmen
Doch gleichwohl will ich weil ich noch 
Hier trage dieses Leibes Joch 
Auch gar nicht stille schweigen. 
Mein Herze soll sich fort und fort 
An diesem und an allem Ort 
Zu Deinem Lobe neigen 
Hilf mir und segne meinen Geist 
Mit Segen, der vom Himmel fleußt, 
Daß ich Dir stetig blühe; 
Gib, daß der Sommer Deiner Gnad 
In meiner Seele früh und spat 
Viel Glaubensfrücht erziehe 
Mach in mir Deinem Geiste Raum, 
Daß ich Dir werd ein guter Baum, 
Und laß mich Wurzeln treiben; 
Verleihe, daß zu Deinem Ruhm, 
Ich Deines Gartens schöne Blum 
Und Pflanze möge bleiben 
Erwähle mich zum Paradeis, 
Und laß mich bis zur letzten Reis 
An Leib und Seele grünen; 
So will ich Dir und Deiner Ehr 
Allein und sonstern Keinem mehr 
Hier und dort ewig dienen.
Paul Gerhardt
(1607 – 1676)

Ich wünsche Euch einen schönen Tag!