Amrum

Schon lange hatte in den Wunsch, eine der nordfriesischen Inseln zu besuchen. Dann kam Corona und der Plan wurde zunächst auf Eis gelegt. Im Mai haben mein Lebensgefährte und ich uns dann recht spontan dazu entschlossen, eine Ferienwohnung auf Amrum zu buchen. Das größte Hindernis war dabei die Buchung der Autofähre, denn die ist eigentlich über Wochen hinaus ausgebucht.

Amrum liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer südlich von Sylt und westlich von Föhr. In den fünf Orten Nebel, Norddorf, Süddorf, Steenodde und Wittdün leben etwa 2300 Einwohner. Amrum ist in Nord-Süd Richtung etwa 10 Kilometer lang und misst an der breitesten Stelle ca. 2,5 Kilometer. Die Fläche der Insel beträgt 20,5 km².

Auf Amrum ist der Autoverkehr erlaubt, ist man jedoch erst einmal auf der Insel angekommen, empfiehlt es sich aufgrund der übersichtlichen Größe der Insel auf die eigenen Füße, das Fahrrad oder den Bus umzusteigen. Viele Wege sind für Wanderer und Fahrradfahrer gut ausgeschildert, auch Hinweisschilder zur nächsten Bushaltestelle erleichtern die Orientierung.

Wir waren auf Amrum weitgehend zu Fuß unterwegs und haben zwischen 14-24 km am Tag zurückgelegt. Für uns ist es die nachhaltigste Art, eine Region oder Landschaft fotografisch zu entdecken.

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Kniepsand und Dünenlandschaft

Eine breite Sandbank an der Westküste macht die Insel Amrum besonders attraktiv. Der Kniepsand bildet einen scheinbar zu Amrum gehörenden, 15 Kilometer langen und bis zu 1,5 Kilometer breiten Sandstrand, der der Küste der Insel vorgelagert ist. Er fungiert als natürlicher Inselschutz bei Sturmfluten und liefert reichlich Sand für den Aufbau des sich anschließenden Dünengürtels.

Die Dünen von Amrum bilden ein großes Naturschutzgebiet. Die meisten Bereiche dürfen nur entlang von Bohlenwegen betreten werden, manche Gebiete sind als Brut- und Rastgebiete den Seevögeln vorbehalten. In den Dünen von Amrum brüten vor allem Silbermöwen, aber auch andere Möwenarten. Beim Spazierengehen auf den Bohlenwegen trifft man darüberhinaus recht häufig auf Fasane und Kaninchen.

Zwischen Leuchtturm und Wittdün befindet sich die Weißdüne, die oft mehrere Meter hoch ist und aus reinem Sand besteht. Vom Leuchtturm aus verläuft zum Wriakhörn-See ein Dünenwanderweg, der sehr empfehlenswert ist.

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Die Odde

Der nördlichste Teil der Insel Amrum ist die Amrumer Odde. Sie liegt nordöstlich von Norddorf und ist nur zu Fuß oder in Teilen mit dem Fahrrad zu erreichen. Ein Rundweg von Norddorf entlang der nördlichen Spitze beträgt ca. 12 km und dauert reichlich 2,5 Stunden.

In einem Dünental befindet sich ein 1936 errichtetes reetgedecktes Vogelwärterhaus. Von hier aus kann man von Mai bis Oktober an Führungen durch das Vogelschutzgebiet teilnehmen. Die Odde ist Brutplatz zahlreicher Vogelarten. Rund 700 Heringsmöwenpaare, Silbermöwen, Eiderenten, Zwergseeschwalben sowie Mittelsäger brüten hier.

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Nebel

Der wohl schönste Ort auf Amrum ist Nebel. Hier finden sich vor allem alte reetgedeckte Friesenhäuser, charmante Blumengärten, eine romantische Dorfkirche, eine Windmühle aus dem Jahr 1771 sowie ein historischer Ortskern. Das bekannteste Haus der Gemeinde ist das Öömrang Hüs. Das historische Friesenhaus wurde um 1751 erbaut und gehört heute dem Heimat- und Kulturverein von Amrum an.

Im 13. Jahrhundert wurde die St. Clemens-Kirche zwischen Norddorf und Süddorf gebaut. Danach begannen die Inselbewohner, Ihre Häuser um diese Kirche herum anzusiedeln. Zunächst besaß der Kirchenbau noch keinen Turm. Auf diese Weise versuchte man zu vermeiden, dass Schiffe auf dem Meer die Ortschaft entdeckten und ausplünderten. 1908 wurde die Kirche dann doch ergänzt durch einen markten weißen Turm. Auf dem um die Kirche herum gelegenen Friedhof befinden sich die “Erzählenden Grabsteine”. Sie berichten von dem entbehrungsreichen Leben der Kapitäne und ihrer Familien während der Walfangzeit.

In Nebel findet man kleine Geschäfte, gemütliche Cafés und Restaurants. In der Amrumer Mühle ist das Heimatmuseum untergebracht.

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Informationen zur Insel

Fährhafen Dagebüll: Tickets und Abfahrtszeiten HIER. Wenn man das Auto mitnehmen möchte, Fähre unbedingt langfristig vorbestellen!

Den leckersten Kuchen gibt es im Café Schult * in Norddorf.

Das leckerste Eis gibt es in Norddorf im Eiscafé bei Carlo *.

Leckere Fischbrötchen bekommt man zum Beispiel in Wittdün, Norddorf oder am Strand von Nebel.

Maritime Keramik gibt es bei Cornelia Garbe im Hoonwerk * in Nebel.

Einen Fahrradverleih findet man in jedem Ort auf Amrum.

Sehr schöne Wanderrouten finden sich in dem Wanderführer des Rother-Verlages * “Sylt*Amrum*Föhr”.

Führungen im Vogelschutzgebiet Amrum-Odde: täglich außer Montag 10 Uhr.

Viele weitere Tipps rund um die Insel finden sich HIER.

Anmerkung: Der Beitrag enthält unentgeltliche Werbung *.

4 Responses to “Amrum”
  1. Hallo Lotta,
    so schöne Bilder und dir hat es gut gefallen, das ist die Hauptsache.
    Ich war ja schon mal auf Amrum und auf Sylt aber festgenagelt sind wir dann auf Föhr geworden, denn diese Insel hat alles, was man will.
    Jedoch, mich macht die See so gar nicht mehr an, keine Ahnung warum, vielleicht ist es auch das, dass ich damit auch viele Erinnerungen verbinde. Die möchte ich nicht mehr so gerne haben.
    Habs fein und liebe Grüße Eva,
    übrigens, als wir damals auf Amrum waren, haben wir am Leuchttum unseren Kinderarzt getroffen.
    Ist doch lustig.
    Grüße Eva

    • Das Thema „Erinnerungen“ hatten wir heute auch…Es ist durchaus interessant, wie sich im Laufe des Lebens so manches ändert…auch Vorlieben. Liebe Grüße.

  2. Sehr schön. 🙂 Eine gute Woche wünsche ich dir. LG von Regula

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