Kindheitserinnerungen

Es gab in meiner Kindheit ein weihnachtliches Ritual, auf dem mein Vater hartnäckig bestand.
An jedem Adventssonntag mussten wir Kinder nachmittags zum gemeinschaftlichen Singen antreten. Das Gesangsbuch „Lieder der Weihnacht“ wurde rauf und runter gesungen.
Irgendwann gesellten sich dann die Nachbarskinder noch dazu, die diese Aktion zum Teil deutlich aufregender fanden als wir Kinder des Hauses.
Am Heiligabend gab es erst Geschenke, nachdem sich wiederum alle am Klavier einfanden. Um dieses Gesinge ein wenig abzukürzen, damit die Bescherung endlich losgehen konnte, versuchten wir Kinder um jedes Lied zu feilschen.
Rückblickend bin ich sehr dankbar für dieses Ritual der Weihnachtszeit. Leider konnte ich nur die Tradition des gemeinsamen Singen vor der Bescherung für meine eigene Familie erhalten, denn oft sind wir an den Adventssonntagen gar nicht da.
Wie sieht es bei Euch mit dem Singen aus?

Ich wünsche Euch ganz wunderbare weihnachtliche Tage!

21 Comments

  1. Wir durften früher auch mit Mutter am Klavier singen. Als meine Kinder klein waren, haben wir auch gesungen, natürlich. Irgendwann dann nicht mehr. Aber da waren sie schon Teenies und da ist es nicht mehr so cool.

    Dir auch schöne Weihnachten
    Margrit

  2. Guten Morgen,
    Du bist ja mal wieder früh wach 🙂
    Eigentlich eine schöne Tradition, aber ich erinnere mich gut an Kindertage wo das Warten wirklich zu einer Herausforderung wurde und man sich die Bescherung sooo herbei gesehnt hat. Aber als Kind empfindet man Zeit ja erfahrungsgemäß ganz anders….
    Ganz, ganz liebe Grüße und Dir heute einen rundum wunderbaren Tag voller Gemütlichkeit,
    Sabine

  3. Wir singen eher nicht, obwohl der Mann das ganz gut kann. Dafür gibt es das Ritual, ein weihnachtiches Klavierstück einzuüben. Dieses Jahr ist es Stille Nacht, dass jeder in seiner Schwierigkeitsstufe versucht. Ich Stufe 2, der Sohn 3 und der Mann 4. (Wird nach oben immer besser)
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Tag heute,
    Ganz liebe Grüße, Sigrun
    LG Sigrun

  4. Guten Morgen Liebe Lotta!
    Ein sehr schöne Ritual! In meiner Kindheit haben wir leider nicht gesungen. Aber mit unseren Kinder singe ich sehr oft-leider kann ich kein Instrument spielen..
    Für Dich schöne Weihnachtstage und alles, alles Liebe – Kreativhäxli

  5. hier gibt es diese rituale nicht.. niemand singt, niemand spielt… nur in der cathédrale , ein konzert… aber nur die,die in der stadtmitte wohnen, nehmen teil…

  6. Huhu Lotta!
    Ich erinnere mich gut, daß ich an Heilig Abend immer etwas vortragen mußte, erst Gedichte, dann Instrumente – und ich habe es gehaßt! Der Sensationscharakter dieser Hausvorführungen lief auch in etwa gegen null, weil unsere Familie eben ungefähr vier Leute umfaßte und alles total krampfig war, weil Oma amok lief, wenn die Gans eher fertig war als der Rotkohl. Oder umgekehrt. *lach*
    Gemeinsames Singen unterm Baum gab es damals in der Familie meines Ex. Ich fand das total befremdlich.

    Unsere Rituale entwickeln sich wohl erst noch, aber die Kinder bestehen beispielsweise auf der einen CD beim Kekse backen oder auch darauf, daß das Prozedere beim Baumschmücken genau eingehalten wird und sagen dann auch die Gedichte auf, die sie in der Schule gelernt haben, weil es für sie dazu gehört. Das kommt einfach so locker und selbstverständlich, daß es einfach nur schön ist.

    Ich wünsche Dir jetzt schonmal schöne Weihnachtstage!!
    Liebste Grüße,
    Mel

  7. Als Erwachsener sieht man so viele Dinge anders. Vieles was lästig oder doof als Kind war weiß ich auch heute zu schätzen. Irgendwie pflanzen solche Rituale doch etwas Gutes in unsere Seelen, auch wenn man es mit Kinderaugen noch nicht so wahrnimmt.

    Bei uns wird eigentlich ständig Weihnachtslieder gesungen. Meist zusammen mit der Gute Nacht Geschichte und mein Sohn singt sich dann auch sehr oft in den Schlaf. Traditionell wird dann am Heiligen Abend alle zusammen gesungen.

    In diesem Jahr haben wir an zwei Adventsfenstern in unseren Nachbarorten teilgenommen. Ich weiß nicht, ob Du diesen Brauch kennst. Es gibt 24 Adventsfenster und jeder kann sich für eins bewerben. Derjenige stellt dann Glühwein, heißen Kakao und Plätzchen bereit und alle sind eingeladen zusammen Weihnachtslieder zu singen, die mit Gitarren begleitet werden. Es werden Geschichten vorgelesen und schließlich die leuchtende Zahl des jeweiligen Adventtages am Fenster des Hauses "geöffnet".

    Ich finde diesen Brauch wunderschön und wir werden ihn weiter beibehalten. Auch wenn meinem Sohn regelmäßig langweilig war, aber ich denke, da wird es ihm als Erwachsener dann auch so gehen wie uns.^^

    Liebe Grüße
    Sonja

  8. Leider wurde bei uns früher nicht gesungen, wir hatten eine schöne Weihnachts-LP, die wurde aufgelegt. Und heute mache ich es ähnlich, meine (erwachsenen) Kinder fänden es komisch, wenn ich allein anfangen würde zu singen. Es gibt einige Weihnachtslieder, die ich sehr liebe. Zum Beispiel: es kommt ein Schiff geladen…
    Ich wünsche dir frohe, friedvolle Weihnachtstage und ein gesundes glückliches neues Jahr.
    Liebe Grüße Donna G.

  9. Liebe Lotta,
    aiuch bei uns wird vor der Bescherung gesungen :O)
    Als Kind hab ich dazu noch Blockflöte gespeitl, Mama auf dem Klavier, und das Spiel auf dem Klavier gehört auhc heute noch dazu :O)
    Ich mag solche Traditionen sehr gern, das gehört einfach dazu!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und fröhlichen Vor-Weihnachtstag *lächel* und ein wunderschönes Weihnachtsfest!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  10. Ich bin ja immer etwas allergisch gegen Zwänge jeder Art, auch wenn sie gut gemeint sind 🙂
    Aber gesungen wird bei uns auch viel. In der Adventszeit oft abends vor dem Schlafengehen und vor der Bescherung sowieso. Allerdings denke ich, dass Teenagerkinder das vielleicht nicht mehr so toll finden – abwarten wie es sich weiter entwickeln wird. Mir gefällt gemeinsames Singen immer und natürlich würde ich es auch gerne beibehalten. Klavierbegleitung dabei ist natürlich besonders schön und feierlich. Liebe Grüße

  11. Mein absolutes Lieblingsbuch in der Advents- und Weihnachtsbuch! Ich habe es allerdings erst bei meiner Gesangslehrerin kennengelernt, als wir nach Thüringen gezogen sind. Wir besitzen es gleich mehrfach, damit wir mehrstimmig singen können.
    Die Kinder waren schon als Babys mit mir in der Musikschule (seitdem steht bei meiner Gesangslehrerin ein Laufstall unter dem Flügel ;-)) bzw. saßen mit Papa am Klavier, Musik gehört also unbedingt dazu. In diesem Jahr üben die Mädchen gerade für Jugend musiziert, aber sonst musizieren wir im Advent gern noch mehr zusammen in verschiedensten Besetzungen: Klavier, Flöten, Klarinette, Akkordeon, Gesang…
    Wie jedes Jahr am 24.12. werde ich morgen mit meiner Gesangslehrerin und meinen Kindern im Altersheim zu einer Andacht singen und flöten, und das absolute "Muss" dabei ist der Satz "Ich steh an deiner Krippen hier" aus dem Buch, das da bei euch auf dem Klavier liegt. Weil's so schön ist, werden wir das auch abends nach dem Gottesdienst zuhause nochmal singen: Papa am Klavier, Kinder Stimme 1, Mama Stimme 2.
    Für jede "neue" Adventskerze", die sonntags entzündet wird, singen wir zum Beispiel "Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht" – mal sehen, wann auch mein Mann die vierte Strophe mal auswendig kann 🙂

    Liebe Grüße und gesegnete Weihnachten,
    Karen

  12. wir haben früher auch gesungen mit dem gesang-buch auf deutsch ohne klavier in ein wohnhaus in Frankreich wo 6 Kohlegruben Arbeiterfamilien wohnten (deutsche italiener polen …). heutzutage singen wir "mon beau sapin" und "douce nuit sainte nuit" diese lieder kennt jeder ** und es sind mehr die ganz kleine kinder die uns aufmuntern zu singen wenn wir die kerze anzünden und wir hören einige cd von deutsche lieder damit jeder auch diese sprache hören kann und auch französische lieder *** frohe Weihnachten ***

  13. Aber ja. Natürlich wird bei uns auch gesungen. Bisher immer nur an Heiligabend, dieses Jahr habe ich aber im Vorfeld schon viele Weihnachtslieder gesungen, um dem jungen Mann dei Melodiefindung zu erleichtern. Und dieses Jahr singen wir am Weihnachtsabend dann zum ersten Mal seit langer Zeit wieder mit Instrumentalbegleitung und darauf freue ich mich sehr.
    Ich bin mir sicher, du kriegst das prima hin mit der Klavierbegleitung udn ihr gebt ein tolles Weihnachtskonzert 🙂

    Aber erstmal wird heute anderweitig gefeiert, deshalb auch hier nochmal… von Herzen alles Gute zum Geburtstag, liebe Lotta!

    Herzlich, Katja

  14. Hach, vor ein paar Tagen war ich bei einem Lichterfest und wir haben viele, viele Weihnachtslieder gesungen… Bei uns hieß es in der Familie immer "den Weihnachtsbaum besingen", ich erinnere mich gern daran zurück…, die letzten Weihnachten hatte ich zwei Männer unterm Weihnachtsbaum, die lieber eine Geschichte hören…, da fällt mir ein, ich hab noch gar keine für morgen… 😉 Eine schöne Zeit! Ghislana

  15. Was für eine wunderschöne Tradition. Wir Kinder haben daheim immer zu Flöte und Gitarre gegriffen.
    Man wertschätzt solche Rituale oft erst wieder als Erwachsener. Meinen Töchtern geht es gerade selber auch so, seitdem sie ausgezogen sind. 😉
    Liebe Grüße und ein fröhliches Weihnachtsfest wünscht
    Andrea

  16. …in meiner Kinderzeit haben wir immer vor der Bescherung am Christbaum musiziert und gesungen, liebe Lotta,
    und ich habe das in meiner Familie auch so beibehalten…allerdings fehlt hier zur Zeit die Begeisterung, so dass es bei einer kurzen Geschichte und einem Lied bleibt…aber immerhin,

    lieber Gruß Birgitt

  17. Bei uns wurde (und wird) auch immer vor der Bescherung gesungen. Und es war früher so schlimm (ich hätte es aufnehmen sollen). Meine Omi sang grundsätzlich richtig, aber irgendwie immer in einer anderen Tonlage (oder Dur statt Moll oder so), meine Großmutter sang TOTAL falsch, mein Opa normal, mein Vater mit tief gepresster Stimme und meine Mutter glockenhell. Meine Schwester und ich begleiteten meist mit den Blockflöten und einmal hielt ich es einfach nicht mehr aus und prustete los vor Lachen. Das fand aber gar niemand lustig und ich wurde mit bösen Blicken gestraft. Heute singen wir auch, aber wesntlich lockerer (und wie gerne würde ich jetzt die "falschen" Stimmen meiner Großeltern hören.
    Ich wünsche dir ein wundervolles Weihnachstfest, umgeben von deinen Lieben.
    Herzliche Grüße
    Jutta

  18. Hallo Lotta,

    ich finde es eine schöne Tradition, bei uns gibt es sie so in dieser Form nicht – ich singe höchstens für mich alleine 😉 und nicht unter dem Baum – überlasse ich lieber Profis.

    Ab und an spiele ich ein Weihnachtslied – aber wenn das Keyboard aus der Stube dem Baum freiwillig Platz schafft ist das auch nicht immer so 😉

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein gesegnetes und friedvolles Weihnachten,
    liebe Grüße
    Björn 🙂

  19. Liebe Lotta,
    dieses Ritual kenne ich auch – erst Singen, dann Bescherung.
    Heute singen wir, wenn wir Lust dazu haben, es ist aber keine Pflicht mehr. Man darf auch ein Gedicht aufsagen oder Handstand machen…:-)))

    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Weihnachtsabend.
    Lieben Gruß
    Katala

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