Monatscollage August

Monatscollage August

Die liebe Birgitt sammelt immer fleißig unsere Eindrücke des vergangenen Monats und ich bin gern wieder dabei.

Mein Logbuch

Auf meinem Blog ist es schon seit Monaten ruhig geworden und ich gebe zu, ich habe schon so manches Mal darüber nachgedacht, diesen Blog ganz zu schließen. Ich brauche nicht wirklich Social Media, um beschäftigt zu sein. Das reale Leben bietet reichlich Ablenkung.

Doch dann erinnere ich mich wieder an den eigentlichen Sinn eines Blogs und finde, es wäre doch schade, wenn es für mich all die vergangenen Rückblicke und persönliche Gedanken zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung nicht gäbe. Es sind meine ganz persönlichen Betrachtungen der Welt, die niemand mit mir teilen muss, wenn er nicht möchte. Für mich jedoch zeigen sie chronologisch eine Entwicklung auf, deren Betrachtung mir vielleicht später einmal hilft, verschiedene Aspekte einzuordnen und zu verstehen. Und manchmal hilft es auch, Dinge zu durchschauen, auch wenn man sie nicht ändern kann.

Immer wieder hat sich während meiner Bloggertätigkeit auch das Antlitz meines Blogs verändert. Zum einen mag ich gern neue Wege ausprobieren, zum anderen bin ich gezwungen, mit der Entwicklung von WordPress mitgehen, da ein Update oft zur Folge hat, dass das eine oder andere PlugIn oder Theme nicht mehr funktioniert.

Der Monat August war bei mir vor allem geprägt durch meinen Beruf und die Folgen, die ein Umzug so mit sich bringt. Dank der Coronakrise muss man heutzutage für so manches einen längeren Atem mitbringen.

Quo vadis…freiheitliche Gesellschaft?

Mein Beitragsbild steht heute symbolisch für die Frage, wohin wir uns als Gesellschaft gerade in der Coronakrise entwickeln. Wieviel ehrlichen Diskurs lassen wir noch zu? Welche Konsequenzen muss der Einzelne befürchten, der eine abweichende Einstellung zum Mainstream hat? Warum können wir es als Gesellschaft nicht mehr aushalten, dass es zu einer Fragestellung unterschiedliche Meinungen und Lösungsansätze gibt?

Die Meinungsvielfalt der Bürger reduziert sich 
zunehmend in eine Meinungseinfalt der Presse.

Helmut Glaßl

Wo sind wir als Gesellschaft eigentlich hingekommen, wenn nicht mehr ein Bundestag, sondern eine private Initiative einen Ausschuss gründen muss, um Entscheidungen der Regierung und die Entwicklungen während der Corona-Zeit zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen?!

Wo sind wir als Gesellschaft hingekommen, wenn allein die Ausübung der im Grundgesetz verbrieften Meinungsfreiheit oder des Demonstrationsrechtes zum Verlust des Arbeitsplatzes oder zum Ausschluss eines Vereins führt?

„… keine Corona-Krise, sondern eine Krise der Freiheit, der Marktwirtschaft und der Bürgerrechte.“

Dr. Markus Krall

Ich finde die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung höchst erschreckend. Das Problem ist nicht nur eine Regierung, die der Meinung ist, sie könne unter Androhungen von Strafen mal eben so bürgerliche Rechte außer Kraft setzen. Das eigentliche Problem ist, dass ein Großteil der Bürger ganz offensichtlich gar nicht mehr in der Lage ist zu sehen, dass hier längst eine rote Linie überschritten ist.

In Berlin wurde eine für dieses Wochenende geplante Demonstration verboten mit der Begründung, dass die Infektionsgefahr zu hoch ist. In der Vergangenheit gab es aber weder bei „Black-Lives-Matter“ Aktionen noch bei irgendwelchen Corona-Demonstrationen in der Folge erhöhte Infektionszahlen. Da drängt sich die Frage auf, wovor hat der Berliner Senat wirklich Angst?

Übrigens: Heute endet auf der Kommissions-Webseite der EU die Kommentarfrist für Europäer zum neuen Asyl- und Migrationspakt, der im September kommen soll. Ich vermute, die wenigsten Bürger haben davon Kenntnis bekommen, obwohl allein in Brüssel rund 900 Korrespondenten für Nachrichtenagenturen, TV-Anstalten, Radios, Zeitungen und Magazine tätig sind. Da darf dann schon mal die Frage erlaubt sein, ob man vielleicht gar kein echtes Interesse daran hat, die Bürger der Europäischen Union zu Wort kommen zu lassen.