Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende entgegen und so wird es Zeit für einen Rückblick. Ich mag dieses Innehalten und „Revue passieren“, bevor man sich auf etwas Neues einlässt.
Das Jahr 2019 war für mich ein sehr wechselvolles Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, Abschiednehmen und neuen Perspektiven. Es war (und ist) nicht immer einfach, den Mut nicht zu verlieren und sich auf neue Umstände einzulassen. Immer wieder bewahrheitet sich der Spruch: „Wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf.“
Es sind eine Menge neuer Türen aufgegangen und dafür bin ich sehr dankbar. Während mir die politische und gesellschaftliche Entwicklung in diesem Land zunehmend Sorge bereitet, komme ich in meiner privaten Welt immer mehr zur Ruhe. Es ist befreiend, in seiner Umgebung Dinge auszumisten, die keine wirkliche Freude mehr machen und nicht als erfüllend empfunden werden, dazu gehören auch persönliche Beziehungen zu anderen Menschen.
Hier folgt nun mein kurzer Rückblick auf das Jahr. Er ist bei weitem nicht vollständig. Erlebt habe ich in diesem Jahr so viel mehr, doch entweder war die Kamera nicht dabei oder die Erlebnisse sind mir zu persönlich für diese Plattform. Das wahre und berührende Leben findet für mich vor allem abseits von Internet und Social media statt.
Januar
Der gesunde Menschenverstand ist eine wirksame Medizin gegen die ansteckenden Dummheiten des Zeitgeistes.
Ernst Ferstl
Im Januar war ich das erste Mal in meinem Leben in Hamburg, eine sehr schöne Stadt, in die man immer wieder gern zurückkehrt. Aber auch die Stadt Quedlinburg ist immer wieder eine Reise wert.
Februar
Ist dein Leben nur das, womit die Märchen anfangen: Es war einmal…?
Vytautas Karalius
Im Februar war ich mit meinem Lebensgefährten im fast frühlingshaften Dresden unterwegs. Außerdem verlebten wir mit meiner jüngster Tochter ein paar wundervolle Tage an der Nordsee in St. Peter Ording und in Hamburg. Bilder davon gibt es auch bei Instagram.
März
Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie Lüge nennt, ist ein Verbrecher!
Bertolt Brecht
Der März brachte Leipzig den Frühling. Am schönsten erlebt man ihn in der freien Natur. Stolz war ich darüber, dass nun auch die jüngste Tochter erfolgreich das Tanzbein schwingt.
April
Wer weniger braucht, dem fehlt weniger.
Ernst Ferstl
Im April besuchte ich erneut mit meinem Lebensgefährten seine Heimatstadt Hamburg. Wir verlebten dort eine ganz wundervolle und frühlingshafte Osterzeit. Außerdem schaute ich wieder einmal in meiner zweiten Heimatstadt Freiberg vorbei.
Mai
Unkraut jäten allein macht noch keinen Garten und verhindern ist keine Politik.
Clemens Brentano
Im Wonnemonat Mai war ich in meinem grünen Kiez in Leipzig viel mit und ohne Kamera unterwegs. Außerdem besuchte ich die wundervolle sächsische Stadt Meißen.
Juni
Worte der Belehrung nützen ohne Taten nur wenigen.
Carmina Burana
Der Juni führte mich und meinen Lebensgefährten anlässlich eines runden Geburtstages auf die Insel Usedom, auf der ich bestimmt 20 Jahre nicht mehr gewesen war. Die Temperaturen waren so mild, dass ein erstes Anbaden im Meer möglich wurde. Vielen Dank an A. und M. für die wunderbare gemeinsame Zeit!
Juli
Ich verachte zutiefst Moralisten, die das Leben ihrer Mitmenschen als ihre persönliche Baustelle betrachten: hier noch schnell ein Fenster, dort noch rasch eine Tür zumauern. Aber im eigenen Keller die Leichen hätscheln.
Peter E. Schumacher
Im Juli war ich mit jüngster Tochter und Lebensgefährten im schönen Potsdam. Die Stadt ist mit ihrem herrlichen Landschaftspark und Wasserstraßen unbedingt eine Reise wert. Potsdam ist wieder so ein Beispiel, dass man nicht wirklich weit reisen muss, um einen schönen Sommerurlaub zu verleben.
August
Es sind die Gartenzwerge der Kulturkritik, die in den intellektuellen Diskurs eingreifen und ihn zu einem banalen Einheitsbrei verändern wollen.
Susanne Dagen
Den August verbrachte ich in der Heimatstadt. Die Arbeit, aber auch Freunde und Familie standen im Mittelpunkt.
September
Leichtfertige Toleranz, die Freiheitsverletzungen duldet, wird sehr bald der Gewalt der Intoleranz zum Opfer fallen.
Raymond Walden
Im September war meine Kamera zur Reparatur. Doch viel Zeit und Muße zum Fotografieren hatte ich sowieso nicht, denn familiäre Sorgen hielten mich auf Trapp. Auch die politische und gesellschaftliche Entwicklung im Land, die fehlende Weitsicht der Politiker und die mangelhafte Debattenkultur schlugen mir zunehmend aufs Gemüt.
Oktober
Wenn man die besseren Argumente hat, muss man die Diskussion nicht scheuen.
Vera Lengsfeld
Den Oktober nutzten mein Lebensgefährte und ich für eine erneute Stippvisite in Hamburg und für einen Besuch der beiden norddeutschen Städte Celle und Lüneburg.
November
Für die Diktatur ist Klugheit, für die Demokratie Dummheit die größte Gefahr.
Thomas Berger
Der November schenkte uns noch einmal wunderbare sonnige Herbsttage und stimmungsvolle Abende. Leider wurde ich dann durch einen Sturz ziemlich ausgebremst.
Dezember
BEHALTE DEINE ANSPRÜCHE, ABER SENKE DEINE ERWARTUNGEN.
Khalid Chergui
Im Dezember ließ ich es eher ruhig angehen. Die letzten Tage am Meer und in Hamburg sind in der Collage noch nicht enthalten. Bilder folgen.
Kommt gut ins neue Jahr!
Wenn wir unsere Erwartungen verringern,
werden wir Zufriedenheit erfahren.Dalai LamaWeitere interessante Artikel:
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