Heute macht der Himmel blau

Ein Blog über Fotografie, Reisen und Spuren im Sand.

Suchergebnisse für: „Hamburg“

  • Jahresrückblick 2020

    Jahresrückblick 2020

    Im Jahr der Pandemie …

    Das Jahr 2020 ist nur schwer in Worte zu fassen. Und gerade deshalb bin ich froh über die einzelnen Monatscollagen, zeigen sie doch, dass es im Jahr 2020 doch deutlich mehr glückliche Momente gab, als ich noch in Erinnerung habe.

    Hinweis: Auf die einzelnen Monatscollagen gelangt man, wenn man auf den Monatsnamen klickt.

    Januar

    Wir brauchen neue Grenzwerte der geistigen Umweltverschmutzung.

    Helmut Glassl

    Im Januar war noch nicht wirklich zu erahnen, was uns im Jahr 2020 erwarten wird. Zwar gab es erste Meldungen über ein neuartiges Virus in China, doch in Deutschland beherrschte das Klima die Debatten. Die Tagesschau schoß dabei den Vogel ab, in dem sie eine „CO2-freie Welt“ zur Kernfrage erklärte. 

    Februar

    Im öffentlichen Leben treten viele auf mit einem Gemisch von Bescheidenheit und Keckheit: keck in ihrer Haltung, bescheiden in ihren Leistungen.

    OTTO WEISS 

    Im Februar verlebte ich mit meinem Lebensgefährten sehr schöne Stunden in der Lieblingsstadt Hamburg. Erste Frühblüher kündigten den nahenden Frühling an.

    Ebenfalls im Februar wählten Christdemokraten, die jahrzehntelang ein Bollwerk gegen den Sozialismus und Kommunismus waren, in Thüringen mit Bodo Ramelow einen Mann zum Regierungschef, der sich in der Vergangenheit freundlich über den „Genossen Stalin“ äußerte und die Opfer des SED-Regimes verhöhnte. Im Vorfeld entschied man sich, die demokratische Wahl eines Ministerpräsidenten der Mitte (FDP) als ungültig zu betrachten. So geht heutzutage offensichtlich „Demokratie“. Wer Frau Merkels politische Kinderstube kennt, muss sich darüber nicht wundern.

    März

    Gerade in schwierigen Zeiten gilt es, nicht weniger, sondern mehr Demokratie zu praktizieren.

    RITA SÜSSMUTH

    Im März fiel ein geplanter Urlaub der Corona-Pandemie zum Opfer. Das Coronavirus machte mir zu dieser Zeit bereits keine Angst mehr. Ich hatte viele Artikel dazu gelesen und Zusammenhänge verstanden. Panik und Angst sind selten gute Ratgeber und so manche Maßnahme birgt Gefahr, alles nur schlimmer zu machen.

    Schon im ersten Lockdown wurde offensichtlich, die verordneten Zwangsmaßnahmen nützen vor allem multinationalen Großkonzernen. So steigerten Onlinegeschäfte zulasten regionaler Anbieter noch weiter ihren Umsatz. Der Effekt des Rückganges der Coronainfizierten-Zahlen wäre auch ohne Herunterfahren des öffentlichen Lebens eingetreten. Coronaviren haben im Herbst und Winter Hochsaison und machen im Frühjahr und Sommer Platz für andere Viren.

    April

    Nackte Menschen fühlen Wahrheiten intensiver.

    RAYMOND WALDEN

    Im Monat April verlebte ich trotz Lockdown ein wundervolles und fröhlich ausgelassenes Osterfest mit der Familie. Zum Glück bietet Leipzig mit seinem Stadtwald ausreichend Möglichkeiten, trotz Ausgangsbegrenzungen sich in Natur und Wald zu bewegen.

    Doch auch in diesem Monat suchte man offene Diskussionen und die Zusammenarbeit von medizinischen und wissenschaftlichen Experten vergebens. Man erlangte zunehmend den Eindruck, dass die verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor allem alternativlos und durch nicht-medizinisches Personal der Regierung von Bund und Ländern getroffen wurden.

    Mai

    Ich finde die Leichtigkeit nicht, mit der die anderen den Irrsinn des Alltags verdrängen.

    STEFAN ROGAL

    Im Mai wurden endlich die Corona-Maßnahmen gelockert und mein Lebensgefährte und ich konnten ein paar erholsame Tage an der Nordsee und in der wunderschönen Stadt Hamburg verleben. Wir waren täglich rund 15-20 km zu Fuß unterwegs. Das hilft durchaus, den Irrsinn des politischen und gesellschaftlichen Alltags für Momente hinter sich zu lassen.

    Juni

    Wandel beginnt im Kopf und setzt sich in den Füßen fort.

    ULRICH WIEGAND-LASTER

    An den Monat Juni habe ich irgendwie nur lückenhafte Erinnerungen. Gefühlt war ich ständig beschäftigt. U. a. war ich zusammen mit meinem Lebensgefährten auf der Suche nach einem neuen Lebensmittelpunkt, denn das Umfeld unseres Zuhauses hatte sich in der Corona-Zeit lärmtechnisch massiv verändert. Wenn Clubs geschlossen und die Kultur heruntergefahren wird, suchen sich junge Leute andere Alternativen.

    In Deutschland zeigte sich wieder mal, dass Inkompetenz und Korruption die Politik bestimmen. Ein dreistelliger Millionenbetrag wurde unter Ursula von der Leyen im Verteidigungsministerium für Berater ausgegeben. Ein Untersuchungsausschuss bescheinigt nun das „faktische Komplettversagen“ des Verteidigungsministeriums im Umgang mit Beratung und Unterstützung. Vermutlich wurde deshalb Frau von der Leyen auch nach Brüssel befördert, dort kennt man sich aus mit Korruption und Geldverschwendung.

    Juli

    Gewissensfragen sind nur sinnvoll bei Leuten, die ein Gewissen haben.

    KURT WOLFGANG RINGEL

    Im Juli sind mein Lebensgefährte und ich bei der Wohnungssuche fündig geworden und zurück in meine alte Heimat in eine sehr charmante Wohnung mit Balkon gezogen. So ein Umzug kostet immer viel Kraft und Nerven, aber es hat sich gelohnt. Zwischendurch habe ich eine kurze Auszeit genommen und bin mit meiner jüngsten Tochter nach Berlin und Potsdam zur Verwandtschaft gereist. Wir hatten fröhliche und entspannte Tage.

    Das gesellschaftliche und politische Geschehen verfolgte ich im Monat Juli nur am Rande. Doch der Irrsinn ging auch ohne meine Aufmerksamkeit unvermindert weiter.

    August

    Die Meinungsvielfalt der Bürger reduziert sich zunehmend in eine Meinungseinfalt der Presse.

    HELMUT GLASS

    Der Monat August war vor allem geprägt durch meinen Beruf und die Folgen, die ein Umzug so mit sich bringt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen muss man heutzutage für so manches einen längeren Atem mitbringen. So darf man z. B. bei Behörden nicht mehr spontan vorbeischauen oder Lieferfristen verlängern sich.

    Der Umzug führte aber dank kürzer Wege auch dazu, dass wir plötzlich viel mehr Zeit mit Freunden verbrachten.

    Im August stellte ich mir immer öfter die Frage, wohin wir uns als Gesellschaft gerade in der Coronakrise entwickeln. Wieviel ehrlichen Diskurs lassen wir noch zu? Welche Konsequenzen muss der Einzelne befürchten, der eine abweichende Einstellung zum Mainstream hat? Warum können wir es als Gesellschaft nicht mehr aushalten, dass es zu einer Fragestellung unterschiedliche Meinungen und Lösungsansätze gibt?

    September

    Bei den Dummen in dieser Welt kann einer ohne Kopf in neuen Kleidern sein Geschäft machen. Auf diese Weise sind schon viele so weit in die Höhe gekommen, bis sie endlich neben ihresgleichen saßen.

    AUGUST PAULY

    Im September hatte ich Urlaub und war recht viel unterwegs. So fand zum Beispiel wieder unser jährliches Seminargruppentreffen statt, dieses Mal in Radebeul. Bei bestem Spätsommerwetter trafen wir uns zum Verkosten leckerer Weinproben und hatten viel Spaß dabei.

    Aber auch die Lieblingsstadt Hamburg stand wieder auf dem Plan. Sie ist für mich ein bisschen wie zur zweiten Heimat geworden. Ich fühle mich in der Elbstadt pudelwohl.

    Sehr erfüllend waren für mich im September auch die geplanten und zufälligen Begegnungen mit Menschen, mit denen man sich über Gott und die Welt noch ehrlich und auf Augenhöhe austauschen kann. So verlebte ich z. B. einen spontanen und zauberhaften Vormittag bei der Keramikkünstlerin Sybille Abel-Kremer und lernte bei einer Fototour durch Blankenese die sympathischen Betreiber der Blankeneser „Atlaspraxis“ kennen.

    Oktober

    Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.

    VERFASSER UNBEKANNT

    Der Monat Oktober fing sehr optimistisch an. Am Tag der Deutschen Einheit verlebte ich mit meinem Lebensgefährten einen ganz wunderbaren sonnigen Herbsttag auf dem Schloß Püchau und im Schlosspark Machern. Außerdem freute ich mich zusammen mit meinen Kindern über berufliche Erfolge und wohnliche Veränderungen. So gründet mein Sohn mit seiner Freundin einen eigenen Hausstand.

    Dann kam die Quaratäne. Im früheren Seuchenschutzgesetz war es noch üblich, infektiöse Erkrankte zu isolieren. Heutzutage testen wir zum einen gesunde Menschen, zum anderen stecken wir jeden in die Isolation, der in irgendeiner Form Kontakt mit einem Infizierten hatte oder auch nur der Verdacht auf Kontakt besteht. Dafür braucht es nicht mal einen positiven PCR-Test.

    Laut UNO sind durch Lockdowns 1.6 Milliarden Menschen vom akuten Verlust ihrer Lebens­grund­lagen sowie 150 Millionen Kinder von akuter Armut bedroht. Arbeitslosigkeit, Konkurse und psychologische Probleme haben weltweit Höchstwerte erreicht (Quelle: Swiss Policy Research).

    November

    Satire zu schreiben, ist heute das Wagnis, mit der Realität zu konkurrieren.

    ROLF MOHR

    Der November war erneut geprägt von Einschränkungen durch staatliche Corona-Maßnahmen. Wer ein wenig medizinischen Einblick in die Virologie hat, den dürfte es nicht verwundert haben, dass trotz Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht im Herbst die Zahl der Infizierten steigt.

    Der 18.11.2020 war für die Demokratie in Deutschland ein rabenschwarzer Tag. An nur einem Tag (Novum!) wurde ein neues Gesetz zum Infektionsschutz durch das Parlament gejagt. Kritiker dieses Gesetzentwurfes beschimpfte man, grenzte sie aus und denunzierte sie. Auf Demonstrationen ging man mit Wasserwerfern vor. 

    Immer wieder musste ich im November an den Ausspruch der Schriftstellerin Monika Maron denken: „Heute können alle wissen, wer sie in der DDR gewesen wären.“ Ich habe den Eindruck, es gäbe heutzutage deutlich mehr Mitläufer des DDR Systems als 1989. Und allen voran diejenigen, die nach der Wende auf Ostdeutschland herablassend oder desinteressiert geschaut haben.

    Dezember

    Wenn uns bewußt wird, daß die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden.

    ROSWITHA BLOCH

    Im Dezember habe ich ganz bewusst persönliche Kontakte vor allem im offline gepflegt. Ich habe jede einzelne Minute des Zusammenseins mit Freunden und Familie genossen, vermutlich weil sie in der heutigen Zeit so kostbar sind. 

    Der Dezember hat mir vor allem gezeigt, dass gerade in Krisenzeiten Familien wieder enger zusammenrücken, Streitigkeiten beenden und sich auf das Wesentliche konzentrieren können.

    Im letzten Monat des Jahres ist ein Kapitel meines Lebens zu Ende gegangen, welches mir über lange Strecken Erfüllung und Freude gebracht hat. Im letzten Drittel aber hat die Kraft und Liebe nicht mehr gereicht, um es fortzuführen. Das ist schmerzlich, aber auch Scheitern gehört zu Leben.

    In Krisenzeiten lernt man viel über sich selbst. Im Idealfall lernt man, mit sich und der Vergangenheit Frieden zu schließen. Ich glaube, mir ist das ganz gut gelungen.

    Ausblick

    Auf das neue Jahr blicke ich mit gemischten Gefühlen. Gerade beruflich könnte es kompliziert werden, denn ich war noch nie bestechlich. Möglicherweise stehen sich behördliche Maßgaben und persönliches Empfinden von Ethik und Moral zwiespältig gegenüber. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich damit umgehen werde.

    Doch wer den Kopf in den Sand steckt, hat von vornherein verloren. Ich habe schon viele Höhen und Tiefen im Leben hinter mir, bin hingefallen und wieder aufgestanden. Ich ahne, was da alles gesellschaftlich, politisch und vor allem finanziell auf uns zukommen könnte, vielleicht ist man aber dann dafür auch besser gewappnet. Und ich bin vielleicht soweit im Laufe meines Lebens mit meiner Weisheit gekommen, dass man nicht alle Dinge ändern, aber für sich persönlich immer einen Weg finden kann, das Beste daraus zu machen.

    Zukunft beginnt nicht am Horizont. Zukunft beginnt vor deinen Füßen.

    Torsten Marold

    Kommt gesund und gut ins neue Jahr!

  • Septembereindrücke aus dem Treppenviertel

    Septembereindrücke aus dem Treppenviertel

    Wenn ich in Hamburg bin, dann muss ich mindestens einmal pro Aufenthalt durch das Treppenviertel schlendern. Für mich ist Blankenese der schönste Ort dieser Stadt. Ich liebe die kleinen Gassen und Treppen durch das Viertel und die ganz unterschiedlichen Häuschen und Gärten. Und immer wieder ergeben sich zwischen den Häusern Sichtachsen auf die Elbe.

    Mit dem Süllberg und den benachbarten Bergen trifft man auf das hügeligste Terrain weit und breit. Mit insgesamt knapp 5.000 Stufen ist man ordentlich beschäftigt, will man zu Fuß das Treppenviertel erkunden. Erklimmt man den Gipfel des Süllbergs mit seinen rund 74 Metern, hat man einen wunderbaren Panoramablick über das Stadtviertel und die Elbe.

    Bitte zum Vergrößern die Bilder in der Galerie anklicken.

    Unterwegs war ich wieder mit meiner neuen Sony a 7 III. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Kamera, denn sie macht wirklich gute Bilder. Mit einer 50er Festbrennweite hält sich das Gewicht der Kamera auch in Grenzen.

    Fotografie ist wirklich ein schönes Hobby. Man lernt auf Details zu achten. Gerade in der heutigen Zeit kann diese Gabe sehr hilfreich sein.

    HIER finden sich weitere Bilder und Beiträge zum Hamburger Treppenviertel.

    Hüte dich vor Menschen, die nicht mit Details belästigt werden wollen.

    Peter E. Schumacher
  • Monatscollage September

    Monatscollage September

    Auch im September sammelt wieder die liebe Birgitt unsere Eindrücke des Monats.

    Im September war ich recht viel unterwegs. So fand zum Beispiel wieder unser jährliches Seminargruppentreffen statt, dieses Mal in Radebeul. Bei bestem Spätsommerwetter trafen wir uns zum Verkosten leckerer Weinproben und hatten viel Spaß dabei.

    Aber auch Hamburg zeigte sich im September wettertechnisch von seiner besten Seite und so war es wieder ein reines Vergnügen, durch diese wunderschöne Stadt zu schlendern.

    Sehr erfüllend waren im September auch die geplanten und zufälligen Begegnungen mit Menschen, mit denen man sich über Gott und die Welt noch ehrlich und auf Augenhöhe austauschen kann. So verlebte ich z. B. einen spontanen und zauberhaften Vormittag bei der Keramikkünstlerin Sybille Abel-Kremer und lernte bei einer Fototour durch Blankenese die sympathischen Betreiber der Blankeneser „Atlaspraxis“ kennen.

    September-Collage

    Wenn die Verhältnismäßigkeit abhanden kommt …

    Ich kann es mir nicht erklären, aber unserem Land ist die Verhältnismäßigkeit abhanden gekommen. Es gibt kaum noch ein Gebiet, auf dem man mit Augenmaß und Vernunft agiert. Schaut man auf die Energie- und Klimapolitik, die Wirtschaftspolitik, die Flüchtlingspolitik oder auf die Corona-Maßnahmen, dann verfallen die Verantwortlichen entweder in Hyperaktionismus oder Lethargie. Probleme werden aufgebauscht oder ignoriert, ein gesundes Mittelmaß gibt es nicht mehr.

    Die heile Welt, die uns von einigen Medien vorgespielt wird, wird von vielen bereits täuschend echt nachgespielt.

    Helmut Glaßl

    Ich persönlich frage mich immer wieder, ist es jetzt Dummheit, kühle Berechnung oder ein Hang zum Sadismus, ein Land zunehmend gegen die Wand zu fahren. Gerade wir Deutsche haben uns außerdem in der Vergangenheit nicht gerade damit beliebt gemacht, anderen Ländern sagen zu wollen, wo es lang geht. Ein wenig mehr Demut stände uns gut zu Gesicht. Leider nehmen vor allem unsere Leitmedien in Sachen Demut und Verhältnismäßigkeit eine fragwürdige Rolle ein.

    Aber auch Ärzte, Wissenschaftler und Juristen sollten sich die Frage stellen, ob sie diese Panikmache in der Klima-sowie Energiepolitik und im Rahmen der sogenannten Coronavirus-Pandemie weiter unterstützen oder endlich wieder zur Sachebene zurückkehren möchten.

    Bei den Dummen in dieser Welt kann einer ohne Kopf in neuen Kleidern sein Geschäft machen. Auf diese Weise sind schon viele so weit in die Höhe gekommen, bis sie endlich neben ihresgleichen saßen.

    August Pauly

    Ich bewundere alle, die unermüdlich gegen diesen zunehmenden Irrsinn in diesem Land mit Wort und Tat ankämpfen. Manchmal frage ich mich aber auch, woher sie noch die Kraft nehmen …

    Kommt gut in den Oktober.

    [Anmerkung: Der Artikel enthält unbezahlte Werbung]

  • Auf der Alster

    Auf der Alster

    Ende Mai, nach Lockerung des Shutdowns, hatten wir endlich wieder die Möglichkeit, nach Hamburg zu reisen. Wir ließen spontan im Ortsteil Winterhude das Auto stehen und schlenderten entlang der Alster, um schließlich im Café Leinpfad am schön gelegenen Anleger „Winterhuder Fährhaus“ bei charmanter Bedienung Rast zu machen.

    Als ein Schiff anlegte, entschieden wir uns kurzentschlossen für eine Kanalfahrt auf der Alster. Vermutlich wegen der unklaren Corona-Situation hatten wir das Schiff über weite Strecken für uns allein oder teilten nur mit einzelnen weiteren Passagieren das Sonnendeck. Dabei trafen wir auch auf eine Ortskundige, die allerlei Insiderwissen über den Ortsteil Winterhude berichten konnte. Es war eine herrliche Fahrt entlang herrschaftlicher Villen, Gärten und Parkanlagen!

    Die Alster ist ein 56 Kilometer langer Nebenfluss der Elbe und fließt durch Süd-Holstein und Hamburg. Im innerstädtischen Gebiet Hamburgs bildet die Alster einen See, der in die Bereiche Binnen- und die Außenalster geteilt wird. Am Südwestufer, dem Jungfernstieg, liegt die Hauptanlegestelle für Ausflugsschiffe, die von hier sowohl die Alster mit ihren Kanälen als auch die Hamburger Fleete befahren und zeitweise bis nach Bergedorf verkehren.

    Die Klosteranlage St. Johannis ist heute als Evangelisches Damenstift eine Wohnanlage für alleinstehende Frauen im Alter über 60 Jahren. Der Gebäudekomplex wurde zwischen 1912 und 1914 durch die Architekten Richard Kahl und Ludwig Endresen errichtet und ist direkt an der Alster in einem großzügigen Garten gelegen.

    Bitte die Bilder in der Galerie anklicken (funktioniert ggf. beim iPad nicht):

    Eine Fahrt auf der Hamburger Alster kann ich nur wärmstens empfehlen. Man hört so oft das Bedauern, dass Reisen in ferne Länder derzeit nicht möglich sind, doch wie bereits Goethe meinte…

    Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah …

    Johann Wolfgang von Goethe

    Hinweis: Der Beitrag enthält unentgeltliche Werbung.

  • Blütenträume im Treppenviertel

    Blütenträume im Treppenviertel

    Das Treppenviertel ist für mich der schönste Ort in Hamburg. Besonders wenn die Blütezeit beginnt, lohnt sich ein ausgiebiger Spaziergang über die engen und verwinkelten Treppen und Gassen.

    Treppauf und treppab trifft man auf liebevoll bepflanzte kleine Gärten, Hausfassaden, Zäune und Mauern. Zwischen den Häusern erhascht man hin und wieder einen Blick auf die Elbe und die vorbeiziehenden Schiffe.

    Schlendert man durch das Treppenviertel, begegnet man vor allem Einheimischen, die in den meisten Fällen ein freundliches Wort oder Lächeln auf den Lippen haben.

    Eine ganz besondere Freude war es, als uns die Besitzerin eines Hauses in ihren Garten bat, damit wir uns dort umschauen konnten. Sie wohnt in einem wunderschönen historischen Haus, in dem im Sommer 1861 der Musiker Johannes Brahms einen Tag gemeinsam mit Clara Schumann, seiner großen Liebe, in Blankenese verbrachte. Im nächsten Jahr kam er wieder und blieb drei Monate.

    Ich hatte eine so wunderbare und kurzweilige Unterhaltung mit der Besitzerin, dass ich am Ende das Fotografieren vergessen habe. Dabei ist der Garten und der Ausblick vom Haus auf die Elbe umwerfend.

    Bitte zum Anschauen der Bilder die Galerie anklicken (klappt eventuell auf dem iPad nicht, ich arbeite an dem Problem…;-)).

    Die meisten Bilder habe ich mit meiner neuen Sony a7 III und einer 85mm Festbrennweite geschossen. Das Equipment ist in dieser Form zwar recht schwer, aber das „Geschleppe“ lohnt sich in meinen Augen ;-).

  • Monatscollage Mai

    Monatscollage Mai

    Ich bin ein wenig spät dran mit meiner Collage für den Monat Mai. Das hatte durchaus verschiedene Gründe.

    Wirklich erleichtert war ich, als der Corona-Shutdown im Mai endlich ein wenig gelockert wurde. So konnte ich mit meinem Lebensgefährten ein paar Tage an der Nordsee und in Hamburg verbringen. Wir waren täglich rund 15-20 km zu Fuß unterwegs. Das hilft durchaus, den Irrsinn des politischen und gesellschaftlichen Alltags für Momente hinter sich zu lassen.

    Monatscollage Mai

    So viele Fragen…

    Ich frage mich, ob den meisten von uns eigentlich klar ist, was wir unseren Kindern und Enkelkindern für ein finanzielles Desaster hinterlassen. Ich frage mich, wann wir endlich wieder eine medizinische Forschung haben, die geleitet wird von den gesundheitlichen Interessen der Menschen und nicht allein von den Profitinteressen einzelner Lobbyisten. Ich frage mich, wann wir endlich wieder eine von Manipulation und Propaganda unabhängige, dafür aber regierungskritische Presse haben.

    Ich frage mich, warum viele von uns ausgerechnet denen ihren Glauben schenken, die abhängig von den finanziellen Interessen anderer sind. Ich frage mich, warum so wenige von uns erkennen, wie tief unsere Regierung in einem Sumpf aus Korruption und Vetternwirtschaft steckt.

    Ich frage mich, wie es sein kann, dass in einer Demokratie korrekt abgelaufene Wahlen rückgängig gemacht werden können und mit zweierlei Maß gemessen wird. Ich frage mich, wie es sein kann, dass in unserem Land Menschen wieder an die Macht gelangen, die schon einmal Teil eines zutiefst undemokratischen, totalitären Staates waren.

    Ich frage mich, warum so viele von uns die Augen verschließen vor einem Wirtschaftsdesaster, welches weit vor der Coronakrise ihren Ursprung hat. Ich frage mich, warum so wenige erkennen wollen, dass die freie Marktwirtschaft längst Geschichte ist.

    Doch es gibt Hoffnung am Horizont. Immer mehr Menschen, die das selbständige Denken noch nicht verlernt haben, schließen sich bürgerlichen Bündnissen oder neuen Parteien an und gehen für ihre Rechte auf die Straße. Sie lassen sich nicht durch diffamierende Bezeichnungen wie „Verschwörungstheoretiker“ oder „Corona-Leugner“ oder einer Zensurmaschine des Internets abhalten, wehren sich gegen Rufmord und riskieren zum Teil ihre beruflichen Existenzen.

    HIER noch ein großartiger Beitrag zur Coronalage von Dr. med. Gunter Frank. Und HIER geht man der Frage nach, ob ein Herr Prof. Drosten Opfer oder Täter ist.

    Ich finde die Leichtigkeit nicht, mit der die 
    anderen den Irrsinn des Alltags verdrängen.

    Stefan Rogal

    Kommt gut in den Monat Juni!

  • Monatscollage Februar

    Monatscollage Februar

    Die liebe Birgitt sammelt ab heute wieder unsere Eindrücke des vergangenen Monats und ich bin gern dabei.

    Meine Collage zeigt auch in diesem Monat bunte und stimmungsvolle Bilder, die Realität allerdings sah ein wenig anders aus. Im Monat Februar war einfach der Wurm drin … In bewegten Zeiten hilft dann nur, einen kühlen Kopf zu bewahren und nach vorn zu schauen. Das scheint sowieso der beste Plan zu sein, wenn man so in die Zukunft blickt.

    Collage Februar

    Wenn alle Dämme brechen …

    Heute ist es wieder en vogue, sich als Antifaschisten zu bezeichnen. Vergessen sind offensichtlich all die Verbrechen, die die SED zu DDR Zeiten im Namen des „Antifaschismus“ verübte. Vergessen sind die blutige Niederschlagung des Arbeiteraufstandes des 17. Juni 1953, des Ungarn-Aufstandes 1956 oder des Prager Frühlings 1968. Immer wieder vergessen wird die Rolle des Massenmörders Stalin, der seine Verbrechen im Konsens eines kommunistisch geführten Regimes verübte.

    Eine interessante Betrachtungsweise des Begriffes „Faschismus“ findet man übrigens HIER. Dabei wird klar, dass der Begriff „Faschismus“ primär nichts mit „rechts“ und „links“ zu tun hat.

    Nun wollen Christdemokraten, die jahrzehntelang ein Bollwerk gegen den Sozialismus und Kommunismus waren, in Thüringen mit Bodo Ramelow einen Mann zum Regierungschef wählen, der sich in der Vergangenheit freundlich über den „Genossen Stalin“ äußerte und die Opfer des SED-Regimes verhöhnte. Im Vorfeld entschied man sich, die demokratische Wahl eines Ministerpräsidenten der Mitte (FDP) als ungültig zu betrachten. So geht heutzutage offensichtlich „Demokratie“. Wer Frau Merkels politische Kinderstube kennt, muss sich darüber nicht wundern.

    Die Geschehnisse um die Landtagswahl in Thüringen werden das politische System in Deutschland verändern. Es fragt sich nun, in welche Richtung …

    Seit dem entsetzlichen Amoklauf eines offensichtlich Geistesgestörten in Hanau läuft eine Kampagne über unser Land, die an Hysterie, Niedertracht und zerstörerischer Lust an der Herabwürdigung und Diffamierung Andersdenkender in der jüngeren Geschichte Deutschlands ihresgleichen sucht.

    Dagegen ist das Medienecho nach dem Vorfall in Volkmarsen kaum hörbar … die Wahl in Hamburg ist ja nun auch vorbei und ein Hetzen gegen den politischen Gegner nicht mehr von Nöten. Man bekommt zunehmend den Eindruck, dass es heutzutage im Wahlkampf in erster Linie darauf ankommt, den Gegner zu diffamieren, als mit Inhalt und eigenen Leistungen zu glänzen. Unsere Gesellschaft hat in meinen Augen ein ernstes narzisstisches Problem.

    Schaut man sich in Deutschland und Europa die Vorgänge um das Corona-Virus an, dann dämmert vermutlich nun auch denjenigen, die gern mal den Kopf in den Sand stecken, dass auf uns sehr bewegte Zeiten zukommen werden. All das Beschwichtigen und Verharmlosen unserer Regierung in den vergangenen Monaten wird in dieser speziellen Krise nichts mehr nützen.

    In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern vor allem eine stabile Gesundheit.

    Kommt gut durch den Monat März!

    Im öffentlichen Leben treten viele auf mit einem Gemisch von Bescheidenheit und Keckheit: keck in ihrer Haltung, bescheiden in ihren Leistungen.

    Otto Weiß (1849-1915)
  • Morgenstimmung im Treppenviertel

    Morgenstimmung im Treppenviertel

    Wenn ich mich bei einem Besuch aus Zeitmangel nur für einen Ort in Hamburg entscheiden müsste, würde ich das Treppenviertel in Blankenese wählen. Fernab von Touristenströmen und Trubel kann man hier ganz wunderbar treppauf und treppab schlendern, entdeckt immer neue Wege und Ausblicke, mondäne Häuser bis windschiefe Hütten. Bei knapp 5.000 Stufen kann man sich anschließend das Fitnessstudio sparen.

    In der Weihnachtszeit sind die Eingänge und Fenster liebevoll mit Kränzen und Lichterketten dekoriert. Auf den schmalen Wegen trifft man hin und wieder Bewohner, die mit dem Hund Gassi gehen, meistens ist man jedoch für sich allein.

    Sehr lohnenswert ist der Aufstieg des 74 Meter hohen Süllberges, von dessen Aussichtsturm man einen wunderbaren Blick über die Elbe und das Treppenviertel hat. Wer für den Aufstieg körperlich nicht in der Lage ist oder schlicht zu faul zum Treppensteigen, kann sich mit der „Bergziege“, einem kleinen Spezialbus, nach oben bringen lassen, allerdings verpasst er dann all die verwinkelten Gassen und charmanten Ausblicke.

    Für einzelne Bilder bitte die Galerie anklicken.

    Wer nach den vielen Treppen hungrig und durstig ist, kann sich zum „Ponton op’n Bulln“, einer schwimmenden Plattform und Anlegestelle am Ufer der Elbe begeben und sich mit Fischbrötchen, Kaffee, Tee oder einem Glas Wein stärken. Wer Glück mit dem Wetter hat, dem empfehle ich, bis zum Sonnenuntergang zu bleiben. Die Sonnenuntergänge auf dem „Ponton op’n Bulln“ sind legendär.

  • Jahresrückblick 2019

    Jahresrückblick 2019

    Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende entgegen und so wird es Zeit für einen Rückblick. Ich mag dieses Innehalten und „Revue passieren“, bevor man sich auf etwas Neues einlässt.

    Das Jahr 2019 war für mich ein sehr wechselvolles Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, Abschiednehmen und neuen Perspektiven. Es war (und ist) nicht immer einfach, den Mut nicht zu verlieren und sich auf neue Umstände einzulassen. Immer wieder bewahrheitet sich der Spruch: „Wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf.“

    Es sind eine Menge neuer Türen aufgegangen und dafür bin ich sehr dankbar. Während mir die politische und gesellschaftliche Entwicklung in diesem Land zunehmend Sorge bereitet, komme ich in meiner privaten Welt immer mehr zur Ruhe. Es ist befreiend, in seiner Umgebung Dinge auszumisten, die keine wirkliche Freude mehr machen und nicht als erfüllend empfunden werden, dazu gehören auch persönliche Beziehungen zu anderen Menschen.

    Hier folgt nun mein kurzer Rückblick auf das Jahr. Er ist bei weitem nicht vollständig. Erlebt habe ich in diesem Jahr so viel mehr, doch entweder war die Kamera nicht dabei oder die Erlebnisse sind mir zu persönlich für diese Plattform. Das wahre und berührende Leben findet für mich vor allem abseits von Internet und Social media statt.

    Januar

    Der gesunde Menschenverstand ist eine wirksame Medizin gegen die ansteckenden Dummheiten des Zeitgeistes.


    Ernst Ferstl

    Im Januar war ich das erste Mal in meinem Leben in Hamburg, eine sehr schöne Stadt, in die man immer wieder gern zurückkehrt. Aber auch die Stadt Quedlinburg ist immer wieder eine Reise wert.

    Februar

    Ist dein Leben nur das, womit die Märchen anfangen: Es war einmal…?

    Vytautas Karalius

    Im Februar war ich mit meinem Lebensgefährten im fast frühlingshaften Dresden unterwegs. Außerdem verlebten wir mit meiner jüngster Tochter ein paar wundervolle Tage an der Nordsee in St. Peter Ording und in Hamburg. Bilder davon gibt es auch bei Instagram.

    März

    Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie Lüge nennt, ist ein Verbrecher!

    Bertolt Brecht

    Der März brachte Leipzig den Frühling. Am schönsten erlebt man ihn in der freien Natur. Stolz war ich darüber, dass nun auch die jüngste Tochter erfolgreich das Tanzbein schwingt.

    April

    Wer weniger braucht, dem fehlt weniger.

    Ernst Ferstl

    Im April besuchte ich erneut mit meinem Lebensgefährten seine Heimatstadt Hamburg. Wir verlebten dort eine ganz wundervolle und frühlingshafte Osterzeit. Außerdem schaute ich wieder einmal in meiner zweiten Heimatstadt Freiberg vorbei.

    Mai

    Unkraut jäten allein macht noch keinen Garten und verhindern ist keine Politik.

    Clemens Brentano

    Im Wonnemonat Mai war ich in meinem grünen Kiez in Leipzig viel mit und ohne Kamera unterwegs. Außerdem besuchte ich die wundervolle sächsische Stadt Meißen.

    Juni

    Worte der Belehrung nützen ohne Taten nur wenigen.

    Carmina Burana

    Der Juni führte mich und meinen Lebensgefährten anlässlich eines runden Geburtstages auf die Insel Usedom, auf der ich bestimmt 20 Jahre nicht mehr gewesen war. Die Temperaturen waren so mild, dass ein erstes Anbaden im Meer möglich wurde. Vielen Dank an A. und M. für die wunderbare gemeinsame Zeit!

    Juli

    Ich verachte zutiefst Moralisten, die das Leben ihrer Mitmenschen als ihre persönliche Baustelle betrachten: hier noch schnell ein Fenster, dort noch rasch eine Tür zumauern. Aber im eigenen Keller die Leichen hätscheln.

    Peter E. Schumacher

    Im Juli war ich mit jüngster Tochter und Lebensgefährten im schönen Potsdam. Die Stadt ist mit ihrem herrlichen Landschaftspark und Wasserstraßen unbedingt eine Reise wert. Potsdam ist wieder so ein Beispiel, dass man nicht wirklich weit reisen muss, um einen schönen Sommerurlaub zu verleben.

    August

    Es sind die Gartenzwerge der Kulturkritik, die in den intellektuellen Diskurs eingreifen und ihn zu einem banalen Einheitsbrei verändern wollen.

    Susanne Dagen

    Den August verbrachte ich in der Heimatstadt. Die Arbeit, aber auch Freunde und Familie standen im Mittelpunkt.

    September

    Leichtfertige Toleranz, die Freiheitsverletzungen duldet, wird sehr bald der Gewalt der Intoleranz zum Opfer fallen.

    Raymond Walden

    Im September war meine Kamera zur Reparatur. Doch viel Zeit und Muße zum Fotografieren hatte ich sowieso nicht, denn familiäre Sorgen hielten mich auf Trapp. Auch die politische und gesellschaftliche Entwicklung im Land, die fehlende Weitsicht der Politiker und die mangelhafte Debattenkultur schlugen mir zunehmend aufs Gemüt.

    Oktober

    Wenn man die besseren Argumente hat, muss man die Diskussion nicht scheuen.

    Vera Lengsfeld

    Den Oktober nutzten mein Lebensgefährte und ich für eine erneute Stippvisite in Hamburg und für einen Besuch der beiden norddeutschen Städte Celle und Lüneburg.

    November

    Für die Diktatur ist Klugheit, für die Demokratie Dummheit die größte Gefahr.

    Thomas Berger

    Der November schenkte uns noch einmal wunderbare sonnige Herbsttage und stimmungsvolle Abende. Leider wurde ich dann durch einen Sturz ziemlich ausgebremst.

    Dezember

    BEHALTE DEINE ANSPRÜCHE, ABER SENKE DEINE ERWARTUNGEN.

    Khalid Chergui

    Im Dezember ließ ich es eher ruhig angehen. Die letzten Tage am Meer und in Hamburg sind in der Collage noch nicht enthalten. Bilder folgen.

    Kommt gut ins neue Jahr!

    Wenn wir unsere Erwartungen verringern,
    werden wir Zufriedenheit erfahren.

    Dalai Lama
  • Unterwegs in Lüneburg

    Unterwegs in Lüneburg

    Wenn man von Leipzig nach Hamburg mit dem Auto unterwegs ist, bietet es sich an, einen Abstecher in die schöne Stadt Lüneburg zu unternehmen. Die Hansestadt liegt ungefähr 50 Kilometer südöstlich von Hamburg am Rande der Lüneburger Heide und ist bei jedem Wetter eine Reise wert.

    Ich mag die norddeutsche Besonderheit, Gebäude aus sichtbaren Backstein zu errichten. Besonders reizvoll sieht dabei Backstein in Kombination mit Fachwerk aus.

    Die Salz- und Hansestadt Lüneburg gehört zu den wenigen Städten Norddeutschlands, die ihren historischen Kern unzerstört durch den Zweiten Weltkrieg retten konnten. Allerdings haben die Vernachlässigungen der Bausubstanz bis in die 1960er Jahre hinein und die Schäden im Senkungsgebiet zu Lücken im historischen Stadtbild geführt.

    Der Abbau von Salz bescherte der Hansestadt einst einen beachtlichen Reichtum. Ein Großteil der Stadt ist unterhöhlt von einem Salzstock, der vom Grundwasser abgelaugt wird. Heute sinkt der Boden im so genannten Senkungsgebiet der Stadt über dem Salzstock dramatisch ab und hat schon mehrere Gebäude zerstört.

    Die einzelnen Bilder ggf. zum Vergrößern anklicken.

    Mir ist bewusst, dass man sich in zwei Stunden (inklusive ausgiebigem Frühstück im Museumscafé) nur einen groben Überblick über diese zauberhafte Stadt verschaffen kann. Beim nächsten Besuch ist auf jeden Fall eine Übernachtung und ein Abstecher in die Lüneburger Heide geplant.

  • Monatscollage Oktober

    Monatscollage Oktober

    Rückblick auf den herbstlichen Wonnemonat.

    Der letzte Tag im Oktober ist angebrochen und so ist es wieder Zeit für Birgitt und ihre Monatscollage. Im Gegensatz zum September konnte ich für meine Monatscollage aus einer reichlichen Auswahl an Bildern schöpfen, denn die Kamera war oft dabei.

    Ich mag den Monat Oktober. Die Blätter beginnen sich zu färben, die Kastanien fallen von den Bäumen, Pilze sprießen aus der Erde, Morgennebel macht sich breit und die Temperaturen am Tage sind oft noch mild.

    Ich habe den Oktober u. a. dazu genutzt, wieder einmal in Hamburg vorbeizuschauen, Lüneburg und Celle für mich zu entdecken, den Herbst mit der Kamera einzufangen, mit Freundinnen den neuen Federweißer zu verkosten und mein Zuhause herbstlich zu dekorieren.

    Collage Oktober

    Wenn Aktionismus vor dem Denken kommt.

    Gehetzt von Aktivismus trifft die Politik Entscheidungen, deren negative Folgen sie ausblendet. Hauptsache, es passt zur aktuellen Aufregung.

    Stefan Aust

    Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle waren die Kommentarspalten der Sozialen Medien voll von Hass und Hetze, die Opfer selbst spielten dabei kaum eine Rolle. Es ist außerordentlich beschämend, dass ausgerechnet die, die unmittelbar betroffen waren, die richtigen Worte fanden.

    Die Thüringer Landtagswahl ist Geschichte und die Politiker haben nach einer Niederlage wieder einmal nichts Besseres zu tun, als gegen die politischen Gegner zu hetzen, anstatt selbstkritisch auf sich zu schauen. Wenn dann noch Vertreter der CDU laut darüber nachdenken, ein Bündnis mit der Nachfolgepartei der SED einzugehen, dann wird deutlich, wie sehr sich die ehemals konservative Christlich-Demokratische Union bis zur Unkenntlichkeit verändert hat.

    Fünf vor Zwölf?

    Wer im Oktober auf Twitter den Hashtag #futschi verfolgte, konnte sehen, dass Jobsterben, Kurzarbeit und Insolvenzen von Firmen munter weiter gehen. Wer jetzt noch glaubt, ohne eine funktionierende und starke Wirtschaft lasse sich der gesellschaftliche Wohlstand erhalten, die Renten sichern, ein leistungsstarkes Gesundheitssystem gewährleisten oder wissenschaftlicher Fortschritt vorantreiben, der wird vermutlich in den nächsten Jahren aus seinen Träumen unsanft erwachen. Die Ärmsten und Schwächsten im Land werden leider die Ersten sein, die die Folgen zu spüren bekommen. Was für ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft!

    Die Politik in Deutschland befindet sich auf dem Weg in eine Planwirtschaft und hat sich in weiten Teilen von der Marktwirtschaft verabschiedet. Das fing zunächst mit der sogenannten Rettung maroder Banken und den milliardenschweren Subventionen für Wind- und Solaranlagen an und geht nun weiter in Form eines sozialistischen Wohnungsmarktes. Wie sozialistische Planwirtschaft endet, kennen wir nicht nur aus DDR Zeiten.

    Es gibt eine Gruppe der Gesellschaft, die sich nun wehrt gegen die Bevormundungen der Regierung und einzelner, zum Teil radikaler Aktionsbündnisse. Unter dem Motto „Sie säen und ernten nicht, aber wissen alles besser“ setzten sich im ganzen Land zehntausende Bauern auf ihre Traktoren und fuhren in die Städte, um gegen die neusten Pläne der Bundesregierung zu demonstrieren und für eine ehrlichere Diskussion über eine sinnvolle Agrarpolitik zu werben.

    Wenn man die besseren Argumente hat, muss man die Diskussion nicht scheuen.

    Vera Lengsfeld

    Leider findet in unserer Gesellschaft kaum noch eine kontroverse Diskussion im öffentlichen Raum statt. Der moralische Zeigefinger ist allgegenwärtig, Denkverbote an der Tagesordnung. Wer die öffentlich vorgegebene Meinung nicht teilt, gerät sehr schnell ins gesellschaftliche Abseits oder muss gar um seinen Job bangen. Auch wenn es immer wieder Bestrebungen gibt, diese gesellschaftliche Fehlentwicklung zu verharmlosen oder gar zu leugnen, werden Verstöße gegen die Meinungsfreiheit in unserem Lande mittlerweile an jeder Ecke sichtbar.

    Ein Abgleich mit der Wirklichkeit scheint vielerorts nicht mehr stattzufinden. Glauben statt wissen. Meinen statt überprüfen. So geht gesellschaftlicher Niedergang.

    Auszug aus einem Kommentar von Juki bei Tichys Einblick

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Kommt gut in den Monat November.

  • Leipzig Außergewöhnlich

    Leipzig Außergewöhnlich

    [Dieser Post enthält unbezahlte Werbung.]

    Vor einem Jahr bin ich mit meinem Wohnsitz an den Ort zurückgekehrt, an dem ich geboren wurde. Aus beruflichen Gründen in den vergangenen Jahren fast täglich nur durchgefahren, hatte ich nun Zeit, diesen Ort neu für mich zu entdecken.

    Galerie bitte zum Anschauen anklicken.

    Begleitet hat mich bei meinen Streifzügen mein neuer Lebenspartner. Den überwiegenden Teil seines Lebens in Hamburg verbringend, machte er sich mit seiner Kamera auf, Leipzig auf seine ganz eigene Weise zu entdecken.

    Entstanden ist nach einem Jahr ein ganz wundervolles iBook über Orte von Leipzig, die in seinen Augen „außergewöhnlich“ sind.

    iBook von Jörn Daberkow


    Gestatten? Jörn Daberkow. Aus Hamburg. Nie gehört? Doch. Unwissend. Auf diesem Blog. Bislang halt namenlos. Neuer Lebensgefährte und so. Das bin ich. Der neue Mann zur Heute-macht-der-Himmel-Blau-Bloggerin.


    Nach einem Jahr Leipzig finde ich zuverlässig die ortsansässigen Supermärkte, die Bäcker der Umgebung, meine Hausärztin, den Altglas-Container und die Tanzschule, zu deren Herausforderung ich angetreten bin. Für den Status „alteingesessen“ reicht das allerdings noch nicht. Aber genau das ist mein Ziel: Jörn alteingesessen Daberkow.


    Um diesen Status zu erreichen, habe ich ein fotografisches Buch-Projekt gestartet:

    LEIPZIG AUSSERGEWÖHNLICH.

    Leipzig Außergewöhnlich von Jörn Daberkow


    Dafür durfte ich Dinge fotografieren, die man gewöhnlich nie zu Gesicht bekommt. Unter anderem die Justizvollzugsanstalt (Gefängnis), Das Kraftwerk Lippendorf, den Tagebau Vereinigtes Schleenhain und andere Unternehmen. Dabei sind aber auch Stadtteile, Naturschutzgebiete, Friedhöfe und Parks


    Das Projekt lebt als Buch für iPad und Mac und wer sich für eine der größten Städte im Freistaat Sachsen interessiert, kann LEIPZIG AUSSERGEWÖHNLICH jetzt weltweit im Apple Book Store kaufen.

    Galerie bitte zum Anschauen anklicken.


    Wichtig zu wissen: Eine finale Buch-Version ist aus konzeptionellen Gründen nicht geplant, doch mit über 100 Seiten, fast 500 hochauflösenden Bildern und einem wachsenden Sächsisch-Glossar ist nunmehr so viel Inhalt vorhanden, dass ich das Buch guten Gewissens für den Verkauf freigegeben habe.


    Neues soll mittels kostenloser Updates kommen. Immer mehr Kapitel. Immer mehr Bilder. Immer mehr Sächsisch. Ich arbeite bereits an neuen Serien.

    Jörn Daberkow

    Und? Habe ich Euch neugierig gemacht? HIER noch einmal der Link zum Buch. Leipzig ist immer eine Reise wert. Und selbst für Leipziger dürften im Buch die einen oder anderen Einblicke außergewöhnlich sein.